Auch in dieser Saison wollen wir möglichst zeitnah von unseren Aktivitäten berichten.
Wir werden nicht von jedem Spiel Berichte ins weltweite Netz stellen und es kann auch mal ein
paar Tage dauern,bis Fotos und Texte online sind. Aber von den Höhepunkten werden wir wie
gewohnt künden.
Also klickt immer mal wieder rein...



FREI.WILD Konzert am 27.12.11 in der Ballsporthalle Frankfurt

Frei.Wild direkt vor der Haustür – das haben wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Da wir uns schon frühzeitig um Karten bemüht hatten, konnten wir mit 12 SB`lern aufschlagen. Der Gig war nämlich ausverkauft – Halle voll.
Es lag ein Hauch von Onkelz über dem Konzert. Unzählige BO T-Shirts, viele bekannte Gesichter und vor der Halle wurde sogar „Mexiko“ gesungen. Kein Wunder, zählen Frei.Wild doch zu den größten Onkelz-Verehrern und die Musik hat eine starke Ähnlichkeit.
Die 4 Südtiroler  spielen einen ganz feinen Deutschrock mit geilen Texten. Der Band haftet noch ein rechtes Image an, das allerdings keine Rechtfertigung hat. In ihren Liedern beziehen die Jungs ganz klar Stellung gegen rechte und linke Extremisten. Sie verehren und lieben ihre Heimat Südtirol und bringen das in ihrem Texten zum Ausdruck. Und da hierzulande die veröffentlichte Meinung ein Problem mit Heimatliebe hat, wird Frei.Wild auch ganz schnell mal abgestempelt. Der Song „Wahre Werte“ und der eingespielte Videotrailer lässt aber keine Zweifel offen, dass die“Band mit dem Geweih“ keine Naziband ist. Außerdem hat Sänger Philipp seine Skinhead Vergangenheit längst hinter sich und setzt sich auch sehr selbstkritisch mit dieser Zeit auseinander.

Der Konzertabend begann mit „Serum 114“, der ersten Supportband. Die Jungs kommen aus Frankfurt, haben ganz passabel gespielt und sich ein wenig wie die „Toten Hosen“ angehört. Oder war das vielleicht Campino?
Der zweite Act war Hämatom. Sehr gewöhnungsbedürftig! Genau richtig, um vor die Halle zu gehen, ein Bier zu trinken und nochmal frische Luft zu schnappen.
Kurz nach halb zehn war es dann endlich soweit. 2 Stunden mit allen Hits von Frei.Wild, 2 Zugaben und vielen Pogoeinlagen. Die Band sympathisch und unverbraucht. Die Bühne angenehm schlicht ohne riesige Effekte, die mehr an eine Samstagsabend Show im Fernsehen, denn an ein Rockkonzert erinnern. Perfekt  war die große Videowand über dem Schlagzeug. Das Publikum war von der ersten bis zur letzten Minute in bester Partystimmung und auch das erinnerte wieder ein wenig an alte Onkelz Auftritte, obwohl  Frei.Wild sich längst abgenabelt hat und selbst das Zeug zur Kultband mitbringt. Auch ein Blick in den VIP- und Backstagebereich zeigt, dass die Jungs auf dem Teppich geblieben sind, denn da gab es ein paar Sechserpack Bier und diverse alkfreie Getränke in sehr spartanischer Umgebung. Essen 90 Minuten vor Konzertbeginn? Fehlanzeige! Bleibt zu wünschen, dass das mal so bleibt und niemand von der Band oder dem Umfeld abhebt. Denn die Hallen werden größer werden und die Ansprüche steigen parallel dazu.

Eine nette Geste am Rande: Es muss irgendwie zur Band gedrungen sein, dass bei den Heimspielen des FSV Frankfurt öfters  Frei.Wild gespielt wird. Daher hat die Gruppe  8 Mitarbeiter und Verantwortliche des Vereins in die Ballsporthalle eingeladen. Auf jeden Fall war es ein geiler Abend bei  fairen Eintrittspreisen (29,99 Euro).   



FSV Frankfurt - VfL Bochum 0:2



3.300 Leutchen, davon 800 aus Bochum sahen die Abschiedsvorstellung von FSV-Trainer Hans-Jürgen Boysen. Nach einer erneut sehr leidenschaftslosen Darbietung hatte die Mehrheit der FSV-Fans die Nase voll (Nein, nicht gekokst. Zumindest die meisten nicht.) und machten aus ihrem Unmut kein Geheimnis. „Boysen raus“ tönte es unüberhörbar und nicht nur von einer kleinen Gruppe Krakeeler, sondern von allen Tribünen.

Nun wuchs der Druck auf die FSV-Geschäftsführung, denn die wären mit Boysen sicherlich ins neue Jahr gegangen. Also entgegen aller vorherigen Beteuerungen den Mann entlassen und 4 Tage später den neuen Coach präsentiert. So wollen wir das sportliche Jahr 2011 ganz schnell aus unseren Gedanken streichen und nach vorne auf 2012 blicken. Mit Benno Möhlmann. Kein Heilsbringer oder Messias, aber ein erfahrener Trainer, der die 2. Liga kennt und uns Hoffnung gibt im nächsten Kalenderjahr mehr als 4 (!) Spiele zu gewinnen.

Zum Einlauf der Teams hatten wir im Block schwarz-blaue Plastikfähnchen verteilt. In Kombination mit den Schwenkfahnen hat das schon gut ausgesehen. Allerdings ging beimSpielstand von 0:2 der Capo und der Trommler vom Zaun. Es hatte auch niemand mehr so recht Lust auf Support. In Hz. 2 haben wir noch ein wenig „Oh, wie ist das schön…“ und ähnliche Gassenhauer gesungen. Teile der Senseless Crew haben nach der Pause ein Spruchband gegen Stadionverbote gezeigt, hat aber mit dem Spiel recht wenig zu tun. 3 Spieler kamen nach dem erlösenden Schlusspfiff immerhin noch an den Zaun und konnten sich noch ein wenig Kritik anhören. Wobei Kritik, die nicht beleidigt, mit Sicherheit richtig und angebracht ist.

Wie bereits erwähnt, waren etwa 800 VfL-Fans auf der Nordtribüne und die haben als Intro eine besprühte Tapete für die Legalisierung von Pryotechnik hochgehalten. Frommes Wunschdenken vor Weihnachten. Der Auftritt war akzeptabel, aber auch nicht super spektakulär.
Die Senseless Crew, die immer noch nicht im Stadion präsent ist,  hat sich am Abend im Binding Eck zum Weihnachtsbeisammensein getroffen. Allerdings mussten sie zuvor eine nicht staatliche Personenkontrolle über sich ergehen lassen.






Union Berlin - FSV Frankfurt 4:0

Die Zugfahrt begann Samstag um 0:oo Uhr, 12 treue Seelen begaben sich auf
die Reise. Besonders zu erwähnen, wir hatten auch einen 13 jährigen
Mitfahrer, der sich die 25 Stunden Tour antat. Von SB 79 waren Mike und Onkel Andi
anwesend, denen auch gleich das Bier schmeckte, könnte daran liegen das sie
gerade aus der Kneipe kamen. Erster Halt war um 2:00 Uhr in Marburg, wo wir
2,5 Stunden Aufenthalt genossen, Nur gut das 20 Meter vom Bahnhof eine 24
Stunden geöffnete Kneipe (Fionas Bar) war. Die Jugend genoß Shooters für
0,50 Euro in größeren Mengen, ich hielt mich an Hefeweizen vom Fass und
einigen Johnnie Walkern. Nach einigen weiteren Umstiegen in
Kassel,Sangershausen und Magdeburg, und einigen Kaltgetränken kamen wir um
12:00 in Berlin an. Kurz nach Anpfiff waren wir dann auch im Stadion, wo
ca. 20 weitere schwarzblaue auf uns warteten. Dazu stießen noch ca. 20
Freunde der Großfamilie Yelen, mit denen wir uns anfangs auch ganz gut
verstanden. Das änderte sich allerdings schlagartig, mit meiner Äußerung:
der spielt ja wie ein Mädchen :D, fortan wollten die mit mir nur noch wenig
zu tun haben. Zum Spiel muß weiter nichts gesagt werden, das Ergebnis
spricht für sich:(. Im Anschluss der Partie diskutierten wir ein wenig zu
lange mit unserem Hr. Schlicke was zur Folge hatten, das wir unseren
Bummelzug verpassten. Nun stellte sich die Frage ob wir bis um Mitternacht
warten, oder aber mit dem Ice für 113 Ocken pro Person fahren. Mike, unser
Falke Marc und ich bevorzugten die Fahrt mit dem ICE. Unsere weiblichen
Fans aus Fulda; Christina und Lorena warteten auf die Bimmelbahn ( hierfür
noch mal meinen Respekt). Im ICE natürlich gleich in den Speisewagen, wo zu
unserem Erstaunen dieselbe Kellnerin Dienst tat, die uns eine Woche schon
von Dresden zurück bedienen durfte. Wär ja nicht so wild gewesen, wäre im
IC von Dresden nicht aus Versehen eine Scheibe kaputt gegangen . Das war
aber jetzt auch nicht mehr zu ändern, die junge Dame zierte sich ein wenig
uns zu bedienen, was uns aber auch egal war. So mußte sich halt ihr Kollege
die Sohlen ablaufen, da wir immer noch großen Durst hatten. In Frankfurt
angekommen trieb es Mike und mich noch ins Gleis 25, wo wir die Fahrt mit
ein paar Bier ausklingen lassen haben. Zu erwähnen wäre noch das unsere
Mitglieder Thomas und Rainer, ganz zufällig plötzlich vor der Kneipe
standen. Bei der nächsten Fahrt werden wir uns eine andere Kneipe suchen,
in der uns die fanclubeigene STASI nicht findet!

Danke an Andi Coulibaly für den Bericht! Fotos folgen.





Dünämö Dresden - Ewwessvau Frankfott 2:2


Spricht wohl für sich....

Auswärts bei Dynamo - bereits im Vorfeld wurden die auswärtsreisenden FSV-Fans von der Dresdner Polizei, sowie vom Fanprojekt gebeten, doch bitte keine sofort sichtbaren Fanartikel des Gästeteams zu tragen, da diese Handlungsweise unter Umständen gewisse Maßnahmen seitens der Dresdner Fangruppierungen forcieren würde. Unseren Zugfahrern von SB79 war dies herzlich egal. Immerhin hatten wir in den letzten 32 Jahren weder den Verlust einer Fahne, noch von anderen Fanartikeln zu beklagen. Bornheim bleibt also stabil.

War dann auch alles halb so schlimm, obwohl diverse gewalttätig anmutende Gestalten unsere Zugreisenden zu einer gewisen Vorsicht veranlassten. Passiert ist dann aber wieder mal nichts weltbewegendes - alle kamen gesund und halbwegs munter wieder im schönen Hessenlande an.








Das beste aus Thüringen:  Die Worscht! (Und natürlich die Frauen)


Die Spieler der 1. Mannschaft spendierten den regelmäßig auswärts anwesenden Fanclubs diesmal den Bus. Sehr schöne Geste. Die Freude bei den Mitreisenden war groß. Dass der Bus nicht ganz voll war, ist wohl der Tatsache geschuldet, dass die Vereinsführung, zur Verwunderung von 90% der Fanszene am Trainer festhielt, ja sich geradezu festbiss, was in den letzten Wochen nur Unverständnisss und Kopfschütteln bei uns Supportern auslöste. Eine schlechtere Bilanz in 2011 kann wohl kein Trainer der ersten drei Ligen aufweisen, das ganze natürlich auch im Kontext teilweise desaströser Auftritte seit Februar(!) des Kalenderjahres.
Mittlerweile wissen wir alle mehr und können sagen: Alles Gute an Herrn Boysen, der bestimmt kein schlechter Trainer ist, aber Mannschaft, Fans und Umfeld nicht mehr zu motivieren wusste.




Immer wieder ein Problem: Die Wolfsangel.

Angekommen am Glücksgasstadion wurden wir Busfahrer von leidlich netten Ordnungskräften empfangen, was wohl in den ehemaligen Ostgebieten keine Selbstverständlichkeit ist, wenn man sich die Erlebnisse der Burghausener in Karl-Marx-Stadt vor Augen hält. (Das Internet berichtete, ansonsten bitte auf der Wacker Burghausen-HP informieren, das war echt ekelhaft, was dort vor sich ging.) Hoffentlich werden sich die Ordnungsdienste UND die zuständige Landespolizei dafür verantworten müssen. Schlimm genug ist der Verdacht, dass etliche sächsischen Behörden auf dem rechtem Auge nach wie vor blind sind.





Proteste gegen das DfB-Urteil im gesamten Stadion....


Im Block waren dann ca. 100 Bernemer Fans, die sich auch dann und wann Gehör verschafften. Halbzeit 1 war wieder mal grottenschlecht, Halbzeit 2 nicht viel besser, aber mit Hilfe der Dynamö-Spieler konnten wir immerhin ein 2:2 ermogeln.

Die Heimfahrt im Bus verlief dann recht entspannt und auch die Zugfahrer kamen müde, besoffen, aber gesund an Leib und Leber, ähhh Leben wieder in Mainhattan an.



...natürlich auch im Stehplatzbereich.







FSV Frankfurt   -   SC Paderborn     2 : 2

Götterdämmerung?

Es war äußerst ungemütlich am Bornheimer Hang. Ein trister Novemberabend mit 6 Grad Lufttemperatur und fiesem Nieselregen. Vor der Südtribüne steht ein Mann und verteilt Flugblätter für die Überdachung der selbigen. Man möge sich an der Befragung zum Bürgerhaushalt auf www.ffm.de beteiligen und für das Bauvorhaben votieren. Der Mehrheit der treuen FSV Anhänger sprach er damit aus vollem Herzen, denn die wurden während der 90 Minuten durchweicht. Die Fahnenstöcke ächzten unter der Last der klatschnassen und somit megaschweren Schwenkfahnen. Ja, ein Dach stand am Freitag auf Platz zwei der Prioritätenliste der FSV-Fans. Favorit war ein Heimsieg, aber leider gab es weder 3 Punkte noch ein schützendes Dach.


Betonwüste ohne Dach....

Ganze 90 Sekunden durften wir vom Geschmack des Sieges kosten, nämlich nach der 2:1 Führung in der 70 Minute. Danach war unsere Abwehr gedanklich wohl schon beim Abpfiff, denn anders sind die Aussetzer beim 2:2 Ausgleich in der 72. Minute nicht zu erklären.
Nicht zu erklären ist außerdem, weshalb eine Mannschaft, die sich im Abstiegskampf befindet nicht zwei Halbzeiten mit Leidenschaft und Einsatz spielen kann. Der erste Hz war mal wieder unterirdisch, die zweite war in Ordnung. Als Belohnung für die engagierte zweite Hälfte darf der Trainer dann doch im Amt bleiben, obwohl SB`79 schon mit Lothar Matthäus verhandelt hatte.


Endlich mal wieder ein TOOOR!

Es wurde unsererseits auf Facebook diskutiert, ob ein Stimmungsboykott als Reaktion auf die schwachen Leistungen der Mannschaft angebracht wäre. Wir sind aber überein gekommen, dass wir als Fans alles geben wollen damit man uns keinen Vorwurf machen kann. Auch wir selbst nicht. Und ähnlich wie in Fürth stand der überschaubare Haufen auf den nassen Stufen der Südtribüne hinter der Truppe. Auch wenn die Rahmenbedingungen durch das Gekicke und das Wetter mehr als beschissen waren, haben wir die Sache das ganze Spiel über durch gezogen.
Deprimierend war auch die Kulisse. Offiziell waren es gerade mal 2.800 Fans – gefühlt weniger. Im Fernsehen hat das dann ausgesehen, als ob Rostock ein Spiel ohne Fans austragen muss. Aber die unsrige Mannschaft hat im Jahre 2011 das Stadion halb leer gespielt und auch der mangelnde Komfort ist ein nicht zu unterschätzender Faktor beim Publikumszuspruch.


Die Pöbelborner

Und der SC Paderborn? Ist ja die Überraschungsmannschaft der 2. Liga. Haben praktisch jetzt schon den Klassenerhalt geschafft und sich im vorderen Drittel der Tabelle eingenistet. Aber ein Publikumsmagnet ist, bei allem Respekt, auch der SC Paderborn nicht. Und obwohl die nun die sportliche Nr. 1 in Ostwestfalen sind, kamen nicht mehr als 100 Leute nach Bornheim. Die Supporterszene war mit 40 Leuten vertreten. Da eh wenig Leute im Volksbank Stadion waren, konnte man die auch öfters mal gut verstehen. Das galt für unseren Support übrigens auch. Aber  das war insgesamt für deren komfortable Situation zu wenig.

Nach den letzten „Großkampftagen“  gegen Düsseldorf und Rostock hatte die Polizei diesmal keinerlei Mühe, die Fanlager zu trennen. So früh haben die wahrscheinlich nach einem Zweitligaspiel noch nie Feierabend machen können. Wir persönlich hatten mit Paderborn auch noch nie Probleme gehabt. Das "Bornheimer Arschlöcher " sollten sie aber demnächst lieber weglassen... Positive Meldung am Rande: Bei der niedrigen Zuschauerzahl gab es nicht einmal Falschparker.








SpVgg. Greuther Fürth   -   FSV Frankfurt   4 : 0


An der mangelnden Unterstützung seitens der FSV-Fans hat es nicht gelegen, dass unsere Mannschaft wieder nicht gewinnen konnte. Nein, der kleine schwarz-blaue Mob im Block 5 hat in der ersten Halbzeit  sogar einen richtig guten Support geliefert. Alles gegeben. Ungefähr 60 Leute haben von der ersten bis zur 45. Minute mehr Stimmung gemacht, als in den ganzen Auswärtsspielen zuvor. Wir wollten demonstrieren, dass wir hinter der Mannschaft stehen und nicht pessimistisch das Spiel abwarten.

Genutzt hat es eher wenig. Weil unsere elf Pappnasen auf dem Platz einfach nicht mit der notwendigen Einstellung ihrem Beruf nachgehen. Dass die Leistung des FSV in der ersten Halbzeit besser bewertet wird, als die in der zweiten, liegt einfach daran dass die Gastgeber die Sache zu locker angingen. So erzielten die auch mit ihrer ersten nennenswerten Chance in der 41. Minute das 1:0. Nachdem 2:0 in der 48. Minute war das Spiel gelaufen und der Aufstiegsaspirant kam auf höhere Umdrehungszahlen.


Fürther Fanblock

SB´79 hat sich für diese Auswärtsfahrt in 3 Gruppen aufgeteilt, war somit überall präsent. Bei den Zugfahrern, die mit einer halbstündigen Verspätung in Frankfurt losfuhren, da einige FSV`ler die Abfahrt verzögerten, um auf einen Nachkömmling zu warten. Dann wollte auf einmal der Lokführer nicht mehr, so dass es erst nach einigen Diskussionen losging. Mit dem Last Minute Sportsfreund von den Pugnatores waren es etwa 40 Frauen und Männer. Wie gewohnt unter der fast schon mütterlichen Obhut unserer  SKB (Szenekundige Beamte, Anm. d. Red.)
In Fürth ging es dann via Gelenkbus ans Stadion. Dort kam es zu einem kurzen nonverbalen Kontakt mit Fürthern, aber  halb so wild. Kurze Boxeinlage! Bis auf die  Stadionverbotler sind dann alle in die Trolli Arena. Die SV-Fraktion verfolgte das grausame Spiel in einer Kneipe und stieß nach dem Schlusspfiff wieder zum Mob.

Fünf von uns nahmen den Vereinsbus, der erschreckend schwach ausgelastet war. Auf jeden Fall hatten wir ordentlich Platz. Zu unserem Entsetzen stellten wir fest, dass der DVD-Spieler kaputt war. Wir wollten uns mal gepflegt die neue Freiwild Live DVD anschauen. Ging nicht. Naja, in der Box für 29,99 Euro gibt es neben Büchern und 2 DVD auch eine CD. Also, so unsere Denkweise, hören wir uns wenigstens die an. Aber weit gefehlt, der CD-Spieler nahm sich ebenfalls seine Auszeit. So blieb uns nur die Housemusik vom  iPad unserer 2 Jüngsten und ein wenig Metal vom Handy. War schon mal ein schlechtes Omen für diesen Sonntag.

Und der obligatorische SB`79 Pkw mit unseren Schwergewichten rollte auch wieder über die Autobahn. Insgesamt waren über 100 Frankfurter unter den 7.030 Zuschauern in diesem merkwürdigen Stadion. Für unsere momentane Situation eigentlich ganz passabel.
In Fürth durfte die Senseless Crew mal wieder ihre Fahne aufhängen und Symbole zeigen, die Spielvereinigung hatte nichts dagegen. Seitens der Fürther Ultras gab es vor 14 Tagen eine Solidaritätsbekundung.
Die Fürther Szene ist recht überschaubar. Im Konzert der Aufstiegskandidaten haben sie das kleinste Orchester. Ca. 150 Aktive auf der Nordtribüne, die durch das Dach begünstigt das frühere Playmobil Stadion beschallen. Aber ohne Gänsehautfeeling. Stark war die Stimmung dann beim Wechselgesang mit der Gegentribüne in der zweiten Halbzeit.  
Bereits 1 Stunde vor Spielbeginn waren 70 Ultras im Block und haben sich mal warmgesungen. Kurze Zeit später sind sie auch wieder von der Bildfläche verschwunden. Vielleicht war ihnen zu kalt und sie wollten mit unseren Zugfahrern etwas Nachlauf spielen…
Zwei Spruchbandaktionen haben wir gezählt. Eine gegen die Sperrstunde und für eine lebendige Altstadt. Kommunalpolitik also. Die zweite ein Gruß an ihre von Stadionverbot betroffenen Mitstreiter. Typisches Ultrathema.
Auch wenn Fürth eine gute Mannschaft und einen kompetenten Trainer hat, die Fanszene und das Stadion sind in der zweiten Liga leider nur Mittelmaß. Der Schreihals am Mikrofon, genannt Stadionsprecher, war für alle die nicht fränkisch sprechen eine glatte Zumutung. Der ging uns komplett auf die Nüsse und war noch schlimmer zu ertragen als das Tucher Leichtbier, das im Gästebereich ausgeschenkt wurde. Wer soll denn bitte so eine Brühe trinken???


Grimmige Bornheimer

Aber wieder zurück zum leidgeplagten Bornheimer Anhang. Ab der  73. Minute, also kurz nach dem 4:0 für die Kleeblätter, hatten wir wirklich die Schnauze voll. Das verkündeten wir mehr als lautstark, hingen alle Zaunfahnen ab und verließen den Block. Alle Supporter und viele FSV-Fans schlossen sich dieser Bewegung an und dies Zeichen – der fast menschenleere Gästeblock - wurde vernommen. Tags darauf fand es sogar in der Lokalpresse Erwähnung und auch der Geschäftsführung des Vereins dürfte klar geworden sein, dass die Geduld der Treuesten nicht unendlich groß ist.
Welch ein Zufall, dass es wieder gegen die SpVgg. Greuther Fürth ging, als wir unseren Block verlassen haben. Das hatten wir nämlich in der vorletzten Saison beim 3. Rückrundenspiel schon einmal. Damals räumten wir beim 0:5 die Südtribüne und protestierten 45 Minuten lang friedlich auf der Freitreppe. Das darauffolgende Spiel in Paderborn gewannen wir dann überraschend und alles wurde gut. Und unser nächster Gegner in dieser Saison? Richtig: Paderborn! Mal sehen, ob das zweimal funktioniert. Seinerzeit hatte noch Bernd Reisig nach einer kurzen Auszeit auf Mallorca die Mannschaft nach allen Regeln der Kunst zusammen gefaltet. Wer das diesmal machen soll, ist uns allerdings ein Rätsel.

Durch unsere Aktion geriet auch die Polizei in hektische Betriebsamkeit und zog schon mal auf. Die dachten wohl, jetzt gibt es die komplette Bornheimer Randale. BFE und SKB, alle waren sie dann da. Aber wir wollten uns lediglich das Scheiß Gekicke ersparen.


Haben wir FSV'ler nicht alle einen Knall?



Danke an West Ham Wally für die Fotos!









FSV Frankfurt  -  FC Hansa Rostock   0 : 0


Unsere Mannschaft war 4 Tage im Trainingslager. Laut Sportlicher Leitung wurden dort vor allem Standartsituationen geübt. Da fragt man sich allerdings schon einmal, warum dann bei 14 Ecken nicht mal was Zählbares rüberkommt. Oder haben die vielleicht nur trainiert, wie man die Eckbälle herausholt und nicht wie sie verwertet werden. Eines aber bleibt bestehen, immer noch kein Heimsieg seit April und wenn wir nicht mal Mannschaften wie Rostock schlagen, gegen wen willst Du denn eigentlich gewinnen? Die 5.700 Zuschauer, egal zu welchem Verein sie hielten, waren enttäuscht. Das Remis hilft keinem weiter.

  

Großeinsatz für die Polizei. Rostock kommt! Nach 2 Spielen Sperre wegen Auswärtsrandale durften die Hansafans wieder auswärts fahren und die Cops waren gut vorbereitet. Sogar ein Hubschrauber kreiste über dem Stadion. Etwa 1.800 Rostocker waren an den Bornheimer Hang gekommen. 200 fuhren im Zug, doch die Masse kam mit PKW und 9er Bussen, was das ganze für die Polizei schwer kontrollierbar macht. So konnten die Hansa Fans schon bei ihrem Eintracht Gastspiel relativ unbemerkt ans Stadion kommen. Vor den Toren der Stadt (Zeppelinheim) getroffen und mit der S-Bahn aus einer ganz anderen Richtung ans Stadion gefahren.



Auch diesmal waren sie schon vor dem Spiel in Bornheim auf der Berger Str. unterwegs und als wäre es selbstverständlich  gab es Ärger. Das scheint bei Rostock einfach Programm und die unterscheiden auch nicht nach Normalo oder Hool/Ultra. Da bekommt auch schon mal ein Familienvater den Schal geklaut oder eins vor die Mütze.
Im Stadion selbst war weitestgehend Ruhe. Es gab  keinerlei Pyro, denn anscheinend wollen die die nächsten Spiele doch wieder auswärts fahren dürfen. Die halbe Nordtribüne war pickepackevoll mit Gästefans und der Zaun samt Fluchttoren und Werbebanden komplett zugehängt.
Der Support sucht in Deutschland seinesgleichen. Das  ist das Beste, was am Hang gastierte. Beim Düsseldorf Spiel war es die Masse, die so imposant war. Da waren 4.000 Fortunen bei uns. Aber Hansa besticht nicht durch Quantität, sondern durch Qualität. Das heißt, von den 1.800 Leuten im Block haben 1.600 die ganze Zeit supportet. Die haben fast die kompletten 90 Minuten durchgemacht und diese waren spielerisch wirklich nicht berauschend.
Fazit für Fußballfans: Wenn das asoziale Verhalten vor und im Stadion nicht wäre, dann ist die Rostocker Szene eine der besten in Deutschland.
Fazit für Erlebnisoriente Sportfreunde: Auch hier ist Hansa ganz weit vorne. Ein großes Potential gut trainierter  Leute. Müssen sich in Deutschland vor niemanden verstecken, sollten aber Unbeteiligte in Frieden lassen.



Von solchen Bedingungen ist unsere kleine Szene Lichtjahre entfernt. Der Fanblock wird momentan, so hat man den Eindruck, eher kleiner als größer. Die Zahl derer, die mitmachen schrumpft ebenfalls. Was dabei rauskommt, kann man sich ausmalen. In der ersten Halbzeit war es noch so lala, danach eher mau. Mit den 2 Jungs auf dem Zaun wollte sicherlich niemand tauschen.
Nun ja, für Gewaltausbrüche ist die FSV-Fanszene nicht unbedingt bekannt. Einige derer, die manchmal gerne gewalttätig wären, haben sich wieder an den U-Bahn Gleisen getroffen und das Spiel vor dem Stadion verfolgt. Diesmal allerdings komplett ohne Fahnen, nachdem sie in den 2 Spielen zuvor noch ihre Banner aufgehängt haben.
Nach dem Spiel wollte die 20 Mann starke Gruppe vor oder auf die Haupttribüne und wurde von den Ordnern abgewiesen. An der Südtribüne dasselbe Spiel: Kein Einlass mehr nach Spielende!
Dann noch etwas Gepose, die Polizei kam noch hinzu und alles löste sich wieder in Luft auf.












FSV Frankfurt   -   Fortuna Düsseldorf   2 : 5



Alle waren sich einig. Das war die beste erste Halbzeit des FSV seit langem. Mit einer 2:1 Führung der Bornheimer ging es in die Kabinen. Hinter uns lagen begeisternde 45 Minuten mit großem Kampf, viel Laufbereitschaft und 2 Toren für den FSV.
Wie so oft dauerte die Herrlichkeit allerdings nur eine Halbzeit und so verloren wir halt mal wieder. Sehr deutlich noch dazu.



7.719 Zuschauer bevölkerten den Bornheimer Hang, davon 4.000 Düsseldorfer. Es ist schon länger her, dass ein Gastverein die gesamte Nordtribüne und die angrenzenden Sitzblöcke in Anspruch genommen hat. Also die gesamte Seckbacher Kurve war in rot-weiß getaucht. Hat schon gnadenlos genial ausgesehen und sich noch besser angehört, als die ihr Team unterstützt haben. Fahnentechnisch hinkt das noch ein wenig hinterher, aber die Masse war schon beeindruckend.
Wegen des Unfalltodes der Schwester eines Fortuna Spielers in der Nacht zuvor auf der A5 hielten die Düsseldorfer Fans eine Schalparade ab.  You`ll never walk alone. Die Mannschaft und der Anhang waren natürlich geschockt, aber haben das Ereignis erstaunlich gut weg gesteckt.


1:0! Da war noch alles gut....

Vereinzelt wurden wir schon gefragt, ob es uns denn nichts ausmachen würde, wenn wir bei fast jedem Heimspiel in der Minderheit wären. Nö, das sind wir gewohnt. Und so eine Atmosphäre ist uns auch allemal lieber, als wenn sich 60 Ingolstädter im Gästeblock verlieren.
Zudem bringen die Gäste auch noch ein wenig Asche in die Kasse. Wir müssen ja schon mal für eine Abfindung sparen...?



Die Südtribüne war nicht besonders gut besucht, was allerdings nichts mit dem angekündigten Stimmungsboykott der Senseless Crew zu tun hatte. Die wollten 45 Minuten lang gegen Maßnahmen ihrer Gruppe betreffend protestieren und haben aufgerufen dem Block fern zu bleiben und sich an ihrem Treffpunkt Kleingartenverein/U-Bahn Gleise zu treffen. Nun, da blieben sie überwiegend unter sich. Nur ein Spruchband im Stadion gegen SV und GV (nicht zu verwechseln mit Geschlechtsverkehr) wurde hoch gehalten. Später hing das an der Außenseite der Südtribüne und das war der Anlass zu einem kurzen Disput mit dem Ordnungspersonal.

     

Wir konnten uns mit unserer kleinen Schar aber schon einige mal Gehör verschaffen. Diesmal waren ein Megafonmann und ein Trommler auf dem Zaun. Wenn der Block voller gewesen wäre, hätte diese Maßnahme bestimmt noch mehr Wirkung gezeigt.  Und wenn unsere Mannschaft mal zwei gute Halbzeiten zeigen sollte, dann hält auch die Stimmung ein ganzes Spiel. So war auch bei uns Halbzeit eins befriedigend.

Nach dem Schlusspfiff war der Frust fast greifbar. Die Enttäuschung fraß sich in die Gesichter der FSV-Fans. Wenige beschimpften die Spieler, teilweise auch recht derb. Die meisten schlichen wie geprügelte Hunde aus dem Stadion. 3 Spiele in 8 Tagen, 3 Niederlagen .
Das Arschloch des Tages war eindeutig der Düsseldorfer Spieler Sascha Rösler, der nach seinem Elfmetertreffer zum 2:2 Ausgleich dermaßen vor der Südtribüne provoziert hat, dass er sich nicht hätte wundern dürfen, wenn im irgendetwas an den Kopf geflogen wäre. So etwas geht überhaupt nicht und wenn der dann getroffen würde, hieße es wieder: Die bösen Fans! Vollidiot.

Die Fortunen hatten natürlich gut feiern und noch reichlich Zeit, um zum Entlastungszug über die Ostparkstraße an den Ostbahnhof zu kommen. Das verlief alles ohne nennenswerte Zwischenfälle.







2. DFB-Pokal Hauptrunde
VfB Stuttgart - FSV Frankfurt 3 : 0


Neckarstadion Stuttgart, ca. 18000 Besucher, 200 Gästefans

Zum traditionellen Pokal Aus in der 2. Runde haben wir mal wieder einen eigenen Bus laufen lassen und der war auch fast voll. Wir haben vor der Abfahrt unsere Fahrgäste erst einmal mit unserem Kult- und Stammessen aus den späten 80er Jahren verwöhnt. Nudeln mit Tomatensoße aus der Tüte, ohne Fleisch – wäre damals zu teuer gewesen. Im Ernst, den Fraß haben wir uns früher wegen knappen Kassen fast jedes Wochenende rein gedrückt. Und für einen kurzen Augenblick war die alte Zeit wieder allgegenwärtig. Und das Zeug schmeckt immer noch so wie früher!!!



In Stuttgart lassen sie niemanden in das neue Stadion, der einen höheren Promillewert als 1,4 im Blut hat. Den hatte unser Freund K. bereits, als er in den Bus stieg. Dort hat er sich noch unzählige Flachmänner und Biere rein gezimmert und schaffte es doch tatsächlich durch die Einlasskontrollen. Denn die Nord-West Städter Kampfkugel kann schon eine Menge wegstecken. Das scheint in diesem Stadtteil wohl so üblich zu sein. Auf der Rückfahrt musste er seinem gewaltigen  Durst allerdings etwas Tribut zollen, bestreute sich mit Popcorn(beim Versuch dies zu essen) und schlief ein.



Ansonsten durchweg gute Laune im Bus. Ist aber kein Wunder nach unserem kulinarischen Verwöhnprogramm. Und das war im Fahrpreis inbegriffen. Eine Stunde vor Spielbeginn erreichten wir dann die Mercedes-Benz Arena, die mit dem Frankfurter Waldstadion in punkto Schönheit allerdings nicht mithalten kann.
Beim Verlassen des Busses passierte einem jüngeren Mitreisenden beim Aussteigen ein kleines Missgeschick, denn er knickte auf der Treppe um und stürzte aus dem Bus. Sein Huf schwoll sofort an, also ab ins Krankenhaus. Da er ohnehin SV hat, versäumte er zumindest schon mal das Spiel nicht.

Im Stadion stellten sich die Ordner wegen den Zaunfahnen an. In dem Moment hätten wir ihnen das Pokallos VfB  - Dresden gewünscht. Dann hätten sie Spaß gehabt, wenn sie den Dynamos  erklären wollen, dass die ihre Fahnen nicht aufhängen dürfen. Hat sich dann nach ermüdender Diskussion  alles geklärt und die Fanbetreuung durfte die Banner aufhängen.



Leider nur etwa 18.000 Zuschauer in dem riesigen Klotz, das sieht dann eher blöd aus. Hat ein wenig an unsere Saison im Waldstadion erinnert. Wir waren insgesamt mit einem knapp 200 Mann Mob  ins Schwabenland eingefallen. Auch das hätte wesentlich mehr sein dürfen. An der Lukrativität der Fahrt kann es ja nicht gelegen haben. Also wir haben gesungen und gesungen, ob man uns gehört hat oder nicht. Wir haben nach dem 0:1 nach 3 Minuten nicht aufgehört und nach dem 0:2 und 0:3 auch nicht. Allerdings ist es uns aufgefallen, dass gerade bei Auswärtsspielen viele, wenn nicht gar die meisten nie mitsingen sondern als stiller Beobachter das Spiel verfolgen. Da sind viele Fans zum Konsumenten mutiert und das macht es uns in der Gesamtheit nicht einfacher, wenn nur ein kleiner Teil im Block supportet. Aber das ist leider der Trend bei uns…



Die Cannstatter Kurve war schon recht voll und sehr laut. Obwohl das Spiel für die Stuttgarter ja nicht unbedingt das Spiel des Jahres war, gaben die Schwaben die ganze Zeit Gas. Durchgängig und abwechslungsreich. Und die Fahne von „Neckar-Fils“ im Oberrang der Kurve versetzte die Älteren ein zweites mal an diesem Tag zurück in die 80er, denn aus dieser Zeit ist die Truppe ähnlich wie die Adler-Front noch bekannt.
Es gab Krombacher Pils und Krombacher Weizen (!) vom Fass, dazu die landestypischen „Roten“ (Bratwürste) zu den marktüblichen Preisen. Hat auch alles ganz gut geschmeckt, aber wir haben durch die Nudeln die Messlatte auch sehr hoch gelegt. Dadurch sind die Ansprüche deutlich gestiegen.

Nachdem wir uns unsere Packung abgeholt haben, dackelten wir zum Bus und mussten uns ja noch um den Patienten mit dem dicken Fuß kümmern. Der hatte kein Geld fürs Taxi, so dass wir ihn mit dem Bus im Olga Hospital abholen mussten. Dann ging es mit einer Stunde Verspätung  auf die Autobahn Richtung Frankfurt. Als der letzte dann seinen Traum von der Pokalsensation ausgeträumt hatte, wurde die Stimmung im Bus wieder so wie wir das von unseren Bussen kennen. Und dazu lief – welch Überraschung – eine coole Onkelz DVD.

Analyse: Es war trotz ausbleibendem Erreichen der nächsten Pokalrunde eine fette Fahrt mit allen relevanten Gruppen in einem Bus, der das ganze unbeschadet überstand.










FC St. Pauli   -   FSV Frankfurt   2 : 1


So eine Hamburg Fahrt ist doch immer wieder etwas Besonderes. Diesmal hat sich SB`79 in drei Gruppen aufgeteilt. Die erste Gruppe fuhr am Samstagvormittag mit PKW an die Elbe und machte nachdem das Hotel endlich erreicht wurde (Stau im Elbtunnel) nachts die Reeperbahntour. Daher die dunklen Sonnenbrillen am nächsten Tag.
Die zweite Division reiste ebenfalls am Samstagmorgen gen Norden, allerdings mit dem Zug. Diese Gruppe hatte abends das Spiel HSV – Wolfsburg auf dem Zettel. Wir sind jetzt keine Groundhopper geworden, es bot sich halt einfach an.



Von der Stimmung in diesem schmucken WM-Tempel waren wir allerdings doch sehr enttäuscht. Klar, von Wolfsburg hatten wir nix erwartet. Die waren insgesamt mit vielleicht 800 Leuten da, davon etwa 150 Supporter. Da passiert bei über 54.000 Zuschauern halt nicht viel. Außer ein paar Bengalos und grünem Rauch nach der Pause. Und dadurch wird sich die kleine Schar der grün-weißen Supporter in Zukunft dezimieren, denn der polizeiliche Zugriff ließ nach dem Spiel nicht lange auf sich warten.
Nein, was da von Hamburger Seite kam war nicht berauschend.  Der aktive Block im Oberrang gab ja noch ein wenig Gas, aber die Stehränge hinter dem Tor waren ja fast komplett am pennen. Das Rahmenprogramm war scheiße, aber das Holsten konnte man trinken. Die Stimmung war  insgesamt für ein Nordderby sehr entspannt.



Die dritte Gruppe setzte sich am Sonntag in aller Frühe in den Zug. Darunter auch ein Senseless Crew Mitglied, ein paar Falken (der Fan-Club hat in letzter Zeit arg Federn gelassen) und einigen  Pugnatores. Unser Freund Andi. F. hatte schon die ganze Nacht durchgetankt, auf der Zugfahrt mächtig Durst gehabt und sah im Stadion nun gar nicht gut aus.
Auf dem Fischmarkt, der ja mittlerweile eher ein Flohmarkt mit Fischbrötchenverkauf  geworden ist, trafen sich dann einige Bornheimer Reisende per Zufall.
Der Deutschen Bahn und BILD Zeitung war es zu verdanken, dass man für 44 Euro im ICE nach HH und zurück fahren konnte. Daher war die Zugfahrerquote überdurchschnittlich hoch und der Vereinsbus musste leider mangels Nachfrage abgesagt werden.

Das Stadion war mit fast 25.000 Besuchern ausverkauft. Man sieht, der FSV zieht auch in der Fremde ? Lag auch daran, dass der Gästebereich in den freien Verkauf ging und wir einen Sitzplatzblock auf der Südtribüne bekamen. Da waren ganz ordentlich 44 Euro Ticktetfahrer. Also das waren gut und gerne 120 FSV`ler. Allerdings nur ca. 15 Supporter. Fantechnisch sind wir das Wolfsburg der 2. Liga. Nach 3 Minuten lagen wir schon 0:1 zurück, da saßen viele der Neukunden der Deutschen Bahn AG wie in Stein gemeißelt in ihren Schalensitzen und verharrten so auch fast das ganze Spiel. Support war wirklich nur phasenweise möglich. Wenn dann alle mal den Arsch hoch bekommen haben (das kam durchaus mal vor), hat man uns auch im Stadion vernommen. Natürlich hat man am Millerntor mit einer kleinen Gruppe nicht den Hauch einer Chance, aber es kamen nach dem Spiel doch einige Pauli Fans zu uns und sagten, dass sie es bemerkenswert fanden, wie wir uns so als kleiner Stadtteilverein mit wenig Leuten darstellen. Ein nettes Kompliment.



Über die Stimmung auf St. Pauli gibt es eigentlich nicht viel zu schreiben, die ist teilweise überragend und spektakulär.  Nicht zu vergleichen mit der eher unterkühlten Atmosphäre beim HSV. Wenn das ganze Stadion St. Pauli schmettert oder die verschiedenen Tribünen im Wechsel singen, ist das ganz großes Kino. Abzüge gibt es da nur für den teilweise ermüdenden Dauergesang der USP. Aber das kennen wir von vielen Ultragruppen. Die Choreo der Ultras St. Pauli stieß auch nicht auf ungeteilte Gegenliebe. Ein großes Spruchband für „Selbstbestimmtes Leben überall“, ergänzt durch Spruchbänder zum Demoaufruf etc. Das mag am Kiez nicht ungewöhnlich sein, hat aber mit Fußball und seiner Fankultur nicht das Geringste zu tun.



Die Südtribüne mit den braun-weißen Luftballons und großen 1 – 9 – 0 – 4 Doppelhaltern erzeugte hingegen ein sehr erdiges Fußballfeeling. Dann geht’s los mit Hells Bells und in unserem Block gab es kein Halten mehr. Alle 15 Sangeswilligen legten los und die zwei Schwenkfahnen wehten in der steifen Brise.
Der halbe Liter Astra Pils kostet am Millerntor 3,50 Euro und das Angebot an Speisen war mit Wurst, Fisch, Pizza, Crepes usw. reichhaltig. Die mobilen Bierzapfer auf den Rängen ließen niemanden verdursten, denn man sollte es kaum für möglich halten, unser lieber Andi F. hatte immer noch Durst. Wenn gleich das Sprechen mehr und mehr zur Herkulesaufgabe wurde.

Zum Spiel. Ach ja, da war ja auch noch das Spiel. Großchance zum 1:0 in der 2. Minute gehabt. Eine 100%ige! Im Gegenzug das 0:1 kassiert. Durch ein Eigentor. Wenn man jetzt noch von den vier Pfostentreffern schreibt, könnte man direkt meinen, wir hätten superunglücklich verloren. So war es dann doch nicht. Der Sieg für Pauli geht unterm Strich vollkommen in Ordnung, auch wenn durch eine Leistungssteigerung in der 2. Halbzeit ein Remis möglich gewesen wäre. Wir sind jetzt dick drinnen im Abstiegskampf.

Am Bahnhof blieb dann noch Zeit für ein paar Hefeweizen, Astras und Kaffee, ehe die SB`79 Kampfgruppe „Eisenbahn“ den überfüllten ICE um 17.24 Uhr nach Frankfurt bestieg. In diesem saß der frischgebackene Deutsche Meister der U18 Damen im Feldhockey vom Mannheimer HC, die ihren Titel mit Mike D. im Bordbistro (früher sagte man Speisewagen) begossen.
Wie es Andi F. erging, entzieht sich unserer Kenntnis. Er hatte einen späteren Zug gebucht, soll aber nach Angaben seiner Familie Montags wieder zu Hause gewesen sein.


Andi F. im Kreise seiner Lieben









FSV Frankfurt   -   FC Energie Cottbus   0 : 1


Es gibt ja reichlich FSV-Fans, die nie auswärts fahren sondern sich nur die Heimspiele anschauen. Die wurden am Sonntag mal wieder vor die Frage gestellt, wie konnte diese Mannschaft bis dato zweimal auswärts gewinnen?!? So harmlos, so ideenlos, dass es wieder nicht zum ersten Heimsieg der Saison reichte. Und zum achthundertsten mal in dieser Spielzeit kurz vor Kassenschluss den spielentscheidenden Gegentreffer kassiert. Und obwohl es kaum Missfallenskundgebungen gab, war das Publikum doch arg enttäuscht.

Es hätte doch so schön werden können. Das Wochenende begann mit einem fulminanten 4:3 unserer U23 in Alzenau und  mittlerweile liegen wir sogar mit unserer 2. Mannschaft vor Hessen Kassel in der Regionalliga. Dann hatte unser Mitglied Marco H. sein neues  iPhone 4S bekommen und das war für ihn wie Geburtstag und Weihnachten an einem Tag. Feiert der übrigens jedes Jahr. Hat jetzt so direkt nix mit dem Spiel zu tun, ist aber  eine nette Geschichte aus dem Club…

Auch der Verein hatte seine Hausaufgaben gemacht und einen Familientag organisiert, um das Stadion einigermaßen voll zu bekommen. Mit Hüpfburg, Kinderzelt, Tischkickern,  reichlich Spielen und natürlich mit dem mittlerweile bekanntesten Erdmann von Frankfurt. Und strahlender Sonnenschein ließ das Thermometer auf angenehme Temperaturen klettern.
Also alles war angerichtet. Aber  wenn das bei uns so ist, dass alles vorbereitet ist, versagt unsere Mannschaft in schöner Regelmäßigkeit. Da hilft auch kein lamentieren, dass wir so viele Verletzte haben, eine so biedere und angeschlagene Mannschaft wie Cottbus musst du aus dem Stadion bolzen.

Durch den besagten Familientag war die Haupttribüne gut besetzt und insgesamt kamen über 4.200 Zuschauer, die vor dem Spiel mittlerweile von Houseklängen berieselt werden.
Die Lausitz war mit etwa 400 Leuten vertreten und die forderten ihre Mannschaft zum Anpfiff per Spruchbänder zum kämpfen und gewinnen auf, da sie wieder feiern wollen. Einfache Botschaft – hat auch gewirkt. Als 2 Minuten vor Spielende kein Cottbusser mehr am Auswärtserfolg zweifelte, wurde ein 10 Meter Banner „Auswärtssieg“ entrollt. So etwas ähnliches hatten wir auch mal dabei. Nicht ganz so groß und aufwendig, aber immerhin 2 Papptafeln mit demselben Slogan und die haben in Oberhausen tatsächlich geholfen. Hat aber nur einmal funktioniert, denn nach der darauf folgenden Auswärtspleite in Augsburg haben wir die Dinger fortgeschmissen. Anno 2009.

Wir hätten bei unserem Support vielleicht die Blöcke A und B der Haupttribüne etwas mehr mit einbinden müssen. Denn da saßen die sangeswilligen Kids. Ansonsten war es eher durchwachsen auf der Südtribüne. Immerhin haben die Pugnatores neue Schwenkfahnen angefertigt, so dass der Block wenigstens fürs Auge etwas her macht.
Rund um das Stadion wurden keine Vorfälle gemeldet und um 17 Uhr war bei der Hüpfburg, wie kurz vorher beim Spiel des FSV, die Luft raus.

Leider hat der Webmaster vergessen den Kameraakku aufzuladen, deswegen diesmal nur ein Bild. Sorry hierfür.
Sollte noch jemand schöne Fotos gemacht haben und sie uns zur Verfügung stellen möchte, bitte eine e-mail an schwarzblau@arcor.de







Alemannia Aachen - FSV Frankfurt 1 : 3
Tivoli, 16.000 Zuschauer
Nachdem für uns in den letzten 3 Jahren am Tivoli absolut nichts zu holen war, entschlossen sich lediglich handgezählte 39 FSV-Fans an einem Freitag Abend in die alte Kaiserstadt zu fahren, um dem Trend zu trotzen. In unserem Aufstiegsjahr waren es immerhin 180 Bornheimer, die den FSV, allerdings an einem Sonntag, in Aachen unterstützten. Sehr schade, denn die Leistung unserer Mannschaft, hätte durchaus mehr Aufmerksamkeit verdient gehabt. Aber selbst zum wichtigen Pokalspiel in Stuttgart ist unser Bus bisher noch nicht ausgebucht. Das muss besser werden, Leute!!!
Nach einer sehr durchwachsenen ersten Hälfte, in der der Tabellenletzte aus dem Dreiländereck glücklich in Führung ging, konnte man über die Angriffsbemühungen auf unserer rechten Angriffsseite oft nur den Kopf schütteln. Benaymina gelang so gut wie nichts und Chrisantus stakste an der Außenlinie rum, wie der sprichwörtliche Storch im Salat.
Nach der Halbzeitstärkung, die aus viel Bitburger und essbarer Currywurst bestand, glaubte man zunächst seinen Augen nicht zu trauen, als unser Macauley gefährlich Richtung Tor zog und dann auch noch den Ausgleich markierte. Fortan ging bei Aachen gar nichts mehr und unsere Jungs dominierten nach Belieben. Dem neuen Trainer Funkel steht noch eine ganz schwere Saison bevor, darauf kann man sich wohl jetzt schon festlegen.
Als Chrisantus seinen Hattrick komplettierte war die Freude bei den Spielern, sowie im Auswärtsblock riesig - endlich hatten wir unseren Angstgegner, noch dazu im eigenen Hause besiegt.
Und wieder ein neues Mitglied im Club der Tätowierten!

Die Aachener Fans waren hingegen richtig angepisst und deren Team musste sich einige böse Worte von den Rängen gefallen lasssen.
Alles in allem ein tolles Wochenende, wir hatten bis Sonntag ein Hotel, und eine Glanzleistung unserer Bernemer Buben. Die Aachener Altstadt und der Dom sind übrigens mehr als sehenswert und die Einheimischen waren trotz der Leistung ihrer Mannschaft überwiegend freundlich. Aachen? Gerne wieder!

     
Fröhliche Hessen überall!






FSV Frankfurt   -   Eintracht Braunschweig   1 : 1

Hätte der Stadionsprecher nicht darauf hingewiesen, dass es das erste Pflichtspiel beider Vereine gegeneinander ist, wäre es den wenigsten Zuschauern bewusst gewesen. Dann aber ratterte die Denkmaschinerie. Nein, wir haben auch in früher Jägermeisterzeit nie gegen die Niedersachsen gespielt.

        
Die Skeptiker......                                                                                                                                                           ...und die Optimisten

Also zum Debüt kamen immerhin 4.605 Zuschauer, deutlich über unserem Schnitt. Mehr als 800 Fans begleiteten die Eintracht an den Bornheimer Hang und machten deutlich, welches Potential dieser Verein hat. Der Zaun im Gästebereich sah richtig gut aus, Mitte der 2. Halbzeit kam dann noch eine Freundschaftsfahne von BTSV und Magdeburg hinzu.
Auch der Block E auf der Haupttribüne, also der Sitzplatzbereich für die Gäste war außerordentlich gut gefüllt. Auf Pyro und ähnliches Spektakel haben die Blau-Gelben verzichtet.



Die mitgereisten Braunschweiger konnten sich an einem sehr guten Spiel ihrer Mannschaft erfreuen, nur das Tore schießen haben sie vergessen. Ballsicher, laufbereit und eine gute Spielanlage. Obwohl wir erst kurz vor dem Schlusspfiff den Ausgleich kassierten, war der Punkt für uns schmeichelhaft.
Das Eckenverhältnis von 2:8 für die Gäste drückt da schon mehr aus, als das Ergebnis.

     

Endlich war die neue „Südtribüne Bornheim“ Fahne fertig, die von nun an das Fußballsportverein Banner ablöst. Danke an die Pugnatores für die Arbeit. Zu Beginn des Spieles dachten wir schon, das mit der Stimmung, wird ähnlich wie das Spiel unserer Mannschaft. Aber es sollte anders kommen. So kletterte Henry dann nach 13 Minuten und 12 Sekunden doch noch auf den Zaun und heraus kam kein überschwenglicher, aber ein brauchbarer Support. Dafür, dass sich unser Block seit dem Aue Heimspiel dezimiert hat, war das doch mehr als in Ordnung. Und wie wäre es erst geworden, wenn unser Team gut gespielt hätte.


Dichtgedrängter Fussballsachverstand

Ein paar Leute von der Senseless Crew haben sich nach dem Spiel der U23 gegen Bayern München neue Stadionverbote/Hausverbote eingefangen. Ferner hat der Verein ihnen untersagt Fahnen und ähnliches ihrer Gruppe im Stadion zu präsentieren. Daher hat sich die gesamte Gruppe  vor dem Stadion positioniert und dem angrenzenden Kleingartenverein einen schönen Support geliefert.

Senseless Crew und Verein sollten sich dringend noch einmal zusammensetzen.


Auch wir lehnen Kollektivbestrafungen ab.












TSV 1860 München - FSV Frankfurt 4:0

Selten haben die gaaanz, gaaanz wenigen Getreuen des FSV einen so verkackten Sonntag erlebt.Und wir sind ja schon einiges gewohnt.  Das Spiel der Mannschaft war einfach nur unsagbar harmlos, mies, 0:4. Jedes weitere Wort darüber wäre ein Wort zu viel.

Die Fahnengewalt von SB`79 lag diesmal bei Familie F. aus dem Vorzeigestadtteil Nord-West-Stadt. Daher hingen die Banner wohl auch direkt neben der Regenbogenfahne, gell Andi ?! Auf jeden Fall war für den besagten Herrn die Fahrt kurz nach Fahrtbeginn schon fast gelaufen, denn der Busfahrer des halbvollen Vereinsbusses wollte partout die Toilette nicht aufschließen. Und da unser Sportsfreund auf solchen Fahrten gerne mal mehr als 2-3 Flaschen Bier zu sich nimmt, war nicht nur er mit dieser Regelung so gar nicht einverstanden. Ist auch ein Unding. Nach einigen Protesten schloss der Busfahrer – im Hauptberuf wohl Arschloch – die Hütte auf.

Aber um sie auf dem Heimweg gleich wieder abzusperren. Dann Austreten nur gegen Schlüssel. Unglaublich! Neben dem Busfahrer machten uns dann noch 2 ältere Fahrgäste das Leben schwer, die sich allen Ernstes wegen der Singerei aufregten. Sachen gibt es!
Die Allianzarena war mit rund 20.000 Besuchern diesmal recht gut gefüllt und es wirkte nicht ganz so trostlos wie die Jahre zuvor. Trostlosigkeit leider nur im Gästeblock, denn zu der gefrusteten Busbesatzung kamen noch 7 Zugfahrer und ein paar mit dem Auto hinzu. Dann nach 2 Minuten gleich im Rückstand, das war`s dann mit dem Support, obwohl sich doch immer ein paar Leute abgemüht haben. Vielen Dank dafür!

Das müsste eigentlich die schlechteste Auswärtsfahrerresonanz der letzten 10 – 12 Jahre gewesen sein. Ich glaube wir waren mal zu fünft in Vellmar!  Sollten wir einmal aus der 2. Liga absteigen, wird uns kaum jemand eine Träne nachweinen, denn so wenig Auswärtsfahrer hat wohl kein Verein im bezahlten Fußball. Leute, bekommt mal wieder den Arsch hoch und fahrt mit. Es läuft ja nicht immer so bescheiden wie am Sonntag!

Schön war, dass Martin von den Falken wieder dabei war, der sich beim letzten Heimspiel den Ringfinger  (nicht den Daumen) am Zaun abgerissen hat. Leider war der Finger nicht mehr zu retten und musste entfernt werden. Mögest Du auch vor blöden Sprüchen verschont bleiben.

Nach dem Frust der Hinfahrt und der vergangenen 90 Minuten schaffte es der Busfahrer (fahr doch lieber LKW) noch einen drauf zu setzen. Denn der war samt dem Bus einfach verschwunden und kam erst mit Verspätung wieder auf  den Parkplatz. Musik auf der Rückfahrt durfte man auch nicht mehr hören, so dass der Sonntag nun komplett im Arsch war. Enttäuscht packte Onkel Andi unsere Banner wieder in die Tasche, seine Familie in den Bus und wünschte sich sehnlichst seine Nord-West- Stadt herbei. Darüber, wie oft er den Kloschlüssel  bei Fahrer geholt hat, gibt es keine Statistik…

Mehr Spaß hatte die Senseless Crew, die waren nämlich fast komplett zu Hause geblieben und haben beim 5:0 der U23 gegen Bayern München II ordentlich auf der Haupttribüne supportet.







FSV Frankfurt - FC Erzgebirge Aue 1:1



Mal wieder ein Heimspiel zu Hause ;-) ?. Nach dem Gastspiel im Waldstadion vor über 50.000 Zuschauern hat uns der Alltag wieder. Punktspiel gegen Aue vor 3.700 Fans. Alles wie gehabt.

Darunter waren etwa 350 bis 400 Schachter, die allerdings für den schlechtesten Gästesupport seit langem sorgten. Da kam ja gar nichts, lediglich ein paarmal „Hurensöhne, Hurensöhne“ als Antwort auf unsere Wechselgesänge bekamen sie koordiniert. Sonst hier mal was und da mal was – ganz schwach. Mag sein, dass es damit zusammenhängt, dass sich die Auer Ultragruppe aufgelöst hat (Banner weg, Streitereien), aber ein Fanblock besteht ja nicht nur aus Ultras. Die Zaunfahnen sahen bescheiden aus und Schwenker gab es schon mal gar keine. Da waren die in der letzten Saison aber anders drauf…



Auf der Südtribüne gab es etwas, das sogar langjährige Besucher noch nicht erlebt haben. Beim aufhängen der Falkenfahne blieb einer der ihren mit einem Ring am Zaun hängen und riss sich einen Daumen ab. Minutenlang hing der Finger auf dem Zaun, bis Zivilcop Jens S. ihn „pflückte“ und zum Krankenwagen brachte. Gut gemacht, ist nicht jedermanns Sache. Der Verletzte wurde direkt in die Unfallklinik gebracht und noch lange operiert. Gute Besserung!



Davon bekam die Senseless Crew nichts mit, denn die meinten sie müssten unbedingt hinter ihrer Fahne stehen und haben ihren eigenen 15 Mann Block am östlichen Ende der Südtribüne gebildet. Wir regen uns mittlerweile über so Kinderspielchen gar nicht mehr auf, aber wenn jede Gruppe meint hinter ihrer Fahne stehen zu müssen, dann  haben wir  halt 4 verschiedene Fanblöcke auf der Süd.
In ihrem Kurvenflyer „Bornheimer Botschaft“, der zu diesem Spiel erstmalig erschien, haben sie noch vollmundig dazu aufgerufen Teil der Kurve zu werden ( Originalzitat: Hiermit möchten wir vor allem die jungen Fans des FSV dazu animieren es uns gleich zu tun und sich zu uns in den Block N der Südtribüne zu gesellen und ein Teil der Kurve zu werden). Fakt war an diesem Spieltag, dass man die Jungs bei uns im Block nicht mal gehört hat und wir durch die Dezimierung auch viel zu leise waren.  Nur bei den Wechselgesängen mit dem O-Block und der Haupttribüne, sowie den FSV und Bornheim Rufen war der Geräuschpegel ordentlich.



Dabei war das Spiel unserer Mannschaft sehr ansehnlich, einzig die Torausbeute war das große Manko. Daher blieb es nach 4 Aluminiumtreffern und unzähligen nicht genutzten Chancen beim für Aue schmeichelhaften  1:1.

Auf der benachbarten Dippemess (Volksfest in Frankfurt) sah man nach dem Spiel noch viele Leute in FSV Utensilien rumlaufen. Das gab es vor ein paar Jahren noch nicht, da hat man noch jeden mit FSV Schal persönlich gekannt.  Auch wenn es sich im Zuschauerschnitt nicht direkt wiederspiegelt, aber es hat sich schon etwas getan am Bornheimer Hang in punkto Fans. Mit den paar Aue Supportern, die ebenfalls zwischen den Fahrgeschäften und Buden schlenderten gab es keinen Ärger.







Karlsruher SC - FSV Frankfurt 0:4


Das war die Wiedergutmachung für die schändliche Derbyklatsche vor Wochenfrist. Und was für eine!
Mit 4:0 wird ein schwacher KSC aus dem Wildpark geschossen und schon sieht die schwarz-blaue Fussballwelt wieder ganz anders aus. Ganz anders präsentierte sich auch unsere Mannschaft. Kampf und Laufbereitschaft stimmten. Außerdem wurden, sehr zu unserer Verwunderung, die Torchancen ausgenutzt. So kam der Erfolg, auch in dieser Höhe, nicht unverdient zustande.



12.062 in diesem wenig schönen Stadion, um es mal freundlich auszudrücken. Davon etwa 12.000 Badener Fans und der Rest, der da im strömenden Regen stand, kam aus Bornheim. Die Gegentribüne war wie gewohnt in der ersten Halbzeit ordentlich laut. Auf dem Zaun ein Trommler und der Capo mit einer Boxenanlage.  Aus unserer Perspektive sahen auch die großen Schwenkfahnen sehr gut aus. Summa summarum ein guter Block unter dem schützenden Dach.

Der Gästeblock, wie gesagt wieder einmal schlecht besucht. Immerhin mehr als in Ingolstadt, aber trotzdem nur etwa 80 Leute. Davon ca. 30 mit dem Bus, etwa 25 Zugfahrer, die sich aus den Pugnatores und der Senseless Crew zusammen setzten und einigen Autofahrern.  Die Wochenendticketfahrer kamen mit der Straßenbahn ans Stadion und wieder zurück, der Bus durfte wegen der Gewaltbereitschaft der Fans bis an den Gästeblock fahren.  Natürlich nur offiziell, damit wir bis vors Stadion geleitet werden... Die Insassen waren eigentlich recht zivilisiert.



Die Verpflegung war ganz ok (Brat-, und Feuerwurst, Steak und Leberkäse), in unserem ersten Zweitligajahr mussten wir noch mit lauwarmer Bockwurst Vorlieb nehmen, das Bier (Rothaus 0,4l  3 Gulden) hätte etwas  kälter sein dürfen. Kurz vor Spielbeginn setzte also der große Regen ein, so dass im ersten Durchgang kaum Support zustande kam, da man Schutz vor den Wetterkapriolen suchte. Irgendwann standen wir dann alle zusammen am Rand der Gegentribüne und sangen leise unter den Schirmen hervor.
Nur 2 SB`ler sahen sich wieder genötigt das T-Shirt auszuziehen, aber die konnten sich das auch erlauben!



Im Durchgang zwei, zu dessen Beginn unsere Ultras ein Spruchband zeigten worauf „Wir stehen jederzeit hinter Euch“ zu lesen war, schloss der Himmel seine Schleusen und teilweise blinzelte die Sonne heraus, so dass Mensch und Material teilweise wieder trockneten. Da die Karlsruher nach dem 0:3 den Support praktisch eingestellt haben, ihr Capo konnte sein Equipment wieder wegräumen, wurden wir sogar im ganzen Stadion vernommen.
Nach dem 0:4 skandierten die Heimfans „Oh, wie ist das schön“! Da unser Empfinden ähnlich gelagert war, stimmten wir mal fröhlich mit ein.



Fröhlich gemacht hat uns zum Teil auch ein fliegender Händler, der vor dem Gästeblock Dosenbier verkaufte. Starkbier mit 8% Alkohol. Das hat 2 Bornheimer Falken direkt flugunfähig gemacht, aber auch manch anderer war von der Wirkung überrascht.

Auf der Rückfahrt war die Stimmung im Bus erst einmal wie paralysiert. Nein, nicht wegen dem Dosengesöff. Wir konnten es immer noch nicht fassen, dass wir den ersten Saisonsieg eingefahren haben. Überhaupt erst der 3. Punktspielsieg im Jahr 2011. Erst später zeigte das Starkbier, dass es auch lustig machen kann. Und Nonstop ging es wieder zurück an den Bornheimer Hang mit 8 Prozent und viel Gesang…






FSV Frankfurt - SG Eintracht Frankfurt 0:4
Waldstadion, 50.250 Zuschauer, ca. 42.000 "Gästefans"




Unsere erste Arbeitscrew traf sich bereits um 10 Uhr am Hauptbahnhof, um in Ruhe die Choreo für unser Derby im Stadion vorzubereiten. Die Woche zuvor haben wir bereits mehrfach eifrig gewerkelt.
Um 10.30 Uhr versammelten sich weit über 100 FSV Fans an Bornheim Mitte. Die liefen dann von dort zum Hauptbahnhof und fuhren weiter mit der Straßenbahn ins Waldstadion. Hier und da mal ein wenig Rauch, viel Gesang und keinen Ärger mit über den Weg laufenden Gästefans. Aufgrund des einsetzenden heftigen Regens waren aber alle klatschnass, als sie im Block 20 eintrafen.
Hier waren die Arbeiten für die besagte Choreo bereits abgeschlossen und es wurden fleißig Plastikfähnchen an die Stehplatzbesucher verteilt. Schon alleine deswegen hat es sich ausgezahlt, dass das Spiel im Stadtwald ausgetragen wurde, denn am Bornheimer Hang wären wir mit unseren Megaplanen auf der unüberdachten Südtribüne schön abgesoffen. Die riesige Schüssel füllte sich zusehends und es erwuchs eine phantastische Kulisse von 50.250 Frankfurtern. Lediglich der Businessbereich wies Lücken auf. Vereinsrekord für ein Heimspiel des FSV! Dass davon 85% für die Eintracht waren, kratzt uns mal überhaupt nicht. Die wiederum stellten auch einen Rekord auf, denn noch nie wurde die Eintracht von 42.000 Fans zu einem Auswärtsspiel begleitet. Die Kräfteverhältnisse auf den Rängen waren schon mal ganz klar.



Natürlich wussten wir das nicht erst seit Sonntag um 13.30 Uhr, daher war unsere Strategie, dass wir uns in diesem rot-schwarzen Meer, als kleine schwarz-blaue Insel präsentieren. Als der kleine sympathische Stadtteilverein in der selben Großstadt.
Wir sind mit unserer Choreo auf unsere Herkunft und Tradition eingegangen. Am Oberrang daher das Spruchband „Seit 1899“, unserem Gründungsjahr und unten am Zaun ein großes Spruchband über die ganze Breite des Blocks mit unserem Vereinsmotto „Aus eigner Kraft“. Und zwar in der Schreibweise von damals, so wie es eben im Vereinsbanner eingestickt ist.

Auf einer 17x14m großen Überziehfahne haben wir die Wolfsangel, das Wappen von Bornheim, präsentiert. Alles von fleißigen Helfern in liebevoller Handarbeit gemalt und gefertigt! Und dazu 800 schwarz-blaue Schwenkfähnchen.
Das  hat wirklich fett ausgesehen, schon Minuten vor dem Anpfiff. Der Hammer! Die Aktion in dieser Größenordnung war für uns absolutes Neuland und daher waren wir mit der Durchführung mehr als zufrieden.

    

Im Nachbarblock gab es eine zweite Choreo und zu der muss man erst einmal kurz die Geschichte von Oliver R. (39, selbstständig, geschieden, 2 Kinder) erzählen: Oli ist seit seiner Kindheit glühender FSV Anhänger. Ständiger Antreiber in unserer  Fanszene, Mitbegründer des Fan-Clubs FASF. Von 1996 bis zum Jahre 2000 war er sogar Geschäftsführer aller Vereins GmbH. Mehr FSV geht nicht!

Dann kam der Bruch mit der Vereinsführung und er zog sich komplett zurück. Irgendwann kam das was sich niemand hätte vorstellen können. Er wurde Eintracht Fan. Ein aktiver noch dazu und  er gründete eine eigene Gruppe.
Seit einiger Zeit wird er aber wieder auf der Südtribüne und sogar bei Auswärtsspielen (wenn die SGE nicht spielt) gesichtet. Er hat seine alte Liebe, nein nicht seine Frau, neu entdeckt.

Nun weiß er, dass zum ersten Pflichtspiel seiner beiden Clubs seit 49 Jahren, 2 Herzen in seiner Brust schlagen. Und genau dies hat er sich zum Motto für seine Choreo genommen. Sein großes Banner vom Oberrang mit dem Spruch „2 Herzen in einer Brust“, beiden Vereinswappen und dem Schriftzug „Frankfurt am Main“ sah unbestritten klasse aus und löste positive Reaktionen aus.



In den ersten 20 Minuten des Spiels war auch unser Support richtig laut. Wir hatten 2 Capos auf dem Zaun, Henry von den Pugnatores und Thomas von SB`79. Die Maßnahme zahlte sich schon mal aus. Wir konnten in den ersten 20 Minuten alles umsetzen, was wir uns vorgenommen hatten. Optisch wie akustisch einen guten Eindruck zu hinterlassen.

    

Dann stand es auf einmal 0:2 und alle unsere Pläne waren durchkreuzt. Ein früher Rückstand, ein deutlicher noch dazu war Gift für die Stimmung im Block 20. Zur Halbzeit stand es bereits 0:3 und die Luft aus dem Spiel war raus. Der Super GAU war eingetreten.
Das Umfeld, die Fans, einfach alles war professionell, nur unsere Mannschaft spielte bis auf die Anfangsphase schlichtweg peinlich. Sich so zu präsentieren war einfach nur enttäuschend und in einem solchen Derby geht das überhaupt nicht. Die Eintracht empfahl sich mit ihrer Leistung auch nicht gerade für die 1. Bundesliga, aber für unsere Pappnasen reichte das. Wir wollten uns neue Sympathien erspielen und bekamen Mitleid – Höchststrafe!
Im 2. Durchgang waren die Jungs auf dem Zaun bemüht, die Sache nicht einschlafen zu lassen und die Supporter bei Laune zu halten. Auch wenn es natürlich nicht mehr brachial rüber kam, aber es war immer noch ein wenig Leben  im FSV Bereich der Südosttribüne.



Im gegenüberliegenden Sektor  war das natürlich komplett anders. Es gab zwar kein spezielles Intro zum Auswärtsspiel, aber die Nordwestkurve macht auch mit den Schwenkfahnen, Doppelhaltern und der Masse an Leuten genug her. Da singen schon 1.000 Fans, wenn der Martin Stein (ganz professionell mit Headset und Beschallungsanlage) nur den Mund aufmacht. Und Grund zu singen hatten die an dem inzwischen sonnigen Sonntag genug. Also wirklich unglaubliche Atmosphäre, auch für uns ein Erlebnis. Und jetzt müssen wir den amtierenden Randalemeister auch einmal lobend erwähnen. Es gab zu keiner Zeit feindselige Gesänge, Schmährufe oder ähnliches gegen uns. Und sie machten sangestechnisch zwischendurch immer mal eine Pause, in der wir uns dann mal wieder lauter  in Szene setzen konnten.

Die Stimmung im und um das Stadion war ausgesprochen  friedlich. Die Leute, die sich beim letzten Derby vor 49 Jahren die Regenschirme auf die Köppe gekloppt haben, sind zum Großteil nicht mehr am Leben und heutzutage gibt es keine große Rivalität mehr. Es gab auf keiner Seite Pyro, es lief alles so wie das in den Vorbesprechungen ausgemacht war. Dort hatten die Gäste alle Privilegien inklusive ihrer Tribüne zugesichert bekommen, bei dem Versprechen diese Freiheiten nicht auszunutzen.



Nachdem die grausame Begegnung endlich abgepfiffen wurde, kam ein Teil der Mannschaft doch zu uns an den Zaun und wurde aufgemuntert. Aber jedem von uns war zum Kotzen zumute.

Rund um das Stadion an den Getränkeständen sah man überall Bornheimer und Riederwälder bunt gemischt ihren Schoppen zischen. Wir waren noch auf ein paar Getränke am Zelt von Black&White – die wurden ja auch im Jahre 1979 gegründet – bevor es uns zum Wunden lecken ins Binding Eck verschlug.

Fazit: Ein Derby mit Kuschelfaktor, nur auf dem Platz hätte das nicht sein müssen. Die FSV Fanszene hat sich ordentlich präsentiert, allerdings wurde an diesem Sonntag wieder klar, dass uns in allen Bereichen Lichtjahre von Eintracht Frankfurt trennen. Aber auch wenn es von der Ferne nicht sichtbar erscheint, da wir immer noch wenig Leute sind, es ist in den letzten Jahren ein Strukturwandel eingetreten. Es kommen immer jüngere Leute nach und ersetzen ältere Haudegen, die es ruhiger angehen lassen. Insgesamt ist es ein harmonisches Miteinander von langjährigen und relativ neuen Fans. Und wenn die Gruppe der 16 – 25 jährigen noch größer wird, wächst auch unser Block in die Höhe und Breite.



Danke an:

Alle, die viele Stunden Mal- und Klebearbeit in die Choreo investiert haben und dabei warmes Binding Bier trinken mussten. Hat Spaß mit Euch gemacht!

Alle, die für die selbige gespendet haben, das Geld wurde sinnvoll ausgegeben.

Alle, die im Block supportet haben und auch beim Stande von 0:3 nie aufgehört haben. Ihr seid unser Antrieb immer weiter zu machen. Wir singen nicht nur wenn wir gewinnen.

Oliver R., Du warst, bist und bleibst einer von uns. Auch wenn wir FASF nie mochten… ;-)

Die Mitarbeiter des FSV Frankfurt. Außenstehende wissen gar nicht, was die vor dem Spiel geleistet haben.

50.250 Frankfurter.

Yvonnsche, für die ersten Fotos.



Danke für nichts an:

Unsere Mannschaft und Trainer! Schämt Euch.

Sport 1, für ihre Scheiß Berichterstattung. Man muss nicht immer auf dem kleinen Verein herumhacken, sondern könnte auch mal lobend erwähnen, was wir auf die Beine stellen. Um dem Zuschauer genaue Impressionen zu vermitteln, kann man ruhig mal beide Fanlager einblenden.









FC Ingolstadt 04   -   FSV Frankfurt   1 : 1

2 SKB (Szene kundige Beamte) beobachteten am Sonntag früh um 7.15 Uhr eine 40 köpfige Reisegruppe in schwarz-blau ganz genau. Denn sie wissen, das sind für die nächsten 14 Stunden ihre neuen  Freunde. Auf die müssen sie gaaanz doll aufpassen, zumal davon sehr viele noch recht jung waren und noch nicht oft alleine von zu Hause weg J. Aber ganz im Ernst, unsere neuen Kumpels waren sehr höflich und zuvor kommend. Sie erwiderten unsere Zuneigung und Suche nach Nestwärme.  Es muss aber auch gesagt werden, dass sie nicht allzu viel Arbeit hatten und einen für ihre Berufsgruppe vergleichsweise geruhsamen Sonntag verbrachten.

Also, wie gesagt  die Reise im grünen Bereich. Lautstärke, Bierflaschen und ein wenig Schmutz sind ja keine großen Aufreger. Beim ersten Umstieg in Würzburg dann wieder ein Dutzend Cops auf dem Bahnsteig, aber diesmal hatte man etwas freundlicheres Personal geschickt, denn letzte Saison gab es hier schon die ersten Rangeleien mit übermotivierten  Ordnungshütern. Ab Nürnberg hatten wir zudem ca. 20 Schildkröten im Wagon, die uns bis Ingolstadt treu blieben. Die waren uns aber völlig schnuppe, denn wir hatten ja nur noch Augen für unsere  SKB.  Die Freundschaft intensivierte sich, man war schon beim „Du“ angelangt. Der Alkoholpegel stieg, aber dadurch bedingte Totalausfälle sollte es den ganzen Tag nicht geben.

Am Bahnhof IN angekommen, das übliche Ritual. Gruppenfoto, „Hurra, hurra – die Bornheimer sind da“. Dann ab zum Sonderbus Richtung Sportpark. Keine Schanzer weit und breit. Es gab lediglich hitzige Diskussionen mit der Polizei, da die Stadionverbotler nicht mit fahren durften. Half alles nix, auch unsere neuen Lieblinge konnten da keinen Freundschaftsdienst erweisen. Aber zum Spielende waren alle 5 doch am Stadion.

Enttäuschend war von unserer Seite die Resonanz, denn zu den Zugfahrern (Senseless Crew, Pugnatores, SB`79 und 3 Falken Mädels) kamen nur noch 30 Autofahrer hinzu. Im letzten Jahr waren es mehr als doppelt so viele und es erschließt sich uns nicht so recht, warum so wenig Bornheimer mit in den schmucken Kasten kamen. Sehr schlechte Auslastung des Gästebereichs, heißt das im Fachjargon.
Von den 6.600 Zuschauern waren gefühlte 5.000 Schulkinder mit Plastikklatschen im Nachbarblock, die diese unentwegt und mit nie nachlassendem Eifer einsetzten. Naja, es waren vielleicht 200 Kids in Auditrikots, aber vom FCI die richtige Strategie auf den Nachwuchs zu setzen. Das Maskottchen, ein Vogel oder was (?), ist mit dem Paderborner Vieh zusammen allerdings das hässlichste, was die Liga zu bieten hat. Meine Fresse! Der Konzern mit den 4 Ringen pumpt so viel Kohle in den Verein, und den Zwergen  muten die so eine Krähe zu. Also, wenn irgendwer  gegen unseren Franky stänkert, soll er sich erst mal diese Kreatur anschauen. Danach findet er den Erdmann bestimmt putzig…

So, also wir waren angekommen. Fragt sich nur, was unsere 2 Brüder im Geiste in dieser Zeit gemacht haben. Die waren bei Mc Donalds und haben sich ihre beachtlichen Bäuche voll gehauen. Jeder von uns hat ihnen diese Mahlzeit von ganzem Herzen gegönnt. 4,5 Std. Zugfahrt machen auch hungrig.
Der Ingolstädter Supporter Block war etwa 150 Leute stark. Liegt etwas über unserem Heimniveau. Darunter waren etwa 20 Wehener, die mit Autos angereist waren. Die hatten wohl keine Lust auf eine gemeinsame Zugfahrt mit uns. Ein Taunusstein Banner über der Supporters Ingolstadt Fahne dokumentierte ihre Anwesenheit. Wer es noch nicht weiß, die Schanzer und die Wasserfilter haben so etwas wie, naja unsere Ultras singen Homoehe. Da wir allerdings diese Lebensform nicht beleidigen wollen, sprechen wir mal von Fanfreundschaft.  Deren Support schien ganz ordentlich, aber objektiv von der Stimmung in einem Fanblock zu berichten ist nicht möglich, wenn man im gegenüberliegenden Fanblock steht. Man nimmt doch mehr den eigenen Geräuschpegel wahr. Was umgekehrt oftmals dazu führt, dass man den eigenen Krawall überbewertet.
Der war für die wenigen Leute, der großen Hitze und dem vielen Feuerwasser aber gut vernehmbar. Unsere 2 Spezies verzogen sich in den Schatten, klar wenn man bei dem Wetter eine Langarmjacke tragen muss. Der Rest des Blocks kühlte sich in der Halbzeitpause mit Leitungswasser aus Pappbechern ab. Dabei ernüchterten einige wieder zusehends, was den reibungslosen Ablauf der Heimreise begünstigte.  Die Hitze des Tages brachte einige Oberkörper ans Tageslicht, die durch den verregneten Sommer eindeutig zu wenig Sonne abbekommen haben. Aber die Kinder im Nachbarblock konnte nach ihrem Maskottchen nichts mehr schocken.

Der FCI Mob überraschte uns nach dem Wiederanpfiff mit 2 wirklich originellen Spruchbändern: „Ihr und Eure Tradition“, „Wir schreiben unsere Geschichte selber“! Nun gut. Während unser Verein leider nur 112 Jahre Tradition vorweisen kann, hatte Ihr mit Eurem Kunstprodukt immerhin schon 7 Jahre Zeit Geschichte zu schreiben. Es wird der Tag kommen, da findet Euer Verein Einzug in die Firmenchronik von Audi und dann habt ihr wirklich Grund stolz zu sein. Die Zaunfahne „Audi Fan-Club FC Ingolstadt“ am Zaun der Heimtribüne liefert Nährstoff für diese Prognose. Ansonsten passt Eure Geschichte auf einen Flyer…

Nach dem Spiel, welches 1:1 endete weil der FSV zu blöd ist seine Angriffe abzuschließen, sollten wir um 15.30 Uhr wieder mit dem Bus am Gästeblock abgeholt werden. Leider war der um Zehn vor Vier immer noch nicht zu sehen und so langsam wurden die Leute sauer. Warten in der prallen Sonne, nix zu trinken und in der Ferne hampelten 40 Ingolstädter/Wehener vor einer Polizeikette herum. Uns wurde schon ganz schön Angst und Bange, aber wir wussten dass unsere 2 mittlerweile durchgeschwitzten Freunde uns gut beschützen werden. Notfalls mit der Schusswaffe. Dann tauchte irgendwo am Horizont der Bus auf. Vorfahrt, bitte alle einsteigen, Abflug! Vorne Cops, hinten 4 Autos. Mittendrin Jens S. aus Ffm. Bis dato unser Lieblingscop, seit diesem Sonntag in der Rangliste auf Platz 3 abgerutscht. Hinter? Na, wem wohl? Richtig!
Also wir in Todesangst im Linienbus, den navigierten sie wegen der blutrünstigen Ingolstädter Horde einmal rund ums Stadion. Die joggte zwar über den Parkplatz, aber kam nicht wirklich an der Polizei vorbei. Aber denen tut so eine Laufeinheit schon mal gut, denn der nächste Heimspielgegner heißt Hansa Rostock. Dann rennen die aber in die andere Richtung! Zitternd erreichten wir den Ingolstädter Hauptbahnhof – wir waren nochmal mit dem Leben davon gekommen. War das knapp!!!

Also im Ernst. Unterm Strich gesehen war das ein wenig Pflichtgepose mit Nachlauf spielen, wobei jeder wusste, dass ohnehin nix geht. Ingolstadt wollte einmal in der Saison den Hausherren mimen und sich vor ihren Freunden profilieren und wir können einmal auswärts die Klappe aufreißen. Mehr geht für beide Seiten nicht in der 2. Liga. Aber das schrieben wir bereits in der Saison 2010/11 und es hat sich an der Tatsache nichts geändert.

Jetzt wurde es knapp mit dem Zug um 16.04 Uhr, aber wozu hat man gute Freunde? Die konnten den RE auf dem Provinzbahnhof stoppen, dass wir noch nach Nürnberg kamen. Jetzt konnte sich wirklich nur der mit Getränken eindecken, der schnell und clever war. Denn wie ein Herde Schafe, die zum scheren getrieben wird, wurden wir nach Gleis 7 komplimentiert. Levdy sei Dank, hatte SB`79 eiskaltes Bier im völlig überhitzten Zug. Der Älteste war der schnellste. So konnten wir uns angemessen erfrischen und beim Anblick der schwitzenden Cops in voller Kampfmontur schmeckte der Schoppen doppelt gut.
In Würzburg hatten wir noch einen längeren Aufenthalt, den die Crew zu einem kurzen Adressenaustausch mit der örtlichen Bundespolizeidienststelle nutzte. Aber das brauchen die Jungs anscheinend. Der Zugbegleiter auf unserer letzten Etappe verdient besondere Erwähnung. Zuerst schloss er alle Durchgänge zu unserem Wagon ab, damit wir nicht von den anderen Passagieren belästigt werden. Dann ging er rum und öffnete alle Fenster. Auf die Frage warum er das tue, sagte er, damit ihr rauchen könnt.  Das fand sogar der Autor dieser Zeilen als überzeugter Nichtraucher sehr kundenorientiert.
Um 21.24 Uhr rollten wir wieder im Frankfurter Hauptbahnhof ein und es sollte ein tränenreicher Abschied von unseren 2 neuen Freunden werden. Man versprach sich einander zu besuchen und dann trennten sich die Wege in die Frankfurter Nacht. Am nächsten Tag hatte jeder das Duo 40 Freundschaftsanfragen auf Facebook.
War mal wieder eine geniale Zugfahrt. Der Ingolstadt Trip scheint zum Kult zu werden. 14 Stunden auf engstem Raum, schweißt den harten Kern und alle Gruppen unserer Szene noch enger zusammen.
Und wenn wir auch ein klein wenig ironisch waren, aber die 2 SKB waren wirklich in Ordnung.







FSV Frankfurt - MSV Duisburg 0:0
4200 Zuschauer, darunter ca. 800 Gästefans
Das war ein Spiel, über das man nicht viele Worte verlieren muss. Deshalb fassen wir uns kurz:
Ein langweiliger Kick, bei dem man selten das Gefühl hatte, dass eine der Mannschaften ein Tor erzielen könnte. In Folge dessen blieb es vor 4.200 Zuschauern beim torlosen Remis. Das Positive, was wir aus der Begegnung ziehen können ist unsere stabile Defensive. Der Rest ist ausbaufähig…



Zweitligareif war auch die Kulisse und die Stimmung nicht. Immer wieder lange Pausen beim Support und auch SB`79 war überwiegend mit Bier trinken als mit anfeuern beschäftigt. Mensch Leute, so alt sind wir doch auch noch nicht ? Unsere 2 Ultragruppen dürften aber ebenfalls etwas mehr aus den Schuhen kommen. Also ausbaufähig, die zweite.


Unsere Bernemer Mädels!

Erfolgreich war unsere Sammlung für die Choreo zum Eintracht Spiel. Mit dem Ergebnis lässt sich schon was anfangen und wir versprechen, dass jeder Cent zweckgebunden verwendet wird. Allen Spendern hier nochmal ein dickes Dankeschön!!!
Wir werden uns in dieser Woche kurz treffen und den Maltermin bekannt geben. Bitte nehmt Euch mal einen Tag Zeit. Die Materialien stellen wir. Wir wollen uns optisch wirklich gut in Szene setzen.

Auch akustisch werden wir uns steigern müssen, aber vielleicht tut es der FSV Anhängerschaft mal gut, dass wir alle in einem einzigen Block zusammen stehen und zusammen singen werden. Das läuft auch auswärts oft besser, als zu Hause.  Also bitte beim nächsten Heimspiel nicht nur zum saufen ins Stadion kommen, sondern aktiv an unserer Außendarstellung mitwirken. Beim darauf folgenden Heimspiel könnt ihr wieder nachtanken!



Nicht verschweigen wollen wir die 800 Duisburger. Wie üblich  oft lauter als wir. Viele blau-weiße Trikots im Block und das große Banner am Zaun „Pyrotechnik legalisieren – Emotionen respektieren“.  Und da auf den Rängen genauso wenig passierte, war es ein friedlicher Sonntag Nachmittag.




1.DFB-Pokal Hauptrunde

BSV Kickers Emden - FSV Frankfurt  1:5 n.V.



Auch in diesem Jahr gilt es für unseren, finanziell nicht auf Rosen gebetteten, Sportverein im lukrativen DfB-Pokal möglichst weit
zu kommen. Den Oberligisten BSV Kickers Emden zu schlagen war damit Pflicht.

Trotz einer Anreise von knapp 500 Kilometern entschlossen sich gut 150 Fans der Bornheimer dem Spiel live beizuwohnen.
Manch einer nutzte das Match sogar zu einem Kurzurlaub an der schönen Nordsee, ob in den Hotels, auf dem Campingplatz oder in diversen Ferienhäuschen...Bernem war dabei.

    

Das Kickers-Stadion in Emden hat seine besten Tage wohl schon hinter sich, wenn es diese überhaupt jemals gab. Immerhin befand sich der Gästestehblock hinter dem Tor, so wie wir es gewohnt sind. Im Block traf man dann auch auf die Busfahrer, kurz vor Spielbeginn trafen auch die 20 Zugfahrer ein, der Spielball wurde per Fallschirmspringer eingeflogen und es konnte los gehen.

    

War man anfangs noch recht überlegen und ging durch einen Freistoß auch standesgemäß in Führung, verflachte das Spiel gegen tiefstehende und aufopferungsvoll kämpfende Ostfriesen zusehends. Nach einem absoluten Witzelfmeter gegen uns und einer grauenhaften zweiten Halbzeit, musste man dann auch noch in die Verlängerung gegen den Fünftligisten. Da den Emdenern langsam die Kraft ausging, konnten unsere schwarzblauen Buben das Ergebnis am Ende doch recht souverän gestalten.

    

Der Support war von unserer Seite außergewöhnlich gut! 30-40 Leute unterstützten den FSV über 120 Minuten mehr oder minder durchgängig.
Hat echt Spaß gemacht!

Von den 25 Emdener Ultras hörte man so gut wie überhaupt nichts, bißchen orangenen Rauch zum Einlaufen der Teams und 2 kleine Bengalen nach Spielende, viel mehr kam da nicht. Dafür wurde man von 5-6 Personen aus dem Nachbarblock ständig bepöbelt, eine Blondine tat sich dabei besonders hervor. Selten so ein dummes, asoziales Miststück erlebt.... Irgendwann wurde es der freundlichen Polizei zu bunt und die Möchtegernhools wurden des Nachbarblockes verwiesen.



Nach Spielende bemerkten die einheimischen Beamten, dass wegen der Verlängerung der letzte Zug Richtung Süden bereits abgefahren war und da kein Bulle sich bis halbfünf die Nacht um die Ohren schlagen wollte, um 20 Ultras wegen 20 anderen Ultras zu bewachen, wurden die Zugfahrer dann kurzerhand in den Bus der Fanbetreung bugsiert.

SB'79 war mit 15 Leuten am Start, von denen die Individualreisenden später in der Emder "Innenstadt" in diversen Sauftümpeln ihren Spaß hatten.
Man lernte nette Wirtinnen und seltsame Schnäpse kennen und landete zu später Nachtstunde in der "Manila Karaoke Bar". Die philippinischen Mädels hatten fortan so richtig zu tun - "So, jez wieder runter von die Stuhl!" und "So, jez alle wieder Hemd an!" bekamen wir im Laufe unseres Aufenthaltes des öfteren zu hören. ;-)



Irgendwann gegen drei Uhr wackelten wir immer noch singend Richtung Hotel, was einen der Einheimischen noch dazu verleitete uns mit Böllern zu bewerfen. Leider zeigte sich dieser Mensch aber nicht, wir hätten die passende Moralpredigt für ihn gehabt....








VfL Bochum - FSV Frankfurt 1:0


10000 Bornheimer......



Bochumer Kurve




Anstoß zum ersten Auswärtspiel 2011/12



Gedenken an Ottokar Wüst


Wiederum am Freitagabend das erste Auswärtsspiel der Saison. Der Fanbus des FSV war zu drei Vierteln gefüllt und das nicht nur mit älteren Kaffeefahrtteilnehmern, sondern fast nur mit jungen Supportern. Lediglich HG und Thomas von SB`79 sowie einige noch betagtere Herren hoben den Altersdurchschnitt an. Und Mitglieder aller wichtigen Clubs zusammen in einem Bus, das gab es auch selten. Außerdem hatten sich alle richtig lieb…

Als dumm gelaufen könnte man dann die Autobahnvollsperrung kurz vor Hagen umschreiben. Auf jeden Fall ging mal gar nichts mehr auf der BAB und wir fuhren bei Lüdenscheid von der Autobahn runter, um unser Glück auf der Landstraße zu versuchen. Denn so langsam rannte uns die Zeit in großen Schritten davon. Schade, dass noch mehr Kraftfahrer diesem Gedanken folgten und nun auch die Alternativrouten verstopft waren. Einige im Bus begannen rumzuzetern, aber es half ja alles nix, wir sollten das Stadion erst zur 2. Halbzeit erreichen. Den meisten Autofahrern ging es genauso.

Immerhin wurden wir von der Polizei an der Autobahnabfahrt in Empfang genommen und direkt vor den Gästeblock eskortiert. Der VfL Bochum ließ uns freundlicherweise ohne Eintrittskarte und mit sehr flüchtiger Kontrolle ins Stadion, damit wir noch etwas vom Spiel mitbekommen. Nette Geste!

Also noch kurz unseren SV-Mob vor dem Stadion begrüßt – Guude, Daniel. Dann ab in den Block und mal gleich zu  singen angefangen. Zumindest haben wir  noch die SB`79 und die Senseless Crew Fahne aufgehängt, damit der Block nicht mehr ganz nackig war.  Im Stadion und am Fernseher hatte man schon gedacht, dass überhaupt heute keine Frankfurter kämen, aber nun kurz nach der Halbzeit waren es so an die 100 Leute.

Logisch, dass wir von der Gedenkminute und Gedenkchoreo für Ottokar Wüst, Herberts „Bochum“ und der Stimmung in der ersten Halbzeit nix berichten können. Der VfL-Block war teilweise laut wie Sau, aber dann auch öfters wieder sehr bedächtig. Twisted Sister war zumindest in Durchgang 2 nicht zu hören. 12.100 Besucher bildeten eine eher bescheidene  Kulisse.

Alles lief nun gut bis zur 88. Minute. Da erzielte der VfL das 1:0 und das Spiel war gelaufen. Dann kam ein selten cleverer Zeitgenosse auf die grandiose Idee einen kleinen Bengalo im FSV-Block zu zünden. Weil es ihm so einen Riesenspaß gemacht hatte, gleich noch einen hinterher. Gut durchdacht! Im komplett Video überwachten WM-Stadion im äußerst spärlich gefüllten Block Pyro zünden zeugt von einer sehr geringen geistigen Reichweite. Abgesehen davon, dass es seit vielen Jahren ohnehin das erste mal ist, dass von FSV-Fans gezündelt wurde und wir uns so mit Sicherheit einiger Annehmlichkeiten berauben, braucht sich niemand wundern wenn man nach so einiger eindrucksvollen Bewerbung ein Stadionverbot bekommt. Dämlicher geht es wirklich nicht mehr. Wir sind auf jeden Fall gegen willkürliche SV und unsere Szene  hat unter diesen auch schon sehr gelitten. Aber es braucht niemand auf die Idee kommen und dann beim nächsten Heimspiel für diesen Vogel „…gegen alle Stadionverbote“ zu singen. Zumal uns der VfL soweit entgegen kam und unsere Fanbetreuung extra darum gebeten hatte deren Vertrauen nicht zu missbrauchen. Dieses können wir nach dem Vorfall von anderen Vereinen leider nicht mehr erwarten.

Also, es hat ca. 2 Minuten gedauert da kam eine Herde wild gewordener Ordner in den Block und zog erst einmal den Falschen raus. Später haben sie den Mann mit dem Geistesblitz aber auch noch gefischt. Unsere Fanbetreuung wollte den Zugriff im Block noch abwenden, kam aber etwas zu spät. Die Folge war natürlich noch Geschubse mit den Securities.
Auf dem Weg zum Bus, der mittlerweile auf dem Gästeparkplatz stand, lief uns noch eine etwa 10 köpfige Gruppe BFCer(?) und Bochumer über den Weg, die sich gerne gemessen hätte. Aber wir wurden von Cops in Kampfsandalen begleitet und es blieb bis auf das übliche Gepose ruhig. Waren aber recht stabile Jungs gewesen.

Da uns die Polizei die Auflage erteilt hatte, keine Raststätten anzufahren und die Fanbetreuung sich an diese Vorgabe hielt, ging es unter dem Protest der Hungrigen mit 2 kurzen Raucherstopps und warmem Binding Bier zurück an den Richard-Herrmann-Platz. Es ist viel schief gelaufen an diesem Tag…





Auf ins vierte Jahr 2. Liga!!!

Im Vorfeld der neuen Runde hat sich etwas in der FSV-Fanszene bewegt. Etwa 8 Personen, die aus der Senseless Crew ausgetreten sind (u.a. ihr Gründer, unser Capo – wir berichteten) haben eine neue Gruppe ins Leben gerufen. Sie nennen sich Pugnatores, das kommt aus dem lateinischen und heißt Kämpfer. Hätten jetzt die wenigsten von uns gewusst, aber naja...
Die Pugnatores sind laut eigenem Bekunden eine Ultra orientierte Gruppe, allerdings ohne Gewaltambitionen. Nun gut, da hätte man vielleicht doch auf einen anderen Namen kommen  können. Aber egal, ist ja deren Ding. Auf jeden Fall gibt es jetzt im Block N vier aktive Gruppen. Die eben genannten Kämpfer, die Bornheimer Falken, die dezimierte Senseless Crew und uns.

Demzufolge haben sich alle vier Clubs vor dem ersten Spiel an einem streng geheimen und abhörsicheren Ort getroffen und einige blockspezifische Dinge besprochen. Auch das Derby gegen die Eintracht stand auf der Agenda und alle waren sich einig, dass Bornheim beim Heimspiel gegen die SGE in den Gästebereich zieht. Das heißt wir gehen auf die Ostribüne Stehplatzbereich und die Eintracht behält die West.
Diese Lösung wurde bei einem Treffen mit den Fanbetreuungen der beiden Vereine vorgeschlagen und alle waren damit hoch zufrieden.








FSV Frankfurt - 1. FC Union Berlin 1:1
4200 Zuschauer, darunter ca. 700 Gästefans


Nach so vielen Diskussionen rollt nun auch endlich der Ball. Anpfiff zum vierten Zweitligajahr in Serie und es soll nicht das letzte sein. Wieder gab es einen Umbruch in der Mannschaft, wieder einmal wussten wir nicht, wo unsere Truppe so steht. 70 Minuten enttäuschte der FSV seine Fans und ließ erst in der Schlussphase Angriffsbemühungen aufblitzen. Diese machte dann allerdings Hoffnung und wurde mit einem tollen Ausgleichstreffer belohnt. Ein Punkt mit dem jeder hätte leben können, da niemand mehr mit ihm gerechnet hatte, wenn da nicht die 94. Minute gewesen wäre. Letzte Minute der Nachspielzeit: Elfmeter für den FSV. Der ohnehin schon glücklos agierende Gueye drischt das Ding über die Querlage mit Rückenlage im 45 Grad Winkel. Schlusspfiff!

4.200 Zuschauer, nicht gerade der Spitzenwert an diesem Spieltag, aber wer hätte ernsthaft mehr erwartet? Auf der Südtribüne eigentlich alles wie gehabt. Es gibt zwar eine neue Gruppe, aber es sind immer noch dieselben Leute und leider kaum neue hinzu gekommen. Es gibt nur eine Zaunfahne mehr!
Also gibt Henry auf dem Zaun, der übrigens jetzt auch ein „Kämpfer“ ist sein bestes und etwa 50 Leute folgen brav seinen Instruktionen. Es wurde zwar noch ein Podest aus Europaletten inmitten des Blocks errichtet für einen zweiten Animateur, aber dies Ding floppte. Ein zweites Megafon auf dem Zaun wäre sicherlich effektiver.
In der Sturm- und Drangphase unserer Mannschaft war dann ordentlich Leben auf der gesamten Südtribüne und besonders der Block O mit all  seinen Schlüsselschüttlern und Konfettischmeissern war fast ohrenbetäubend.
Wenn die auf dem Rasen immer so kicken und wir auf den Rängen immer so singen würden wie in den letzten 20 Minuten, hätten wir eine Menge Spaß in der 2. Bundesliga. Was so eine Bornheimer Besonderheit ist, dass es immer dann am lautesten wird, wenn die einfachen kurzen, knappen Dinger gesungen bzw. gerufen werden. Die langatmigen Lieder gehen zwar im Block N, aber links und rechts daneben hört es auch schon auf. Dies hat zur Folge, dass sie auf den seitlichen Tribünen schon nicht mehr wahr genommen werden.

Aus Berlin waren ca. 700 Eiserne an den Bornheimer Hang gekommen. Immerhin, für einen Freitagabend eine respektable Anzahl. Die haben eine wunderbare Choreo hingelegt. Mit roten und weißen Bahnen über den ganzen Block, großem Vereinswappen und Spruchbändern. Allerdings erst zur zweiten Halbzeit, vielleicht stand ja das Material irgendwo im Stau, denn in der letzten Saison haben sie ihre Show pünktlich zum Anpfiff veranstaltet…







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Saison 2010/2011

FSV Frankfurt   -   FC Erzgebirge Aue   0 : 2


SAISONFINALE

Unsere Mannschaft hatte die Gelegenheit ihr treues Publikum nach einer total verfickten Rückrunde zu versöhnen.  Aber die Herren im schwarz-blauen Trikot haben noch mal einen oben drauf gesetzt und zum Saisonfinale zum wiederholten Mal richtige Algengrütze gekickt. Lustlos? Nein, das war schon frigide. Die 4.000 Zuschauer, sofern sie nicht aus Aue kamen, waren bitter enttäuscht und es konnte sich auch niemand daran erfreuen, dass die Saison 2010/11 die erfolgreichste Zweitligarunde des FSV war. Zu frisch waren noch die Eindrücke einer desaströsen Rückrunde.

Wie all die Jahre wird es in der Mannschaft wieder einen großen Umbruch geben. 9 Spieler wurden bereits verabschiedet, weitere werden mit Sicherheit folgen. Neue Namen werden kommen. Wir hätten uns zwar ein bisschen mehr Kontinuität gewünscht, aber mittlerweile sind wir froh, dass da eine neue Mannschaft kommt. Mit dieser Truppe ginge es direkt in den Keller.  Der Erfolg aus der Hinrunde tat uns nicht gut, er war kontraproduktiv. Selbstredend sollte sich auch der Trainer hinterfragen, ob er die Mannschaft noch erreichte, denn er wird sie bestimmt nicht angewiesen haben, so einen Müll zu spielen, für den die Leute auch noch Eintritt bezahlen.

Aber das ist der ganz normale Wahnsinn beim FSV. Das Anforderungsprofil an einen FSV-Fan verlangt nun einmal Leidensfähigkeit. Wir sind darin seit vielen Jahren geschult und auch in dieser Spielzeit, speziell im 2. Abschnitt haben wir mehr gelitten, als uns gefreut. Aber das verbindet uns, macht uns stark und unterscheidet uns von Erfolgs- und Eventfans. Schön ist, dass es mittlerweile rund 3.000 Verrückte gibt, die sich durch nichts abschrecken lassen und bei Wind und Wetter ins Stadion am Bornheimer Hang kommen.



So auch am Sonntag, dem 15.05.2011 um 13.30 Uhr. 4011 Besucher wurden offiziell gemeldet. Gut 700 waren in 5 Bussen und vielen PKW aus Aue angereist und hüllten den Gästeblock in lila-weiß.
Womit wir wieder bei unserem Stamm wären. Aber es werden eben nicht mehr, wenn man ohne Leidenschaft spielt. Diejenigen Besucher, die man durch diverse Aktionen an den Hang lockte, wurden durch die Mannschaft wieder vergrault.



Schwarz-Blau`79 und die Bornheimer Falken haben für die Mannschaft extra noch eine Choreo geplant, finanziert und durchgezogen. Am Samstag vor dem Spiel wurde auf der Südtribüne ein 30 m Transparent gemalt mit dem Text „Unser Stolz, Unser Team, Unser Klassenerhalt“. Wir dachten halt die Truppe hätte noch einen Funken Ehre und würde sich dafür bei ihren Fans bedanken. Stand nach dem Spiel, wäre die Wortwahl sicher anders ausgefallen. Die Aktion der Spieler mit dem Banner „Danke Fans“ vor dem Anpfiff können die Spieler sich dann auch schenken,  die sieht man am vorletzten und letzten Spieltag in fast jedem Stadion und wirkt aufgesetzt.
Zu dem Transparent haben wir auf der Süd noch schwarze und blaue Pappen verteilt, die die Besucher beim Einlauf der Mannschaften hoch hielten. So haben wir eigentlich mit geringem Aufwand eine gelungene Choreographie hingelegt. Wenigstens die Fans zeigten Einsatz.



Was sollen wir jetzt über die Stimmung schreiben? Der Capo gab sich alle Mühe und zu Beginn war das auch ganz zufrieden stellend. Der Supporterkern war etwa 100 Leute stark.  Mit zunehmender Dauer des grausigen Geschehens auf dem Spielfeld sank das Launebarometer.
Party machten nun die anderen! Die Auer  feierten ihre Mannschaft zurecht. Die haben einen super Job gemacht, werden im nächsten Jahr allerdings mit einer deutlich  höheren Erwartungshaltung zu kämpfen haben.



Nach dem Spiel sollte ein großes Fanfest, der ultimative Saisonabschluss, vor der Südtribüne stattfinden. SB`79 war mit einem eigenen Stand vertreten. Dort haben wir jede Menge Poster und Aufkleber verteilt und einige T-Shirts vertickt. Hierbei sind die Südtribüne Shirts immer noch der Topfavorit. Es konnten auch viele Gespräche geführt, einige Biere getrunken und interessante Kontakte geknüpft werden. Und wir bitten nochmal um Verständnis dafür, dass wir Klamotten mit dem SB`79 Logo ausschließlich an Mitglieder und unser allerengstes Umfeld verkaufen.

   

Die Party an sich wurde durch Freibier und Freiäppler gerettet. Es blieben dadurch doch noch reichlich Leute auf dem Richard-Herrmann-Platz. Trotz Regen und Hagel. Als die Mannschaft dann noch kam, brach allerdings keine Ekstase aus. Braver Applaus für eine tolle Hinrunde, mehr nicht. Der sportliche Leiter Stöver kam extra noch zu uns an den Stand und hat sich dafür bedankt, dass es in der Anhängerschaft trotz des Absturzes in der Rückrunde so ruhig geblieben ist. Klar, bei der Eintracht wirst Du für so was vom Platz gejagt, wir sind da etwas geduldiger. Aber auch unsere Geduld ist nicht endlos…
In der Nachbetrachtung war unsere Präsenz durch den  Stand eine prima Sache, aber es war wohl besser dass wir den angedachten  Auftritt der Bornheim Bombs  gekänzelt haben. Es war einfach nicht die Stimmung dafür und wir werden Jason, Ramon und Co. bestimmt ein andermal sehen. Für alle die es nicht wissen, es scheiterte an einer überdachten Bühne, und wie uns das Wetter demonstriert hat, ist diese bei einem Open Air Gig unerlässlich.



Probleme gibt es momentan bei unserer Ultragruppe, der Senseless Crew. Hier hat es wohl einen internen Richtungsstreit gegeben, nachdem teilweise führende Kräfte, als auch der Vorsänger und der Gruppengründer ihren Austritt erklärt haben. Wir kennen zwar die diversen Strömungen in der Gruppe, halten uns da aber raus. Alles in allem war es nicht das beste Jahr für die Crew. Nach ihrem Stadionboykott in der letzten Saison haben sie zum ersten Heimspiel in  der nun abgelaufenen Runde eine mehr als blöde Zaunfahnenaktion versucht. Dann kamen neue Stadionverbote beim Gastspiel unserer U23 in Wehen-Wiesbaden hinzu. Wegen absolutem Schwachsinn. Es folgte die verzweifelte Suche nach einem groß angekündigten Capo und gipfelt nun in den Differenzen um die Ausrichtung der Gruppe.
Wir wollen mal hoffen, dass das im nächsten Jahr besser läuft, denn wir brauchen eine starke Jugendszene in Bornheim.

Derbyzeit in Frankfurt
Es ist das Stadtgespräch in Frankfurt: Der Abstieg von Eintracht Frankfurt in die 2. Bundesliga. Aufgrund unseres Klassenverbleibs wird es also zum ersten mal seit fast 50 Jahren zu einem Punktspielderby in Frankfurt kommen.

Es wurde in den Foren viel geschrieben, hier nun die Stellungnahme von SB`79 zu diesem Thema.
Wir freuen uns nicht über den Abstieg der SGE und wollen auch keine Häme und Schadenfreude verbreiten.  Obwohl der Abstieg sportlich durchaus verdient ist, da gibt es keine zwei Meinungen, braucht Frankfurt einen Verein in der Bundesliga. Wir waren mit dem Status quo der letzten Jahre durchaus zufrieden. Die Eintracht in der ersten und wir in der zweiten Bundesliga. Offenbach in der dritten und Kassel in der vierten Liga. Das hat gepasst, so hätte das bleiben können!

Nein, wir freuen uns nicht über den Abstieg der SGE, aber wir freuen uns aus völligem Eigennutz auf das Derby und auf ein (?) Jahr mit dem großen Nachbarn in einer Liga. Es ist zunächst ganz klar der finanzielle Anreiz des Heimspiels gegen die Eintracht.
Aber wir haben auch die Chance im Duell Groß gegen Klein uns als sympathischen Stadtteilverein zu präsentieren und neue Freunde zu gewinnen. Das erreichen wir aber nur über eine sympathische Außendarstellung. Das Bad Boy Image ist durch die Eintracht ohnehin schon besetzt. Lasst uns anders sein! Die Sympathien fliegen in nicht wenigen  Fällen dem Kleinen zu, nur darf der sich nicht bescheuert verhalten.  Viele unserer mittlerweile 3.000 Stammgäste haben wir nicht etwa gewonnen, weil bei uns der bessere Fußball geboten wird, das Bier besser schmeckt oder das Rahmenprogramm so affengeil ist. Die kommen eben, weil wir anders sind. Und selbst viele Eintracht Anhänger fühlen sich wohl am Bornheimer Hang ob der familiären und wenig aggressiven  Atmosphäre. Wer pöpeln, zündeln oder sich prügeln möchte, der kann gerne zum Nachbarverein gehen – das haben wir früher auch so gemacht. Dort hast Du auch die Voraussetzungen  für solche Faxen.  Aber unsere Ausrichtung muss tolerant und gemäßigt sein. Wir haben es ja schon öfters in die Welt trompetet: Mit unserem kleinen Haufen hat man gar keine andere Chance.  Also lasst sie uns nutzen!




Abschlussfeier....

Am Sonntag, dem 29.05. veranstalten wir ab 15 Uhr eine kleine Saisonabschlussfeier für alle Fan-Clubs und Anhänger des FSV. Wie im letzten Jahr werden wir im FSV-Tennisgarten grillen. Es gibt bei mir schon eine Liste, wer was zu essen mitbringt. Oder einfach eine email an schwarzblau@arcor.de. Wir freuen uns auf Euch...



FC Augsburg   -   FSV Frankfurt   2 : 1



Um  6 Uhr morgens, irgendwo in Hanau. Es klingelt der Wecker und Yvonne H.  beginnt damit 12 Kilo Leberkäse für die SB`79 Busfahrt nach Augsburg aufzubacken. Es ist Muttertag, eigentlich werden die Mütter bei so einem Anlass verwöhnt und umsorgt. Dies fällt bei Familie H. in diesem Jahr aus.
Um 7.15 morgens, irgendwo in Frankfurt-Enkheim. Leckeres Weizenbier wird aus der Kühlung direkt ins Auto geladen.  Auch hier ist Muttertag, aber auch Gaby K.V. wird keinen Kaffee ans Bett gebracht bekommen, sie wird ihren Mann den ganzen Tag nicht sehen und hatte bereits am Vorabend das Vergnügen 120 Brötchen für unseren Trip aufbacken zu dürfen.

Kurz nach 8 Uhr geht die Reise im randvollen 58er Bus los. Leider war nicht nur der Bus randvoll, sondern auch das Klo. Bestialischer Gestank  im Wagen, das war schon übel. Auf der Rückfahrt war es dann nicht mehr ganz so schlimm, da litten wir mehr unter Levdys Blähungen. Auf jeden Fall bekommt das Busunternehmen schon mal etwas weniger Geld von uns.

Die erste größere Pause haben wir in Würzburg eingelegt. Dort haben wir dann zum besagten Leberkäse/Weizenbier Frühstück eingeladen. War eine gute Idee und es hat allen prima geschmeckt.
Zu dem üblichen SB`79 Bordunterhaltungsprogramm kam noch ein mit Musik unterlegter Fotorückblick hinzu. Da waren wirklich geile Schnappschüsse dabei und teilweise noch uralte Oberligafotos. Schön war auch, dass man noch einmal unser vor 4 Jahren verstorbenes Mitglied Fred N. und unsere Trauerchoreo für ihn  sehen konnte. Danke an Ronny und Svenja für die Mühe.
Irgendwann liefen auch die Kühlschränke im Bus (die Stecker waren gezogen) und fortan gab es auch kaltes Bier. Der Konsum desselbigen verlief auf hohem Niveau. Erste Fischblicke bereits auf der Hinreise. Aber die Stimmung war trotz der unangenehmen Gerüche prima. Wir hatten auch einige Leute dabei, die das erste mal eine SB`79 Reise gebucht hatten. Auch die hatten richtig viel Spaß und haben super in die Gruppe gepasst.
Eigentlich waren wir auch schon viel zu spät dran, so dass uns wirklich berechtigte Zweifel kamen, ob wir den Anpfiff mitbekommen würden. Aber eben weil wir so spät waren, hatten sich die Staus rund um die Impuls Arena schon wieder aufgelöst, da die meisten ja nun im Stadion waren, und wir konnten mit Polizeimotorradeskorte ohne Behinderung direkt vor den Eingang fahren.



Unser Platz im Stadion war nicht wie üblich der Gästeblock, sondern ein abgesperrter Sitzplatzbereich auf der Hintertortribüne.  Das Stadion, zum ersten mal in seiner jungen Geschichte restlos ausverkauft . 30.660 Zuschauer bei einem Spiel  gegen den FSV Frankfurt. Aber da die fast alle rot-weiße Fähnchen in der Hand hielten  und der FC Augsburg mit einem Sieg in die Bundesliga aufsteigen würde, war uns  schnell klar, dass die nicht wegen uns gekommen sind.

Aus Bornheim mögen es etwa 180 Leute gewesen sein. Neben unserem Bus lief noch einer vom Verein, 16 Leute taten sich die Zugfahrt an und der Rest halt mit PKW. Viele SB`ler taten im Stadion das, was sie den ganzen Morgen schon gemacht haben. Bier trinken und singen.
Die Stimmung im Stadion, war phasenweise als die komplette Kulisse gesungen hat gigantisch. Da war es so laut, dass wir den Support einstellen konnten, da ihn niemand wahrgenommen hätte. Auch das mit den Fähnchen sah schon klasse aus, obwohl  natürlich auch Werbung darauf gedruckt war.
Also die Rahmenbedingungen waren schon mal bundesligatauglich. Allerdings muss man berücksichtigen, dass bestimmt die Hälfte Eventfans waren und der FCA Fanblock in der 1. Liga so in etwa an Freiburg heran kommen dürfte. Mehr ist das nicht.



Es gab Phasen im Spiel, da war das Publikum schon andächtig ruhig und immer dann konnten wir uns in Szene setzen. So 40 Leute haben eigentlich immer mitgemacht. Einigen fiel mittlerweile das sprechen schwer, aber singen ging noch.
Der FSV konnte das Spiel lange offen halten, ging nach 2 Minuten sogar in Führung. Bis zur 84. Minute hatten wir sogar die Hoffnung auf ein Unentschieden, da der FCA trotz Permanentdrucks es nicht schaffte den Ball über die Linie zu bringen. Aber dann. Nach dem gefühlten 30. Eckball für die Schwaben, getreten von Michael Thurk, fiel das 2:1. Ein Torjubel in selten gekannter Lautstärke folgte. Wirklich unglaublich laut!

Jetzt ließen sich die Augsburger den Aufstieg  von unserer wacker kämpfenden, aber dennoch biederen Mannschaft nicht mehr nehmen. Nach dem Abpfiff kam es erst mal für lange Zeit zum Jubelchaos bei den Hausherren, denn große Teile aus der Fankurve überstiegen die Zäune und rannten aufs Feld. Die Hinweise des Stadionsprechers und des Trainers, bitte wieder zurück auf die Tribüne zu kehren, wirkten recht hilflos. Man hatte kurzzeitig das Gefühl, hier könnte etwas eskalieren. Es verstrichen viele Minuten, bis der Ordnungsdienst die Fans vom Platz hatte.
Jetzt konnte die Mannschaft ihre verdiente Ehrenrunde drehen. Die Reaktionen aus unserem Block waren unterschiedlich. Einige applaudierten und zollten Respekt für die sportliche Leistung, andere pöpelten ein wenig, was im Grunde genommen total daneben war. Wir haben weder was für noch etwas gegen Augsburg.



Was machten unsere Spieler eigentlich in dem ganzen Trubel? Es kamen 4 (in Worten: vier) zu uns an den Block. Was im Gegensatz zu Berlin und Cottbus ja immerhin eine Steigerung um 400% ist. Aber so wirklich nach Schulterschluss zwischen Mannschaft und ihren Anhängern sieht das nicht aus. Wahrscheinlich sind viele Spieler gedanklich schon bei anderen Vereinen.
Als uns die Feier dann irgendwann zu blöd wurde, sind wir mal langsam Richtung unserer Busse gelaufen. Die Abfahrt unseres Busses verzögerte sich aufgrund zweier alkoholbedingter Ausfälle um etwa 1 Stunde. Nochmal vielen Dank an alle, die geholfen haben die Leute in den Bus zu schaffen. Aber wir lassen niemanden zurück!!!

Die Rückfahrt lief wieder total entspannt. Wer schwere Äuglein hatte, der ruhte erst mal einen Moment. Der  Rest genoss die Ruhe im Bus. Nach der ersten Pause nahm dann auch die Stimmung wieder an Fahrt auf. Das Scheißhaus stank nicht mehr ganz so schlimm, das Bier war kalt und der Bus wurde bis zur letzten Flasche leergetrunken.
Um 22 Uhr erreichten wir den Bornheimer Hang und eine bemerkenswerte Fahrt ging zu Ende. Trotz einiger Unannehmlichkeiten und der bekloppten Niederlage hatten wir mal wieder einen geilen Tag.
Und wer weiß, vielleicht haben Yvonne H. und Gaby.K.V.  ja doch noch Blumen bekommen. Es war ja immer noch Muttertag…






FSV Frankfurt   -   MSV Duisburg   0 : 4



So etwas geht ja überhaupt nicht. Eine Woche nach dem rechnerischen Klassenerhalt haben unsere Helden das Fußballspielen seitdem anscheinend  komplett eingestellt. Ohne Gegenwehr, ohne Spielfreude, ohne Kampf und Spaß am Spiel gingen wir völlig verdient gegen den Pokalfinalisten unter.

Wie schön hätte das werden können vor 4.800 Zuschauern. Ein Spiel ohne jeden Druck. Nur für die Fans, die das ganze Jahr mit gefiebert haben. Und dann so etwas…
Einzig die Spieler aus Duisburg gaben Bewerbungsunterlagen fürs Pokalfinale bei ihrem Trainer ab.
Unsere Spieler  sind wohl trotz anders lautender Bekundungen auf dem Fanabend  gedanklich schon im Urlaub. Anders ist so eine emotionslose Darbietung wohl kaum zu erklären. Die 4 Gegentore waren nur die logische Konsequenz einer solchen Einstellung.





Entsprechend sauer und fassungslos machten sich die Frankfurter Zuschauer auf den Heimweg. Ein Teil der Duisburger Fans, von denen ca. 600 im Stadion waren, boxte sich nach dem Abpfiff erst mal mit der Polizei.
Kurz vor und kurz nach dem Anpfiff rauchte es im MSV-Block. Dann passierte nix mehr. Auch wenn vorm MSV-Block ein Riesentransparent „Pyrotechnik legalisieren“ hing, so ist es immer noch verboten und ruft zwangsläufig die Cops auf den Plan. Die hatten ja bis zum Spielende ausreichend Zeit das Videomaterial zu sichten und wollten nach dem Spiel die bösen Zündler aus dem Mob holen.
Und da Duisburg nicht Ingolstadt ist, gab es dann auch Widerstand. Da dürfte es wohl wieder ein paar taufrische SV geben.



Aber im Vergleich zu dem, was am Abend noch im Stadtwald so geschah, war das ja Kindergeburtstag!
Vom Support her war das von Gästeseite vollkommen in Ordnung. Ist auch kein Kunststück, wenn Du bei einer wehrlosen Mannschaft mit 4:0 gewinnst.

Wir waren ursprünglich auch in Feierlaune, aber irgendwann war niemand mehr zum feiern zumute. Die Mannschaft grüßte nach dem Spiel nur mal kurz aus der Ferne. Lediglich Kapitän Schlicke war so frei an den Zaun zu kommen. Wie gesagt, es hätte so schön sein können ?


Saisonabschluss

Am Sonntag, dem 29. Mai ab 15 Uhr wollen wir wieder eine kleine Saisonabschlussfeier veranstalten. Dafür haben wir bereits den Tennisgarten des FSV angemietet. Hierzu sind alle Fan-Clubs und Anhänger des FSV eingeladen.
Wie bereits im letzten Jahr werden die Getränke von uns verkauft und zum Essen bringt jeder bitte etwas mit. Patrick wird wieder am Grill stehen.
Damit wir dann nicht auf 8 Nudelsalaten sitzen gibt es bei Thomas eine Liste, wo man sich eintragen kann. Oder kurz eine e-mail an schwarzblau@arcor.de schicken. Erfahrungsgemäß wird Grillgut (Wurst, Steaks usw.) und Salate am meisten gefragt. Auch Kuchen kommt immer gut an. Also lasst Euch mal was einfallen. Wird bestimmt wieder ein chilliger Nachmittag.

Neues Merchandising

Es gibt für unsere Mitglieder ab nächster Woche neue SB`79 T-Shirt mit großem Rückendruck.
Für alle FSV-Anhänger haben wir noch ein neues Shirt mit stylischem FSV Frankfurt Schriftzug auf den Markt geworfen. Außerdem haben wir die Südtribüne Shirts neu aufgelegt. Die T-Shirts kosten alle 15 Euro das Stück, als Kapuzenpulli 29 Euro. Die Dinger gibt auf der Augsburgfahrt und beim Heimspiel gegen Aue zu kaufen.








VfL Osnabrück - FSV Frankfurt 1:1    (Vorzeitiger Samerg..., äh Klassenerhalt!)

Bernemer Stehblock
Nachdem wir durch unseren Sieg im Heimspiel gegen 1860 München, in Osnabrück den Matchball, sprich Klassenerhalt, landen konnten, fuhren am Gründonnerstag immerhin 120 Schwarz-Blaue an die Bremer Brücke.

Der Doppeldeckerbus, den die Fanbetreuung organisierte, war entsprechend sehr gut gefüllt.
Zudem hatte man sich diesmal auch was die Getränkeorder angeht, auf keine Spielchen eingelassen – dafür ein „Daumen hoch“!
Mit an Bord waren übrigens auch Frau Mölders und Frau Dahlen, inklusive Baby – auch dafür ein „Daumen hoch“! ;-)


Entschlossene Gesichter wohin man blickte....


...wobei unsere Masskottchen von Spiel zu Spiel seltsamer anmuten...!

Die Hinfahrt verlief, trotz des einen oder anderen Osterstaus, relativ flüssig (haha). Irgendwie hatte man auch im Gefühl, dass man heute den fehlenden Punkt ergattern könnte, was der Laune durchaus zuträglich war.

Kurz vor knapp, aber pünktlich in der Osnatel-Arena angekommen, Fahnen aufgehängt und der Spaß konnte beginnen. Dass es heute aber nicht wirklich nur spaßig zugehen würde, konnte man an den Aktionen der Osnabrücker Spieler von Anfang an erkennen. Da wurde wirklich jedem Ball hinterhergefighted und auch die Osnabrücker Zuschauer honorierten das mit sehr guter Unterstützung von allen(!) Tribünen.




Osnatel-ARENA

Gott sei Dank haben wir einen Björn Schlicke, der durch sein frühes Tor zumindest etwas Dampf aus der Osnabrücker Hexenküche nehmen konnte.

Nach dem Ausgleich per Handelfmeter mussten unsere Bernemer Buwe und ihre mitgereisten Fans noch die eine oder andere haarige Situation zusammen überstehen.
Ging bekanntlich glimpflich aus und nach dem Schlusspfiff war dann die Freude, aber mehr noch die Erleichterung, groß!


Osnasische Fantribüne




Skandal auf der Rückfahrt: Baby Dahlen zieht seinen ersten Ultraschal!


Durch geschicktes Trikottauschen sah man, bei Sky im Interview nach dem Spiel, unseren Capitano, Herrn Schlicke im edlen schwarzen SB'79 Polo-Shirt! Da ist wohl eine Ehrenmitgliedschaft  unumgänglich....
Kompliment an Onkel A. (Name der Redaktion bekannt), für seine geistesgegenwärtige Tauschaktion!

Die Rückfahrt verlief dann relativ unspektakulär, von einem erneuten Beziehungsdrama mal abgesehen. :-)


SCHLICKE!!!   (Quelle: SKY)









FSV Frankfurt   -   TSV 1860 München   2 : 1


Der lang erhoffte Befreiungsschlag, der erste Sieg seit dem 29.01.11. Und es spricht vieles dafür, dass dies der Klassenerhalt war. Bei 10 Punkten plus der besseren Tordifferenz auf den Relegationsplatz 16 (z.Z. Osnabrück) und noch 4 ausstehenden Spielen.
Unser Trainer begann das Spiel mit einem Kanonenschlag. Er setzte unseren Stammtorwart und Publikumsliebling Patric Klandt nach zuletzt durchwachsenen Leistungen auf die Ersatzbank und stellte Michael Langer ins Gehäuse. Aus sportlicher Sicht kann man die Entscheidung vertreten, muss sie aber nicht vertreten. Es ist zu vermuten, dass nicht sportliche Gründe den Ausschlag für die Degradierung gaben, sondern die Wechselabsichten des Keepers. Es wird gemunkelt, dass er sich bereits mit einem Bundesligisten (als 2. Mann?) einig sei. Sollte das der Fall sein, wird die Entscheidung des Trainers schlüssig. Es macht dann Sinn jetzt den Stellvertreter aufzubauen und ihm Spielpraxis zu geben. Bei allen Verdiensten, die Patric Klandt hat. Auf jeden Fall hatte die Entscheidung auf das Ergebnis keinen Einfluss.



Spiel ist kurz erzählt. Die ersten 10 Minuten Druck aufgebaut, danach Druck abgebaut. Gegentor gefangen. Zweite Halbzeit etwas besser aus den Schuhen gekommen, jetzt war es ein gutes Zweitligaspiel. Richtig doll wurde es nach der Einwechslung von N´Diaye. Der drehte innerhalb von 10 Minuten das komplette Spiel mit seinen beiden Jokertoren,
So kamen die Frankfurter unter den 4.800 Zuschauern auch voll auf ihre Kosten. Jetzt war auch Leben im Stadion. Alles was vorher fehlte, war auf einmal da. Wechselgesänge mit der Tribüne, kurze knappe Anfeuerungen und auch mal längere Lieder. Jetzt war es ein Heimspiel…



Der 60er Anhang war an diesem Freitag Abend ungewohnt ruhig. Dazu muss man etwas die Hintergründe kennen. Der Anhang ist gespalten in ein Lager, welches die Rettung des Clubs durch einen arabischen Investor und den FC Bayern befürwortet und in ein anderes, welches lieber einen Neuanfang in der Oberliga und damit im Stadion an der Grünwalder Straße bevorzugt. Beim letzten Heimspiel der Löwen gegen Cottbus haben sich diese zwei Fraktionen dann richtig auf die Ampel gehauen und nun gibt es außer gemeinsamen Farben keine Gemeinsamkeiten mehr.
Die Ultras waren komplett still und hatten nicht einmal ihre Fahne dabei. Zaunfahnen hingen nur vereinzelt und Stimmung kam wenn überhaupt nur von ganz normalen Supportern.
Es gibt ja in vielen Vereinen Spannungen zwischen Fans und Ultras, aber in München ist die Situation komplett verfahren. Gerade weil auch noch vereinspolitische Aspekte hinzu kommen.

Ach, fast hätten wir das allerwichtigste vergessen. Franky, das drollige drogensüchtige Maskottchen des FSV Kids-Club feierte seinen 1. Geburtstag. Was hat dieses arme Erdmännchen sich in seinem ersten Lebensjahr beschimpfen lassen müssen, kein Wunder dass der ab und zu zur Pille greift.
Wie dem auch sei, die Kleinen lieben ihn und wir Großen können beruhigt sagen, dass es Vereine mit wesentlich hässlicheren Maskottchen gibt (z.B. Paderborn, KSC). Daher: Happy Birthday, lieber Franky.





Nachtrag Kreispokalfinale
FSV Frankfurt - Rotweiss Frankfurt 5:3
Sportanlage Nord, 250 Zuschauer

"Auch Pokalträume fangen im Kleinen an!"

Unsere U23 konnte das Frankfurter Kreispokalfinale gegen Rotweiss klar für sich entscheiden.
Gute Stimmung an einem arschkalten Abend durch den c.a. 30-köpfigen Bernemer Fanblock!

  







1.FC Union Berlin- FSV Frankfurt 2:0


Auswärtsfahrt zur Alten Försterei

Als sich die vier Jungs von SB'79 um 5 Uhr 30 am HBF Frankfurt trafen, wusste man:
„Das wird ein langer Tag“.  Als um 6 Uhr 10 das erste Bier genossen wurde, wusste man:
„Das wird ein geiler Tag“.

Die Fahrt im komplett leeren Waggon der ersten Klasse führte nach Hannover, wo man
umstieg, die Verpflegungsreserven auffüllte und endlich eine offizielle Zigarettenpause machen konnte.
Ankunft um 10 Uhr 15 am Berliner Hauptbahnhof ohne Zwischenfälle.
Da man noch genügend Zeit und Durst hatte, kehrte man für ein paar Erfrischungen in einer Bar mit „Liebesschaukeln“ ein und machte den Belastungstest.



Nach der Ankunft mit der S-Bahn in Köpenick, wurde nochmals Verpflegung aufgenommen, um den langen Fußmarsch zum Gästeblock in Angriff zu nehmen.
Kein weiterer Anhänger des FSV weit und breit, aber immer mehr „Eiserne“ auf dem Weg zu ihrem Block. Es kam aber zu keinerlei Anfeindungen. Warum auch…
Hätte man auf dem Weg zum Stadion auch nur annähernd vermuten können, dass nun der Begriff „Fersensporn“ uns den ganzen Tag begleitet, hätte man doch lieber ein Taxi genommen.  

Vorm Gästeblock standen 4 Polizisten, im Block selbst nochmals 6-7. Die Ordner waren allesamt freundlich.
Das Bier im Stadion kostete 3,10 EUR und ein Steakbrötchen 2.50 EUR.



In unserem Block fanden sich um die 100 Personen ein, die sich jedoch auf der gesamten Fläche des Blocks ausbreiteten.
Kurz vor Spielbeginn wurde auf der Heimtribüne eine sehr ansehnliche Choreo der Eisernen zum Besten gegeben.
Diese Choreo, sowie der Wechselgesang mit der Haupttribüne der alten Försterei zeigen die Mentalität der Eisernen und sollten unseren gesamten Respekt verdienen.
Außer einigen FSV Anfeuerungsrufen, konnte man gegen ein 90-Minütiges Anfeuern und das „Mattuschka-Lied“ der Gegner nichts ausrichten.

    

Zum Spiel gibt es kaum was zu sagen, da jeder Fußball-Fan erkennen muss, dass diese Niederlage überflüssig und vor allem unverdient war.

Nach mehrfachen Aufforderungen kamen die Spieler nach dem Spiel zum Abklatschen an den Zaun.

Der Weg führte dann Richtung Ostbahnhof, von dort sollte um 18 Uhr 20 die Heimreise angetreten werden .
Man kehrte nach langem Weg in einem traditionellen Wirtshaus ein und gönnte sich noch ein frisch gezapftes Bierchen.
Da die Zeit knapp wurde, musste für den 500 m Rückweg ein Taxi herhalten.

2 Dinge sollte man hier noch erwähnen.
- Ganz Berlin weiß nun, was ein Fersensporn ist.
- SB79-ler können Taxifahrer mit einer Hand hochheben.



Die Rückfahrt lässt sich, wie aus der Werbung bekannt, wie folgt zusammenfassen.

18 Flaschen Becks, 3 Leute, 4 Stunden und 0 offizielle Zigarettenpausen.

Man war froh, dass man um 22 Uhr 50 am Hbf Frankfurt ankam. Aber nicht nur wir,
sondern auch Hendrik und Anna, die sich in unser Abteil trauten und vor allem eine Dame in blauer Uniform,
deren Kosename nur den Zugfahrern vorbehalten bleibt.



Fazit: Ein langer Tag, 0 Punkte, aber eine fantastische Fanszene kennen gelernt.


Vielen Dank an Wally für Fotos und Bericht!








FSV Frankfurt   -   VfL Bochum   0 : 1


Das erste Montagsabends Spiel in der Geschichte des Bornheimer Hangs und es kamen fast 5.800 Zuschauer. Scheint wohl für unseren Verein in Ffm eine Marktnische zu sein, denn wenn wir die die etwa 800 Bochumer abziehen, bleiben unterm Strich etwa 5.000 Frankfurter. Also 2.000 mehr, als unser Schnitt. Daher fordern wir mehr Montagsspiele. Jetzt machen wir uns in der Fussballfan Szene aber beliebt ;-)



Natürlich ist der Termin für Awayfans eine mittlere Katastrophe, daher zollen wir den Bochumern schon mal Respekt, dass die so einen ordentlichen Mob vor Ort hatten. Man hat ja, wenn man an Bochum denkt noch die Bilder von der Randale beim Saisonfinale 2010 im Kopf, aber das Auftreten in Frankfurt war in Ordnung.



Bis zum 0:1 verdiente sich auch die Südtribüne gute Zensuren. Der O-Block unterm Flutlichtmast auch ohne die Einnahme von bewusstseinserweiternden Substanzen (oder?) aus dem Häuschen und die Supporter Area hinterm Tor war laut wie selten. Das war auch noch mal am Anfang der zweiten Halbzeit so, als unsere Mannschaft wirklich mal angedeutet hat, ein Tor schießen zu wollen. Zwischendurch immer mal wieder Leerlauf oder Betrieb im niedrigen Gang. Aber wir haben mal gezeigt, was in uns steckt.



Am Ende war natürlich die Enttäuschung groß, obwohl im zweiten Durchgang - nach missratenem ersten -  eine Steigerung  bei der Boysen Truppe zu erkennen war. Insgesamt haben die Zuschauer ein unterhaltsames Spiel gesehen, bei tollem Wetter und einer schönen Flutlichtkulisse. Und sogar die Freunde der 3. Halbzeit kamen auf ihre Kosten.


Volksheld Peter Koch vertritt seine Meinung!





Was bei der U 23 so geschah!



Das Derby gegen die U23 von Eintracht Frankfurt war recht stimmungsvoll. 1.080 Besucher (gefühlte 1.000 Gästefans) auf der alten Haupttribüne. Im Block A etwa 500 Supporter, die auch ordentlich Spektakel veranstaltet hatten. Im Block E stand der absolute FSV Supporter Hammermob. 30 Leute, die aber alles gaben und ein Zeichen gesetzt haben, dass es uns gibt. So war es ein sehr unterhaltsamer Freitag  Abend. Beim verdienten Ausgleich des FSV zündelten die Eintrachtler ein wenig,  so war auch noch Farbe im Spiel.



Das Gastspiel gegen Wehen II war weniger prickelnd. Ganze 4 Leute aus Wehen! Wegen denen musste extra die Nordtribüne geöffnet werden. So saßen die mucksmäuschenstill umgeben von viel Polizei im Gästebereich und schauten sich ein grottiges 0:0 an.
Der FSV war mit etwa 20 Leuten auf der Haupttribüne vertreten, ein wenig Support, ein wenig Schähungen – das war`s vor 189 Besuchern.





SC Paderborn   -   FSV Frankfurt   2 : 2


Morgens um halb Neun  in Bornheim

Die Katastrophe ereignete sich bereits vor der Abfahrt. Ein  Mitarbeiter der Geschäftsstelle verschlief, bzw. wachte nicht aus seinem Koma auf und so hatte die Fanbetreuung keinen Zugang zum Lagerraum, was wiederum hieß: Keinen Zugang zu den Getränken. So mussten wir ohne Bier die Reise im Fanbus antreten. Das wird uns im SB`79 Bus nach Augsburg gewiss nicht passieren. Da der übernächtigte  Mitarbeiter aber  ein überaus sympathischer Zeitgenosse ist und immer ein offenes Ohr für unsere Anliegen hat, wollen wir ihm einmal verzeihen. Aber nur einmal!

Glücklich war, wer selbst Proviant dabei hatte, aber viele hatten sich auf den angekündigten Getränkeverkauf verlassen. Nun sollte Plan R1 greifen, also die erste Raststätte. Daher Wetterau rausgefahren und dort gab es den nächsten Schock. 1 Secherzug für 10 Euro. Ob dieses Wuchers wurden lediglich ein paar Dosen im Halbliter- und Literformat gekauft. Trockene Luft im Bus!


Möbelhaus PB

Erstaunlicherweise war der Bus zu zwei Dritteln voll. Im Fond ein paar von den „Wahren Helden“ (ja so heißt der Fan-Club wirklich), die einen Geburtstag feierten und den ganzen Morgen Mettbrötchen aßen. Mit Unmengen Zwiebeln, wie dann auch der ganze Bus mitbekam...

Der mittlere Bereich gehörte 10 Mann von uns und etwas weiter vorne die Borrachos Bornheim, die unseres Wissens das erste mal im Bus dabei waren. Den Jungs ging es richtig gut, denn die hatten massenweise Feuerwasser, Cola und Eis dabei. Eines muss man ihnen lassen, die können ganz ordentlich trinken, auch wenn zwei Kollegen, die etwas weniger gewichtig waren, immer mal wieder einschliefen. Aber es scheint bei den Borrachos ein Gruppenritual zu sein, dass sie immer wieder zum Weitertrinken geweckt werden. Verweigerung wird nicht akzeptiert. Ernährt haben sie sich den ganzen Tag von Laugengebäck, welches sie in großen Tüten anschleppten.


Heja, heja EFFESSVAUU!

Und ganz vorne, saßen 3 Mann von der Fanbetreuung, die an diesem Tag eigentlich überflüssig waren, da es keine Getränke zu verkaufen gab.
So trat der fast unvorstellbare Fall ein, dass ein Großteil der Reisegruppe das Stadion stocknüchtern betrat. Sofort wurden wir mit der nächsten Katastrophe konfrontiert. In Form von alkoholfreiem Bier.
Wir kannten es ja noch vom Vorjahr, aber aufgrund des ersten Unglücks traf uns diese Maßnahme heute besonders hart.  Doch dann hatte unsere Fanbetreuung ihre Sternstunde und verhandelte mit ihren Paderborner Kollegen und dem Caterer. Und siehe da, die alkfreie Pisse blieb im Kasten und die richtigen  Fässer wurden angesteckt. Der Sinn vom Verbot des Alkoholausschanks bei Gastspielen des FSV Frankfurt erschließt sich einem ohnehin nicht. Es blieb auch mit Promille alles friedlich.


Die Bernemer

Originell waren auch die Eingangskontrollen in diesem komischen Stadion. Wie am Flughafen musste man seine Habseligkeiten (Handy, Geld, Taschendildos usw.)  in Körbchen legen, wurde dann durchsucht und durfte danach das Behältnis wieder leeren. Würde uns mal interessieren, wie die das mit ihren 8 – 9 Körbchen praktizieren, wenn da ein 2.000 Mann Mob anrollt. Aber freundlich waren sie wenigstens.

Als wir im Block eintrafen, waren die Zugfahrer schon vor Ort. Etwa 25 Leute aus dem Dunstkreis der Senseless Crew hatten sich bereits um 7.00 Uhr in der Frühe getroffen, um 7.18 Uhr mit dem Regio gestartet und wurden nach entspannter Reise direkt mit dem städtischen Bus ans Stadion gekarrt. 2 – 3 Leute liefen mal kurz einem Dutzend Paderbornern über den Weg, aber es passierte auch hier relativ wenig.
Insgesamt kamen wir auf etwa 120 Bornheimer unter angeblich 5.800 Zuschauern.Fanclub " Falken" waren diesmal keine dabei. Unser Support auf der sonnigen Gästetribüne war trotz eines schnellen 0:2 Rückstandes akzeptabel. Obwohl die Energie Team Arena eher hässlich ist, ist sie rund herum überdacht und so waren wir auch gut zu hören. Die geringe Auslastung des Kastens und die nicht überbordende Stimmung auf der Heimtribüne spielte uns in die Karten. Die Paderborner Tribüne war zwar gut gefüllt und streckenweise auch recht laut, aber zumeist sangen da etwa 60 Leute.

Da es eigentlich viel zu warm war, zog sich auch niemand vor, während oder nach den Toren das Hemd aus. Das machen wir lieber, wenn es bitter kalt ist.


Klatsch,klatsch!

Zum Spiel ist kurz zu sagen, dass das Remis nach 0:2 Rückstand bereits nach 7 Minuten und dem Ausgleichstreffer in der 90. Minute ein gefühlter Sieg war. Die Mannschaft hat Moral gezeigt, die Jungs haben gekämpft und wurden diesmal sogar belohnt.
Sie kamen auch alle an den Zaun und einige Spieler warfen sogar ihre Trikots in die Menge. Wenn sich jetzt ein fremder Fußballfreund auf diese Seite verirrt hat und denkt, das ist doch eigentlich selbstverständlich. Nein, nicht bei uns. Unsere Diven machen es von ihrer Gemütslage abhängig, ob sie ihrem Anhang huldigen. Auf jeden Fall war Ihnen am Sonntag um 15.30 Uhr danach.

Die Heimreise verlief nach demselben Schema wie die Anreise. Ultras und Nachwuchs ab in den Bus und schnell an den Bahnhof. Und der Fanbus rollte direkt an die erste Tanke, um wieder überteuertes Bier zu ordern. Aber man muss ja auch Opfer bringen können…


Section Argentina!








Energie Cottbus     -     FSV Frankfurt   2 : 1

Die Niederlagenserie geht leider weiter. Und diesmal kommt erneut eine absolut überflüssige Niederlage in die Bilanz. Alle spielentscheidenden Gegentore fangen wir momentan in der Schlussviertelstunde. Zufall? Pech? Konzentrationsmangel? Wohl von allem etwas…
Die Punkteausbeute der Rückrunde ist absolut beängstigend und das drückt sich auch in der Tabellenplatzierung (jetzt Platz 11) aus. Erfolgserlebnisse müssen jetzt her, das ist das erste Gebot der Stunde.

Es machten sich 25 Unerschrockene auf den Weg in die Lausitz. Der Vereinsbus fand in Form eines 9er Busses und eines PKW statt. Wenigstens haben die gelernt und für die paar Leute keinen großen Bus gechartert. Der Rest kam mit dem Zug oder Autos. 4 SB`ler, einer von der Crew bildeten die organisierte Speerspitze der Frankfurter Schlachtenbummler. Wie in der vergangenen Saison stießen auch wieder 4 Freunde aus Forst hinzu.
Bei – 10 Grad Außentemperatur vertrieb sich der gewaltige Mob die Kälte durch singen. Der Support hinter den 3 Zaunfahnen war  jedenfalls unterhaltsam für die benachbarten Blöcke.
Die Homebase der Energie Fans war wohl gedanklich schon beim Pokalhalbfinale in Duisburg. Anders ist es nicht zu erklären, dass der Stimmungshöhepunkt war, als eine Katze (!) übers Spielfeld rannte. Auf jeden Fall hat der Haustiger jetzt erst mal 3 Jahre Stadionverbot…

Besonders übel stießen uns die Schikanen der Security auf. Trotz der geringen Anzahl an Frankfurter und ohne jegliche Verdachtsmomente mussten wir die Schuhe ausziehen, die Geldbeutel öffnen usw. Sogar Levdy, unserem osterprobten Allesfahrer, ging das so gegen den Strich, dass er wohl nicht mehr ins Stadion der Freundschaft fährt. Was haben die den zu finden gehofft bei 25 Leuten? Nächstes Jahr kommen wieder die Rostocker. Ob die wohl alle die Schuhe ausziehen müssen?





Alemannia Aachen -  FSV Frankfurt  2:1


Die gutgelaunte SB-Busfahrercrew

Nix drin in Aachen. Seit dem Aufstieg waren wir dreimal in der Karlsstadt zu Gast. Ergebnis unterm Strich: 0 Punkte. Es war nicht so, dass wir keine Chancen gehabt hätten. Aber mal klärte unser Stürmer schön vor dem gegnerischen Tor, mal ließen wir Auer kurz vor Schluss im Fünfmeterraum frei stehen. Es war deutlich mehr drin am Tivoli. So fuhren wir zum drittenmal in Folge aus Aachen ohne Punkte heim und auch zum dritten mal in Folge von einem Auswärtsspiel. Jetzt dürften auch beim letzten Träumer die Aufstiegsträume ausgeträumt sein…


Die gutaufgelegten Ultras

Der Trend der letzten Heimspiele mit vielen jungen Supportern setzte sich auch am Samstag weiter fort. Ca. 35 Leute aus dem Dunstkreis der Senseless Crew und einigen Falken starteten um 6.30 Uhr in Frankfurt mit dem RE. Sogar die SC-Leute der ersten Stunde dürften sich mittlerweile wie Papa Schlumpf vorkommen, denn das Durchschnittsalter der Zugfahrer ist erfreulicherweise gesunken. Ohne besondere Vorkommnisse kamen sie zeitig am neuen Tivoli an.

    
Der gute Bernd und der gute Wally

Der Grossteil der SB`79 Awayfahrer wählte den Vereinsbus und belegte komplett das hintere Drittel. Leider waren in den zwei vorderen Dritteln recht wenig Passagiere untergebracht, so dass man von einer unzureichenden Auslastung ausgehen kann. Einen prominenten Fahrgast hatten wir auch an Bord: Marc P., der El Präsidente der Falken. Er fuhr lieber mit dem Bus als mit dem Zug und war ohne sein gefiedertes Gefolge unterwegs. Außerdem saß Bernd Reisig im Bus... Der zurückgetretene Geschäftsführer, Ex Schatzmeister, Ex Präsident, Ex Manager des FSV Frankfurt wollte eine Reise tun. Im Schatten von Marc P. wurde er allerdings zum B-Promi degradiert. Also praktisch kurz vor dem Dschungel. Zum ersten mal war er in einem Fanbus, direkt an der Basis und er wurde Zeuge wie viel Alkohol in einen menschlichen Körper (135 kg) passt. Onkel Andi in Hochform! Abgesehen davon, dass er nicht pausenlos Bier in sich hinein füllte, fügte sich Bernd Reisig gut in die Reisegruppe ein.


Gute Laune auch im Block

Im Stadion vereinten wir uns dann noch mit unseren Zug- und Autofahrern, so dass etwa 25 Leute von SB`79 vor Ort waren. Gute Quote, wäre nur schön wenn wir alle mal das selbe Transportmittel wählen würden. Insgesamt befanden sich etwa 150 Bornheim unter den 15.800 Zuschauern in halb gefüllten Viereck. Support gut, besser als bei den Heimspielen.
Crew, Falken und SB`79 haben an einem Strang gezogen und es lief einfach prima.


Auch nach dem Spiel noch guter Hoffnung

Die Aachener Fanszene zahlt einen hohen Preis für ihr neues, zweifelsohne schickes Stadion. Denn trotz einer proppenvollen Heimtribüne, kam nur selten Stimmung wie in der alten Hütte auf. Die geniale Atmosphäre des ursprünglichen Tivoli konnte nicht mit in den neuen Bau mitgenommen werden.
Hinter dem Tor mühte sich eine etwa 40 Mann starke Ultra Gruppe, deren Mühen aber im Gästebereich kaum messbar war. Ein weiteres Stimmungseck, etwa dreimal so groß gibt es noch links oben auf der Heimtribüne. Es zählt zu den Besonderheiten der Aachener Szene, dass die Fans unterschiedliche Lager haben und nicht zusammen stehen oder gar supporten. Geil hat es sich nur zum Anpfiff und nach den Toren angehört, ansonsten war das für dies Potential aber so was von zu wenig.


Die gutabgefüllten ICE-Fahrer von Schwarz-Blau79 konnten noch
die Aachener Altstadt unsicher machen

Die Versorgung im Stadion ist ok. Bier mit Treibstoff, die Pommes nicht so fettig wie bei uns. Die Security war anständig, aber in der Regel hat man mit uns ja auch keine Probleme. Die Stadionverbotler warteten vor dem Stadion, genossen den Sonnenschein und lauschten unseren Gesängen.
Die Zugfahrer wurden direkt hinter dem Gästeblock mit einem Gelenkbus abgeholt. Es gab schon Zeiten, da hätten die alle in einen  VW-Bus gepasst, aber es entwickelt sich was in der schwarz-blauen Fanszene.
Gegen 19.30 Uhr erreichte unser Bus samt seiner mit ihm reisenden Prominenz den Richard-Herrmann-Platz und unser B-Promi dürfte sich sicherlich das ein oder andere mal gefragt haben, wo er da nur gelandet ist.






FSV Frankfurt   -   SpVgg. Greuther Fürth     0 : 0



Nach den bekanntermaßen suboptimalen Ergebnissen der letzten zwei Spiele, war das torlose Remis gegen eine spielstärkere Mannschaft eine Kehrtwende. Immerhin ein Punkt und kein Gegentor, das ist gut für die Bornheimer Seele.

Unter den 3.014 Zuschauern war auch ein ganz beachtlicher Haufen aus Franken. Gut 250 Leute im Block. Wenn man überlegt, dass die Kleeblätter ja kaum Umlandfans im Rhein-Main Gebiet haben ist das für einen Freitag Abend mehr als in Ordnung. Der Großteil hat auch ordentlich supportet, die waren auf der Südtribüne - auch durch den Wind begünstigt - oftmals besser zu hören, als unser Block.

         

Optisch haben sie ihr Areal mit großen Fahnen am Zaun und den Wellenbrechern gut abgesteckt. Die Zaunbeflaggung konnte man zwar kaum lesen, sah aber gut aus. Alles in grün-weiß. Gesamtnote 1, da von den Fürther Ultras über 90 Minuten durchgehend supportet wurde und die Fahnen wurden auch unermüdlich geschwenkt! Respekt...!



Es ist zwar traurig, dass die Gesamtzuschauerzahl stagniert, aber im Block N verzeichnen wir einen großen Zulauf an jüngeren Fans. Und das hoffentlich dauerhaft. Es hat sich hinter dem Zaun eine größere Gruppe gebildet, die ganz ordentlich für Stimmung sorgt. Darüber, praktisch als Verstärker stehen dann wir und noch eine ganze Reihe an unorganisierten Fans. Es ist mehr als überfällig, dass wir uns aus der Rolle als Stimmungsmacher zurückziehen und die Jungen das Ruder in die Hand nehmen.

Was nicht heißen soll, dass wir uns nicht mehr am Support beteiligen - im Gegenteil - wir sollten die jüngeren Fanatiker unterstützen, wo wir nur können!



Ein Manko stellte die ganze Zeit der fehlende Capo da. Umso größer die Gruppe anschwillt, umso unverzichtbarer ist ein Mann auf dem Zaun. Es wird schon beim nächsten Heimspiel gegen Karlsruhe einen Vorsänger geben (wenn er nicht das Megafon vergisst... ), der die Sache dann hoffentlich dauerhaft macht.
Also helft ihm bitte und macht mit. Auch wenn es vielleicht am Anfang nicht perfekt laufen sollte. Am Freitag hätten wir ihn schon gut gebrauchen können…





Vorankündigung:

Wir haben zum letzten Auswärtsspiel in Augsburg am Sonntag, dem 08. Mai wieder mal einen eigenen SB`79 Bus, d.h. ca. 15 Stunden Partyyy und Obszönitäten!

Fahrpreis beträgt 25 Euro.

Eine Bitte an unsere Mitglieder: Bitte meldet Euch rechtzeitig bei Thomas an, da Clubmitglieder natürlich bevorzugt gebucht werden. Die Nachfrage wird das Platzangebot wahrscheinlich übersteigen und wir wollen doch alle mal wieder ein gemeinsames Event, bei dem sich sämtliche Fanclubmitglieder einbringen können!!!

Alle anderen Mitfahrgesuche von Freunden, Groupies und Artverwandten bitte an schwarzblau@arcor.de (Patrick) oder an vialkowitsch@t-online.de (der liebe Thomas).




Poster und Aufkleber

Wer noch neue Plakate und Sticker mit dem Motiv Faszination FSV Frankfurt braucht, der melde sich bitte bei uns im Block N.
Die sind kostenlos, solange der Vorrat reicht.








FC Erzgebirge Aue - FSV Frankfurt 3:1


Es war kalt, sehr kalt sogar....

Morgens um Zehn trafen sich 39 untentwegte FSV-Fans am Bornheimer Hang, um ihrer Mannschaft nach dem 0 zu 6 in Düsseldorf, zur fanungerechten Anstoßzeit, Dienstag, 18.00 Uhr, die nötige Unterstützung in der Fremde zukommen zu lassen. Da man 39 Leute nur schwerlich in einen 30er-Bus bekommt, wurde kurzerhand von der Fanbetreuung noch ein 9er organisiert, so dass alle Anwesenden die Reise auch antreten konnten.

Erwähnten wir schon, dass es ziemlich kalt war? Auf der Hinfahrt wären uns auf den Raststätten in Franken und im Vogtland fast die Mitfahrer erfroren - Minus12° waren angesagt, örtlich auch darunter. Nach ca. 4,5 Stunden waren wir dann im Erzgebirgsstadion angekommen und siehe da - Minus 8° waren da geradezu erträglich!

Der Glühwein, auch der mit Amaretto, war dann der willkommene BegrüßungsdrinkS für uns durchgefrorene Hessebube. Ordner und Polizei waren durchaus freundliche Menschen, die mit uns zusammen froren, aber den Glühwein auslassen mussten. :-)

Irgendwann kamen dann auch die 3 Zugfahrer und einige Freunde aus Jena, was zur Folge hatte, dass sich nun knapp 70 Loite im Gästeblock des wunderschönen Erzgebirgstadions einfanden.



Die Stimmung war kältebedingt sehr, sehr bescheiden, teilweise sangen nur 5-6 Unentwegte die heiligen Lieder zu Ehren des Sportvereins - eindeutig zu wenige - wenn ich schon mein Team an einem Dienstag über 900km durch die halbe Republik verfolge, kann ich doch auch ab und zu meine Liebe zu den Schwarzblauen kundtun... Aber wie bereits geschrieben - es war sehr kalt...

Nach dem 1:1 durch Gjasula kam dann kurzzeitig Stimnmung bei uns auf - der frühe zweite Gegentreffer würgte das dann aber auch schnell wieder ab.



Stimmung bei Aue nicht schlecht - teilweise kam der Support von allen 3 Tribünen und der Sieg und die nachträgliche Herbstmeisterschaft stimmten die Schachtis gar froh!
Nette Leute sind das übrigens - kann man leider nicht von allen Ostvereinen behaupten.

Nachdem man der Mannschaft, nach dem Spiel am Zaun, noch Mut für die nächsten Aufgaben zugesprochen hatte, ging es dann auf den laaaangen Heimweg ins schöne Hesseland - um 2 Uhr nachts war dann der letzte Bus wieder in Frankfurt angekommen, während die Zugfahrer noch einige 100km vor sich hatten.



Trotz Niederlage war es eine der Auswärtsfahrten, die die Fanszene noch enger zusammenschweißte - größere Streitigkeiten können wir uns in diesem, eher exklusiven Kreis von Auswärtsfahrern, auch nicht leisten.

Motto fürs Fürth-Spiel: Alle schreien bis der Arzt kommt!!!












Fortuna Düsseldorf - FSV Frankfurt 6 : 0


Gegendarstellung zum Spielbericht auf Sport1:

Der Spartensender hatte in seiner Spielzusammenfassung am Freitagabend berichtet, dass unter den 18.027 Zuschauern 27 Fans aus Frankfurt wären. Das ist falsch! Vielmehr ist richtig, dass etwa 120 Bornheimer in Düsseldorf waren. Verzerrt wird das Bild zudem durch die Einblendung des FSV-Blocks kurz nach Wiederanpfiff, als die Hälfte der Leute noch am Bierstand oder austreten waren.

Jetzt sind 120 Auswärtsfahrer auch nicht gerade ein überwältigender Mob, aber ganz so peinlich wie uns die Münchner mit ihren Zahlenspielen hinstellen, war es dann doch nicht.
Der Fanbus des FSV war sogar ausgebucht. Wir mit 5 Mann dabei, hinten ein Haufen Falken und der Rest war gemischtes Publikum. Erschwert schon mal die Musikauswahl. Sogar bei einer Hosen DVD regte sich der Protest von betagten Mitfahrern. Naja, das kann man wohl nie allen recht machen.
Belästigt fühlten wir uns nur durch den penetranten Körpergeruch eines jungen Herrn. Wahrscheinlich hat der in Vorfreude auf die Auswärtsfahrt die ganze Woche in seinem Kapuzenpulli geschlafen. Wenn Du diese Zeilen lesen solltest: Wasch Dich bitte das nächste mal!
Auf der Rückfahrt gab es noch ein fernsehtaugliches Beziehungsdrama für alle Mitfahrer. Ja, die Falken bereichern unsere Fanszene.....



Die Senseless Crew war mit einem Kleinbus unterwegs und kam prompt eine Viertelstunde zu spät. Aber immerhin rechtzeitig zum ersten Gegentor. Der Rest, auch von uns, war mit PKW angereist.
Seit dieser Saison sind die Gästefans in der Esprit-Arena in einem neu errichteten Stehplatzbereich untergebracht. Wahrscheinlich hatten die nach dem letzten Hansa Rostock Gastspiel im Mai keine bunten Sitzschalen mehr. Der Zaun um den Block herum ist absolut fies. Sehr engmaschig und obendrauf superspitze Dornen. Da kann man kaum verletzungsfrei die Zaunfahnen aufhängen.
Also wir genau diagonal zum Fortunablock, der etwas imposanter als der unsere war. Für die dünne Kulisse in dem riesigen Tempel waren die aber ordentlich laut. Die Kälte haben sie sich durch kollektives hüpfen und durchgängigem Support vertrieben.





Bei uns im Block war die Stimmung erst nach dem 0:4 richtig gut. Es war der Galgenhumor und eine große Prise Selbstironie, die uns dazu veranlasst hatten, Fahnen zu schwingen, Lieder zu singen und mit freiem Oberkörper rumzutanzen. Das kam auch ganz gut an und hat unseren Verdruss vertrieben.



Wir als kleiner Verein, der nur wenige Leute mitbringt, der nicht gerade der Publikumsmagnet ist und den deswegen eigentlich niemand in der zweiten Liga haben möchte (genauso wie vielleicht noch Ingolstadt), haben auch nur die eine Chance uns Sympathien zu erwerben. Nämlich wenn wir originell und fröhlich auftreten.
Jetzt ist ein 0:6 kein Vergnügen, doch es hätte auch nichts daran geändert, wenn wir unsere Fahnen eingerollt und das Stadion verlassen hätten. So bleibt den Düsseldorfern und den Fernsehzuschauern auf Sky wenigstens im Gedächtnis haften, dass der FSV zwar kaum Leute mitbringt, aber die, die mitkommen, sind schon etwas verrückt.



Die Esprit-Arena haben wir nun schon das zweite mal besucht (0 Punkte). Jetzt im Winter war es natürlich ein Vorteil, dass der gesamte Bereich vor den Blöcken eingehaust und beheizt ist. Da konnte man schön sein Altbier oder Warsteiner im warmen trinken. Die Atmosphäre eines Fußballstadions geht natürlich verloren. So ist der Bau mit dem Charme eines Einkaufszentrums für Traditionalisten eine Katastrophe und für Freunde des modernen Fußballs ein Fortschritt. Soll sich jeder selbst sein Urteil machen. Auf jeden Fall ist es für einen FSV Fan ein Genuss seinen Verein in den großen Stadien der Republik spielen zu sehen.



Der Weg zum Gästeparkplatz ist nicht allzu lang. Nur dort kam man mit Heimfans in Kontakt, wenn man mal von den 2 Vollidioten absieht, die kurz vor Spielende in unseren Block kamen und uns etwas ärgern wollten. Die waren aber schnell umstellt und wurden schließlich vom Ordnungsdienst aus dem Gästebereich geführt.

Auf der Rückfahrt hätte man teilweise meinen können, wir hätten 6:0 gewonnen, so wurde gesungen und getrunken. Und dann kam ja auch noch der Auftritt des jungen Liebespaares - herzergreifend.










FSV Frankfurt - Rotweiss Oberhausen  4:0



"Wo ist Helmut Schön?" (Oh, wie ist das schön, für Nichteingeweihte...) So schallte es deutlich hörbar aus Block O. Denen hatte man am Sonntag wohl was in den Kaffee geschüttet, denn dort war zeitweise richtig Stimmung. Überhaupt kann man stimmungstechnisch nur die letzten 10 Minuten bemängeln. Anstatt Partylaune war da wohl eher das warten auf den Schlusspfiff angesagt. Sonst kam das fett rüber. Klar, es waren wieder nur 3.200 Zuschauer am Hang, da sind wir immer laut und es hallt wunderbar in die Haupttribüne.


So sah es 3 Minuten vor dem Anpfiff aus - bitte nächstes Mal früher kommen!!!

Die Südtribüne war gut gefüllt, das Gros der Zuschauer befand sich dort. Im Block N haben alle relevanten Gruppen beieinander gestanden, nur der obere Teil des Fanblocks zeigte sich etwas schwerfällig. Aber die jüngeren und jung gebliebenen im unteren Bereich haben das gut kompensiert. Wunschkonzert wäre natürlich, wenn alle mitziehen würden. Dann hätten wir richtige Heimspiele…

Wie schon in Bielefeld hat sich der Henry bemüht Struktur in den Support zu kriegen, was ihm ganz gut gelang. Typisch für unsere Fanszene ist es allerdings, dass jeder etwas anstimmen kann und somit der Gesang nicht nur von einer Person anhängig ist. Aber wir merken immer wieder, wie wichtig es ist, dass einer da ist, der den Leuten freundlich in den Arsch tritt, damit sie weiter singen.



Was unsere Mannschaft geboten hatte, spielte uns natürlich in die Karten. Man spürte bis zum Schluss die Spielfreude und den Tordrang. Oberhausen hatte bis auf zwei Chancen zu Beginn keine Tormöglichkeiten und war mit dem 4:0 noch gut bedient. Es war unser höchster Saisonsieg und nun haben wir komfortable 32 Punkte. Damit das nicht in Vergessenheit gerät, vor einem Jahr hatten wir deren 13 und verloren unser erstes Heimspiel in der Rückrunde mit 0:5 gegen Fürth. Damals protestierten wir noch auf der Freitreppe der Gegentribüne gegen unsere Mannschaft. Es war das erste und einzige mal, dass diese architektonisch äußerst zweifelhafte Treppe einen Zweck erfüllen konnte.
An diesem Sonntag wurde die Truppe noch lange nach Spielende gefeiert und siehe da, die Süd war auch nach dem Abpfiff noch gut gefüllt und feierte mit der Mannschaft.
Geht doch....



Der Oberhausener Mob war sehr übersichtlich. Etwa 50 - 60 Ultras, insgesamt vielleicht 120 Leute. Zugegebenermaßen waren die anfangs fast lauter als wir, aber das legte sich relativ schnell. Unschön war, dass sie unsere Spieler mit Bierbechern beworfen haben, das hätten die mal lieber mit ihren eigenen Spielern machen sollen.
Nach dem Treffer zum 0:4 kam es zu einer nicht zu übersehenden Abwanderungsbewegung. Die RWO-Fans hingen ihre Zaunfahnen ab und verließen den Block. Auch die Ultras wollten nur noch nach hause, mussten aber erst einmal ihren Busfahrer suchen. So spielte Oberhausen ab der 75. Minute nicht nur mit 10 Mann, sondern auch ohne Fans.



So gab es nur glückliche Zuschauer am Bornheimer Hang. Bis auf Peter K., der war doch etwas traurig. Sexy Cora hat es nicht geschafft und ist nach ihrer Busen OP (wir berichteten) verstorben. R.I.P.!






Arminia Bielefeld - FSV Frankfurt 1:1

Westfalen platt, ähh... Blatt

Es war mehr als ein Unentschieden drin gewesen bei der runderneuerten Arminia, doch am Ende mussten wir mit dem einen Punkt zufrieden sein. Waren wir dann auch, denn in der Schlussphase, als wir nur noch zehn Spieler auf dem Platz hatten, machte Bielefeld ordentlich Dampf. Allerdings hatte Ewald Lienen seine Meinung, dass die Arminia den FSV dominiert hatte, für sich exklusiv.

Ein Riesenkompliment gibt es von uns für die Bielefelder Fans. Fast während des gesamten Spiels stand die Hintertortribüne geschlossen hinter ihrer Elf. Trotz der katastrophalen Ausgangssituation mit 7 Zählern aus der gesamten Vorrunde. Auch das restliche Publikum ließ sich mehr als einmal zum mitmachen animieren. Lediglich nach unserem Führungstor schien auf der Alm der Glaube an das Wunder verloren gegangen zu sein. Da war Grabesstille!
Nach dem Schlusspfiff, es gab nur einen Punkt für Arminia und alle wissen, der ist zu wenig, gab es noch lange Ovationen und Mutzusprechungen von den Rängen. Da ist kaum einer gegangen. Wir erinnern uns, beim FSV ist die Südtribüne unabhängig vom Spielausgang, schon mit dem Schlusspfiff halbleer.
Auch Animositäten gegenüber der Gastmannschaft konnten wir nicht feststellen, so dass das ostwestfälische Publikum trotz der Bedeutung des Spiels sehr fair war.

Supportgeile Arminen!

Unter den 13.006 Zuschauern waren etwa 100 FSV-Fans. Wir fragen uns wirklich, was muss noch geschehen, dass das endlich mal ein paar mehr werden. Da spielt der FSV im vorderen Tabellendrittel mit und der Verein muss überlegen, ob der Fanbus mangels Nachfrage storniert werden muss. Das kann doch alles nicht sein. Seit wir in die 2. Bundesliga aufgestiegen sind, bleiben unsere Anhänger auswärts lieber zu Hause und ziehen sich das Spiel auf Sky rein. Wir waren ja teilweise in der Oberliga Hessen mit mehr Leuten auswärts unterwegs.


SB79 - Sektion 110kg+




Sektion " naggisch"

Naja, der Bus fuhr dann doch noch. War aber nur zur Hälfte gefüllt. Superkomfortabler Schlitten! SB`79 hat etwa die Hälfte der Reisegesellschaft ausgemacht und sofort im hinteren Bereich Quartier bezogen. Hoch die Tassen! Trotz der trockenen Kehlen konnte Marco sein mitgebrachtes Henninger Bier nicht an die Leute bringen. Irgendwo gibt es bei allem Durst eine Grenze. Dann lieber doch Bitburger und Binding beim Fahrer gekauft. 1 Euro die Pulle, geht durch.
Irgend jemand aus dem vorderen Busbereich hatte die grandiose Idee eine Mario Barth DVD einzulegen. Geschmackssache! Die haben wir dann bei der ersten Gelegenheit gegen Rammstein eingetauscht. Kam besser rüber, zumindest für den hinteren Busbereich....


Der Spinningtrainer und der Schwerstalkoholiker....

Die Falken und die Senseless Crew sind zusammen mit dem Zug gekommen. Ohne wirkliche Zwischenfälle kamen die auch noch rechtzeitig zum Spiel. Eine Liebesbeziehung zwischen den zwei Gruppen wird das trotz der gemeinsamen Reise aber wohl nicht werden. Zusammen gezählt dürften da also noch mal 25 Supporter mit der Bahn gekommen sein. Die Stadionverbotler mussten das Spiel in einer nahe gelegenen Gaststätte ohne Bezahlfernsehen abwarten.

Heute hat die Crew in Sachen Support mal wieder einen ihrer besseren Tage erwischt, lag wohl auch an Henry, der die Leute dazu animierte. Es war zwar nicht einfach gegen unglaublich laute Heimfans, doch für unser kleines Häuflein war das ganz passabel.
Die Rückfahrt im Bus war wie immer eine sehr heitere Angelegenheit. Dazu haben wir uns das neue Werk von Frei.Wild rein gezogen. Bärenstarke Scheibe. Ansonsten waren wir im Gedanken bei Porno Cora von Big Brother, die während ihrer siebten Busen-OP ins Koma gefallen war. Ein paar Zugfahrer waren auch umgestiegen und somit um 20.20 Uhr wieder am Bornheimer Hang.
Die Bahnkunden hatten auf ihrer Heimreise ebenfalls keine Schwierigkeiten und trafen nach zweimaligem Umsteigen um halb zehn wieder am Bahnhof ein.

Den Neujahrsempfang des FSV am selben Abend haben sich die meisten dann geschenkt. Nach über 12 Stunden Biertrinken, lachen und dummes Zeug schwätzen ist irgendwann mal gut…


Bornheims Stolz!


Danke an SB79-Mitglied des Monats "WestHamWally" für die wie immer gelungenen Fotos!    ;-)









FC Erzgebirge Aue   -   FSV Frankfurt     abgesagt

Platzkommission

Bereits am Donnerstag wurde die Begegnung der Überraschungsmannschaften abgesagt. Ärgerlich, denn für die Busfahrt hatte sich eine große SB`79 Clique angemeldet. Das wäre bestimmt lustig geworden.

Um die Zustände vor Ort zu überprüfen, haben wir einen eigenen Vertreter nach Aue geschickt, der uns die Unbespielbarkeit des Platzes auch bestätigte. Ohne Spaß! Levdy hatte Bahnreise und Hotel schon längst gebucht und machte sich trotz der Absage am Freitag mit 3 weiteren Verrückten auf die Reise ins Erzgebirge.

Nach der unangemeldeten Platzinspektion begaben sich die Unentwegten in die lokale Kneipenszene, um am nächsten Tag mit schwerem Kopf die Heimreise  anzutreten.


Platzkommission 2

Zu unserem vorweihnachtlichen Beisammensein am Sonntag waren alle wieder angekommen und lauschten den Ausführungen von Patrick und Thomas. Ein paar Videoclips und ein Film über den FSV rundeten das Programm ab.
Es war ein schöner Nachmittag, an dem wir das Binding Eck ganz für uns alleine hatten und das war auch gut gefüllt. Mit intensiven Küssen verabschiedeten wir uns in die fußballerische Winterpause. Frohes Fest!

Danke an Tobias S. für die Beweisfotos!





FSV Frankfurt   -   FC Augsburg     1 : 2


Für 9 Minuten waren wir Tabellenführer der 2. Bundesliga. Ein tolles Gefühl, der Verein mit den wenigsten Zuschauern, dem kleinsten Fanblock und dem schmalsten Etat an der Spitze der Liga. Sascha Mölders hatte zum 1:0 eingenetzt und Duisburg spielte remis.
Letztendlich gewann Augsburg. Nicht unverdient. Der Siegtreffer in der 87. Minute war das Resultat drückender Überlegenheit in der 2. Halbzeit. Der FCA ist auf jeden Fall ein Aufstiegsanwärter, denn sie waren das stärkste Team, das bis dahin am Bornheimer Hang gastierte.



Auch die Möglichkeit für einen Tag Spitzenreiter zu sein, lockte das Frankfurter Publikum nicht ins Stadion. Wiederum nur 3.500 Leute, davon  ca. 500 Schwaben in unserer kalten Heimstätte.
Wenigstens der Fanblock auf der Süd war gut gefüllt und auf der Haupttribüne saßen eine Menge Kinder vom Kids Club. Im Block N fehlt einfach jemand, der den Support koordiniert, denn phasenweise wurden 3 verschiedene Sachen angestimmt. Und überhaupt gab es wieder zu viele Schweigephasen. Aber wenn mal alle den Schnabel aufbekamen und auch noch dasselbe sangen, hat sich das richtig fett angehört.



An diesem Samstagmittag drehte sich ausnahmsweise nicht alles um das Spiel, sondern der Fokus lag auf der angekündigten Pressekonferenz nach dem selbigen. Der FSV-Geschäftsführer Bernd Reisig trat von seinen Ämtern zurück, da er durch die Verarschungstaktik der Stadt Frankfurt bezüglich des Stadionumbaus ausgebrannt ist. Genauere Hintergründe und ausführliche Berichte dazu, entnehmt bitte den entsprechenden Foren.



Nun kann man zu Bernd Reisig stehen wie man möchte. Man kann ihn mögen oder auch hassen, aber eines muss man ihm lassen: er ist ein Schwarz-Blauer durch und durch und hat sich für seinen Verein eingesetzt, bis ihm die Kraft ausging. Überraschend für viele, denn man dachte er wäre ein Quell steter Energie. Aber das Spiel, was die Stadt, die CDU und Sportdezernent Markus Frank mit ihm trieben, ließ seinen Tatendrang erlöschen.

Zurückblickend können wir von SB`79 behaupten, dass unsere Zusammenarbeit mit ihm in großen und ganzen in Ordnung war. Wir haben uns auch gestritten, aber er hatte immer ein offenes Ohr für unsere Anliegen. Speziell in Zeiten der Oberliga, als es noch keine Fanbetreuung und zuständige Mitarbeiter auf der Geschäftsstelle gab.
Ohne nun zu den allgemeinen Lobeshymnen noch eine weitere hinzu zu posaunen, muss aber auch in diesem Bericht erwähnt werden, dass wir ohne Bernd Reisig wahrscheinlich immer noch gegen Baunatal und Waldgirmes spielen würden.

Wie geht es nun weiter mit dem FSV Frankfurt? In den letzten Jahren wurde der Verein immer mehr mit der Person Bernd Reisig verbunden. Sein Netzwerk an Kontakten war der Schlüsselbund zu vielen Räumen der Politik und der Wirtschaft. Es lief praktisch nichts ohne den schwergewichtigen, redegewandten Manager, in den Medien war er stets präsent.
Sollte sich die Hoffnung zerschlagen, dass er in irgendeiner Funktion wieder in sein Büro zurückkehrt, dann muss sich der FSV neu finden. Der Verein wird mit Sicherheit keinen neuen "starken Mann" inthronisieren, sondern wäre dann gut beraten zu zeigen, dass der FSV mehr ist als Bernd Reisig. Es führt kein Weg an einer neuen Außendarstellung vorbei.



Die besagte PK wurde von einigen hundert Zuschauern im Stadion auf der Videowand verfolgt. Relativ emotionslos nahmen die FSV-Fans die Ausführungen von BR zur Kenntnis, viele waren aber doch traurig, ob dem Ende einer Ära.
Die Senseless Crew verfolgte das Geschehen mit ihren Stadionverbotlern auf der Freitreppe der Gegentribüne. Die haben als einzige lautstark nach dem Rücktritt gejubelt. Damit hat sich die Gruppe allerdings keine Freunde gemacht.In diesem Zusammenhang über einen Rücktritt zu jubeln, war für manchen alteingesessenen FSV'ler ein Schlag vor den Kopf. Vielleicht sucht die CDU, um Herrn Frank, ja noch Wahlkampfhelfer...

Es hat nicht viel gefehlt und aus verbal wäre ernst geworden. Cops und Security waren rasch zur Stelle. Idiotische Aktion!




Für unsere Mitglieder

Die Wichtelaktion auf unserem vorweihnachtlichen Treffen ist ersatzlos gestrichen. Wir haben ein paar andere Punkte im Programm. Wer uns dennoch Geschenke machen möchte, kann dies gerne tun.

Ansonsten bleibt alles beim alten. Bis Sonntag…




MSV Duisburg   -   FSV Frankfurt     1 : 3

Also so langsam wird es unheimlich! Tabellenplatz 6, einen Punkt hinter Hertha BSC. Der Verein mit dem kleinsten Etat auf Tuchfühlung mit dem Verein mit dem größten Budget.
Und in Duisburg, immerhin Zweitplazierter des Klassements, nicht mal eben nur mit Glück gewonnen, sondern auch überzeugenden Fußball geboten.

10.170 Besucher im früheren Wedaustadion staunten nicht schlecht über das Frankfurter Passspiel, Torchancen für den FSV und einen wieder einmal sensationellen Patric Klandt im Tor.
Es scheint, dass nicht nur der FSV Frankfurt, sondern auch der MSV Duisburg ein kleines Zuschauerproblem hat, denn diese Kulisse ist des Tabellenstandes der Zebras nicht würdig.
Von den erwähnten 10.170 Leuten muss man ja auch noch den gewaltigen Gästemob rausrechnen, so dass man ungefähr auf 10.090 Duisburger kommt.

Unter den etwa 80 FSV-Fans auch gut und gerne 15 der jüngeren Generation. Mit dem Support hat es phasenweise geklappt, manchmal aber auch nicht.
Auf jeden Fall war die 0:5 Schlappe vom Januar an gleicher Stätte schnell vergessen…



FSV Frankfurt    -   VfL Osnabrück     4 : 1


Unsere Taktik ging mal wieder voll auf. Wie schon beim Heimspiel gegen Union Berlin schläferte der FSV Fanblock die Gästemannschaft ein und unsere hellwache Mannschaft nutzte das eiskalt zum Führungstreffer nach 4 Minuten. Danach werden wir dann so langsam lauter.
Also, wenn hier wieder jemand anbringen möchte bei uns wäre es zu leise auf der Tribüne, speziell zu Spielbeginn. Das hat seinen guten Grund und jetzt kennt Ihr ihn alle.

2.808 Besucher, eine kuschelige Kulisse. Das dichte Schneetreiben dürfte uns ein paar hundert Besucher gekostet haben. Wir wissen jetzt nicht, ob es an der Nässe und der Kälte oder am berauschenden Spiel unserer Mannschaft lag, dass das was von den Rängen kam überdurchschnittlich war. Sogar im Sport1 konnte man unsere Wechselgesänge mehr als deutlich hören. Man hat gemerkt, wir waren halt unter uns und teilweise haben 3 Tribünen mitgemacht. Wenn das mal immer so wäre! In der unteren Hälfte vom Block N waren fast nur junge Supporter, darauf lässt sich aufbauen.
Die Senseless Crew war im halben Dutzend vor Ort, aber sind sich mit dem Verein noch nicht ganz einig geworden (wir berichteten beim Union Spiel). Aber am Freitag Abend konnte deren Stimmungsboykott ganz gut kompensiert werden. Aufgefallen ist die Gruppe sonst nur durch Sandros neue Frisur. ;-)



Die Niedersachsen waren mit etwa 300 Leuten angereist und haben am Anfang ganz ordentlich gesungen, aber das klang mit jedem Gegentreffer hörbar ab. Da die ja nun zur Pause schon mit 0:4 hinten lagen, herrschte in der 2. Halbzeit frostiges Schweigen im Block. Den Ehrentreffer durch einen Elfer in der 82. Minute nahmen die Lila-Weißen zur Kenntnis. Der Jubel war in etwa so groß als hätte der Stadionsprecher ein falsch geparktes Fahrzeug durchgesagt. Aber das war auch eine ganz miserable Leistung ihrer Elf.

Das Problem bei dieser Witterung ist nicht, dass es einem ins Bier schneit, sondern dass die Fahnen klatschnass und unglaublich schwer werden. Es dauert immer Tage, bis die Bewohner eines 6 Familienhauses im Osten Frankfurts ihre Kellerräume wieder ohne Behinderung betreten können. Dann sind alle Banner wieder trocken!
Ansonsten weiß der leidgeprüfte Hardcore Südtribünenbesucher ja ohnehin was ihn in den Wintermonaten erwartet und lässt sich weder von Regen, Schnee, Hagel und Wind abhalten.
Wer Heizstrahler im Stadion möchte muss nach Düsseldorf oder Leverkusen fahren.







TSV 1860 München     -     FSV Frankfurt   3 : 3


100 Bornheimer, schalalalala. Wir singen 100 Bornheimer schalalalala…
Soviel dürften es in etwa gewesen sein in diesem Monstrum namens Allianz Arena. Über die Hässlichkeit des Stadions haben wir uns bereits in den letzten 2 Spielzeiten ausgelassen, wollen wir diesmal nicht wiederholen. Aber hübscher ist es nicht geworden.


...jedoch weiterhin gut bewacht!

Angebliche 17.000 Besucher bekamen ein mehr als unterhaltsames Spiel geboten. Einen offenen Schlagabtausch mit vielen Toren und ebenso vielen individuellen Fehler auf beiden Seiten. Die moralischen Sieger waren wir, denn die Mannschaft machte in beeindruckender Manier einen 1:3 Rückstand wett. Leistungsgerecht war das remis auf jeden Fall, hatten doch beide Mannschaften noch dicke Chancen zum Siegtreffer.



Von der Stimmung her war das Niveau etwas dünner. Der 60er Block war schon recht munter, aber auch mit 600-700 Leuten ist es in so einer Schüssel schon schwer. Von uns im Gästeblock und der 8 Leute Fraktion auf der Sitztribüne würde im Schulzeugnis stehen, dass wir bemüht waren und uns in stillen Momenten auch mal lauter zu Wort meldeten.
Nach der Pause hing über dem Münchener Fanblock ein großes Transparent "Raus aus der Arena". Angesichts der dürftigen Kulisse und der Atmosphäre ein verständliches Anliegen. Allerdings sei die Frage gestattet, wo sie denn ohne Geld hin wollen?





Erfreulich war, dass der Fanbus des FSV erstmals in dieser Saison ausgebucht war. Und es kommen immer wieder neue Gesichter hinzu. Die Stimmung im Bus auf der Hinfahrt eher dezent. Wir saßen mit unserem Clan im hinteren Viertel und hatten viel zu lachen. Über A. F., dessen Trinkgewohnheiten und seine moderne Interpretation einer Ehe. Die jüngeren schliefen fast alle und die vorderen Reihen starrten gebannt auf die LCD-Monitore, die die Fahrtroute anzeigten.



Es kamen zudem noch die ICE-Fahrer und die SB`79 Vorhut (Patrick und Conny), die seit Donnerstag in der Stadt verweilten und das Terrain auskundschafteten. Leider konnte L.G. die Reise nicht mehr antreten, da ihn seine Mitreisenden erst um 6.55 Uhr mit dem Handy weckten. Halt dumm, wenn dann der Zug um 7.06 Uhr startet. Er verpasste den Abstecher ins Hofbräuhaus vor dem Anpfiff…


"AUUUUSSSWÄRTSSIIIIEG!", naja fast...

Den hatten die Busfahrer zwar auch nicht, dafür hatten wir die Raststätte Holledau angesteuert. Auch schön!


Für Nachwuchs ist zumindest gesorgt!

Auf dem Heimweg kam die Reisegruppe dann doch etwas besser aus den Schuhen. Es wurde gesungen und gehüpft und die Toilette wurde zum Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens im Bus. Dazu haben wir uns noch mal die Live DVD von Unheilig angetan, damit auch diejenigen, die beim gemeinsamen Konzertbesuch am Freitagabend fast nur am Bierstand verweilten, sahen wofür sie Eintritt bezahlt hatten.

Mit der Ein Stopp Boxenstrategie waren wir bereits um 21.00 Uhr wieder am Bornheimer Hang und die dreiköpfige Fanbetreuung freute sich über einen reibungslosen Ablauf der Fahrt und eine gut gefüllte Getränkekasse.








FSV Frankfurt     -     1. FC Union Berlin   2 : 1


Die "Eisernen"  hatten eine der besten Gästechoreos, die es am Bornheimer Hang gab. Ein etwa 25 m langes Banner mit der Aufschrift "Vermisste Gefühle weiter aufleben lassen - Auswärtssieg!" in richtig guter Ausführung hing zum Anpfiff und etwa 5 Minuten danach am Zaun. Länger war nicht drin, da die Fluchttore zugehängt waren und es sowieso sehr kulant vom Ordnungsdienst war, dass das Teil dort hängen durfte. Eben aus diesem Grund. Dahinter war die halbe Nordtribüne mit roten und weißen Luftballons in den Vereinsfarben von Union gehalten. Einfach, aber gut. Kompliment, das sah wirklich geil aus.



Auch deren Support braucht sich nicht verstecken. Die etwa  800 Union Fans auf der Nord- und Haupttribüne (300 kamen mit dem Zug) waren nicht nur lautstark, sondern auch mal recht abwechslungsreich. Nicht der stets gleiche Dauergesang wie bei vielen anderen Gruppen, sondern ein größeres Repertoire. Man kennt die Gänsehautstimmung in der Alten Försterei, wenn aus vielen tausend Kehlen das Vereinslied gesungen wird. Auch in Bornheim kam das super rüber, allerdings ohne abstehende Haare an den Armen.

Auf unserer Seite sah es da ein wenig schlichter aus. Eine kleine Choreographie hatten wir zu Ehren des früheren FSV-Spielers Peter Koch durchgeführt, der am 03. November 60 Jahre alt wurde. Der frühere Zweitligaspieler verfolgt die Spiele seines FSV auch heute noch regelmäßig. Und zwar auf der Südtribüne, mitten unter den aktiven FSV-Fans. Einer von uns, niemals abgehoben und bodenständig. Auf zwei Spruchbändern wünschten wir ihm alles Gute.



Zu diesem Spiel haben wir mit "Südtribüne aktuell" mal wieder einen Flyer unter die Fans gebracht. Der ist der Nachfolger vom "Block 38" und erscheint allerdings nicht regelmäßig. 1.000 Exemplare gingen weg und wenn jeder seinen Biercoupon im Binding Eck eingelöst hat, dann glühte wohl der Zapfhahn in der FSV-Kultkneipe. Inhaltlich ging es um Themen rund um die Südtribüne.

Über den stimmungstechnischen Zustand in der 1. Halbzeit hüllen wir mal einen ganz großen Mantel des Schweigens. Erst nach der Pause ging etwas, auch mit gütiger Unterstützung von Block O und der Haupttribüne und ,da der Wind ausnahmsweise einmal gut stand, selbst von der Gegentribüne. Vielleicht haben in der Halbzeit alle unser Heftchen gelesen.
Unsere Ultragruppe trat am Samstag in den Streik. Hintergrund ist das Hausverbot für einige SV`ler, zudem wurde ihnen untersagt Senseless Crew Fahnen aufzuhängen. Bernd Reisig erwartet eine schriftliche Aussage, wie die Gruppe ausgerichtet ist. Dem voraus gingen Pöbeleien der Crew beim Auswärtsspiel der U23 in Großaspach. Wir stehen einem Verbot von Fahnen auch kritisch gegenüber und sind auch nicht glücklich darüber, dass sich unser kleiner Block weiter dezimiert. Jetzt müssen sich die Jungs halt mit dem Verein zusammensetzen und schauen wie es weiter geht.
In der zweiten Halbzeit hatte deren Jugendgruppe ihre Zaunfahne verkehrt herum aufgehängt und die Streikposten hockten dahinter. Jetzt waren wieder die Älteren von uns und die Falken gefordert gegen den Herbstwind an zu singen.

Wir wollen jetzt nicht vorrechnen, wie viele Frankfurter Besucher im Stadion waren, wenn man von den 3.500 insgesamt die 800 Berliner abzieht. Woran liegt es? Die Anstoßzeit um 13.00 Uhr? Na ja, um 15.30 Uhr kämen auch nicht mehr, denn dann gucken die Leute Bundesliga im Fernsehen. Am mangelnden sportlichen Erfolg kann es angesichts des 5. Tabellenplatzes ebenfalls nicht liegen.
Es ist halt so, wenn Du als kleiner Verein in eine Nische zwischen die Großen drängen möchtest, musst Du etwas Besonderes bieten. Der Fußball alleine ist es nicht, das wissen wir. Es geht um Stimmungen, emotionale Erlebnisse, die jemanden an einen Klub binden. Der zu umwerbende Fan muss diese in sich aufsaugen können. Hier liegen unsere Defizite. Es gibt zu wenig Aha-Momente am Hang, teilweise ist das Stadion zu lethargisch. Die Gänsehauteffekte wie bei Union Berlin beispielsweise, sind rar gesät. Hier müssen wir noch sehr viel aufarbeiten - große Baustelle!



Einen dürfte das wohl die nächsten 3 Jahre nicht mehr interessieren, denn der Gute schoss beim Treffer zum 2:1 euphorisiert und voll bis unter die Hutschnur zwei Sylvester Leuchtsterne gen Himmel. Es handelte sich hier um einen Fan, der eher unregelmäßig zu den Spielen kommt und in den 80er Jahren zeitweise mit uns über die Sportplätze zog. Leider hat er anscheinend nicht mitbekommen, dass heute alles was mit Feuerwerk zu tun hat verboten ist und außerdem alles lückenlos mit Kameras überwacht wird.


Achtung: Wir haben die Rubriken "Über uns" und "Streetwear" mal aktualisiert.





VfL Bochum   -   FSV Frankfurt     1 : 0


Die Mutter aller rundum überdachten Fußballarenen erwartete uns zum ersten mal.
Das alte Ruhrstadion bietet seinen Besuchern schon seit über 30 Jahren auf allen Plätzen den Komfort einer Überdachung. Wir wären ansonsten im herbstlichen Dauerregen auch klatschnass geworden. Die Arena ist zwar hier und da ein wenig in die Jahre gekommen, aber trotzdem ein sehr charmantes Stadion. Leider war dieses trotz der enormen Zugkraft des FSV nicht mal zur Hälfte gefüllt. 10.700 Zuschauer, darunter viele Erstklässler der Bochumer Schulen mit Freikarten, waren auch so eine Art Quittung für den bisherigen Saisonverlauf des VfL.

Der Fanbus des FSV war dieses mal immerhin zu drei Vierteln belegt, darunter 9 Leute von SB`79. Erwähnen wollen wir noch die Gattin von FSV-Stürmer Mölders, die mit 4 (!) kleinen Kindern im Bus mitfuhr. Darunter noch ein Hosenscheißer, Respekt!
Die Abfahrt wurde im Laufe der Woche von 13 auf 13.30 Uhr verlegt und wegen einiger Nachzügler ging es erst um 13.50 Uhr los. Dies sollte sich fast rächen, denn die Autobahnen kurz vor Bochum waren dicht. Mit Polizeigeleit steuerten wir den Gästeparkplatz an und dann folgte noch ein 10-minütiger Fußmarsch zum Gästeblock E1.



5 Minuten vor Anpfiff enterten wir die Stehterrassen, aber ein Teil verpasste die spielentscheidende Szene in der 2. Minute. Da fiel nach einem Offensivgewitter der Bochumer das Tor des Tages. Danach sah man eigentlich nur den VfL im Vorwärtsgang, wenn man mal von 2-3 Torchancen für den FSV in der 2. Halbzeit absieht. Wir stellen fest, dass die spielerische Qualität seit 3 Punktspielen erschreckend schwach ist und wir nicht vergessen sollten, dass wir in IN und gegen PAB nur mit sehr viel Glück gewonnen haben. Und auch wir sind nicht in der Lage dies über zu strapazieren, daher diesmal 0 Tore, 0 Punkte.



In Bochum rechnete man am Freitag Abend so in etwa mit 15-20 Bornheimern. Doch es kamen immerhin 120 FSV-Fans zusammen. Ein Dutzend von uns kamen dann noch mit PKW`s, so dass SB`79 mit über 20 Frauen und Männern vor Ort war.
Dank der erwähnten Überdachung war unser Support von der Lautstärke auch vollkommen in Ordnung. Mit Zaunfahnen ist es schwierig in Bochum. Vor dem Block hatte nur ein Banner Platz, der Rest musste ganz oben unter dem Dach aufgehängt werden. Aber das geht den Heimfans dort nicht anders. Grosse Schwenkfahnen und Doppelhalter konnten wir direkt in Bornheim lassen - verboten!



In der ersten Halbzeit waren wir - trotz der frühen Führung - von der Bochumer Stimmung enttäuscht. Relativ passiv verfolgte das Publikum das Geschehen und auch aus der Fankurve kam nicht viel Produktives.
Die große Ausnahme war, wenn der Klassiker "We`re not gonna take it" von Twisted Sisters (auch Torhymne in BO) in umgetexteter Version gesungen wurde. Das war ganz großes Kino. Hat uns direkt dazu veranlasst dies in Bornheim tauglicher Version zu covern. Auch "Bochum" von Herbert Grönemeier vor dem Anpfiff kommt traditionell gut rüber.
Nach der Pause schienen dann auch die Bochumer Anhänger geschnallt zu haben, dass heute gegen einen sehr schwachen FSV etwas zählbares drin ist.
Nachdem das große Spruchband für fanfreundliche Anstoßzeiten, welches nach dem Wiederanpfiff gezeigt wurde, eingerollt war, gaben die VfL-Supporter mal mehr Gas, die Schulanfänger auf der gegenüberliegenden Seite fiepten und auch auf den restlichen Tribünen erwachten die Leute so langsam.
Beeindruckend, wie gesagt war, wenn schätzungsweise 5.000 Kehlen minutenlang dieses Lied sangen.



Nach Spielende ging es dann ohne große Fantrennung und ohne jeden Ärger zurück an den Bus und an die Autos. Bis auf das Spiel unserer Mannschaft war es ein sehr schöner Abend im Ruhrgebiet.






FSV Frankfurt U23   -   SV Darmstadt 98     0 : 1

Ca. 700 Zuschauer, darunter etwa 500 aus Südhessen. Lilien Ultras und diverse Supporter standen auf der Nordtribüne im Gästebereich, der Rest saß auf der Haupttribüne in den Blöcken D und E. Dort auch das Problemklientel der 98er.
Die waren zusammen schon recht laut, aber mit ihren ständigen "Hurensohn" und "Bornheimer Arschlöcher" Gebrüll auch schön asozial.

Im A-Block der alten Haupttribüne haben sich 15 FSV-Fans eingefunden, die nach dem Bochum Trip schon wieder erwacht waren. Ein paar mal angefeuert, ein wenig getrommelt, mehr nicht.
Nach Abpfiff wurde der Lilienanhang hinter der Gegentribüne an die U-Bahn Haltestelle Johanna-Tesch-Platz geleitet. Dann via Konstablerwache mit der S-Bahn wieder ab nach Darmstadt.
Nur kurz kam es einmal zu einem verbalen Austausch zwischen ein paar Senseless Crew Leuten und ein paar Gästen.




FSV Frankfurt   -   SC Paderborn   2 : 0


Ligaalltag! Das absolute Kontrastprogramm zum Pokalhit gegen Schalke 04. Das Spiel hatte einen großen Sieger und der hieß einmal mehr  FSV-Torhüter Patric Klandt. Nachdem er in der 54.  Minute fast zum Deppen mutiert wäre, indem er einen haarsträubenden Fehlpass spielte, der mit sehr viel Glück folgenlos blieb, wuchs er danach über sich hinaus und machte sämtliche Paderborner Großchancen in Weltklassemanier zunichte.
Das Match in der ersten Halbzeit im unteren Bereich der Ansehnlichkeitsskala. Beide Teams unterirdisch, wobei erwähnt sein muss, dass unsere Mannschaft kräftig durcheinander gewürfelt wurde und in dieser Besetzung noch nie zusammen gespielt hat. In Durchgang zwei der FSV etwas dominanter, daher geht der Sieg in Ordnung.

Anstatt ausverkauftem Haus, diesmal wieder unsere gewohnt intime Atmosphäre mit 3.200 Besuchern. Viel nackter Beton und leere Sitze.
100 Paderborner auf der Nordtribüne, von denen sich 40 Leute  richtig reinhingen und in der 1. Halbzeit auch noch lauter als wir auf der Südtribüne waren. Die 30 Oberkörper frei Aktivisten aus Ostwestfalen haben später in der Pause wohl gemerkt, dass die Bornheimer Oktoberabende doch recht frisch sein können und brav wieder ihre Hemdchen angezogen.



Wie unsere Mannschaft, so drehten dann auch wir ab der 46. Minute etwas auf und da das Stadion nur zu einem Drittel gefüllt war, konnte man uns diesmal auch wieder bestens hören. Was gegen Schalke und Berlin bekanntermaßen nicht der Fall war.
Im Block N waren wir uns nur manchmal bei der Auswahl des Liedgutes nicht einig. Die Ultras bevorzugten da ihren Dauergesang, der aber einigen mit zunehmender Dauer auf die Nerven ging. Wir stehen da eher auf den Old School Support, aber wir haben es dennoch gemeinsam gebacken bekommen.

Bornheim, Ingolstadt und Paderborn, das sind die Fanschlusslichter der 2. Liga - da gibt es keine zwei Meinungen. Während Paderborn und Ingolstadt das Problem haben, dass sie relativ junge Fusionsvereine sind, denen die Tradition fehlt, haben wir reichlich Tradition. Nur waren wir in jüngerer Vergangenheit zu lange in den Tiefen des Amateurfußballs verschwunden und uns fehlen 2 Generationen an Fans, die erst so langsam den Weg zu uns finden. Eines haben die 3 Clubs jedoch gemeinsam: Ihre Fanszenen müssen sich langsam entwickeln und werden auch dann kaum Topniveau erreichen.





DFB-Pokal 2. Hauptrunde:
FSV Frankfurt   -   FC Schalke 04   0:1


Rund um das Spiel:

1. Die Kulisse
Das Stadion mit 10.470 Besuchern restlos ausverkauft. Nach Schalke gingen 1.900 Tickets und über den Fan-Club Dachverband wurden nochmals 350 Karten abgesetzt. Insgesamt dürfte man nicht falsch liegen, wenn man mal von 2.500 Schalkern ausgeht.

2. Das Stadion
Das sieht natürlich im ausverkauften Zustand, im Flutlichtschein bei trockenem, klarem und windstillem Wetter toll aus. Doch wir Stammgäste kennen die Fehler im Detail und das ist ja bekanntlich nicht nur die fehlende Überdachung der Stehränge. Darauf jetzt einzugehen, würde den Bericht um Seiten erweitern…

3. Die Choreo
Auf Schalker Seite gab es keine, lediglich Schwenkfahnen. Ist für die Knappen ja auch nicht gerade das Spiel des Jahres.
Die Bornheimer Choreographie hüllte die halbe Haupt-, die halbe Gegen- und die komplette Südtribüne in schwarze und blaue Papptafeln. Auf der Süd wurde der Effekt gesteigert, da wurden in den inneren Blöcken anstatt die Pappen hoch zu halten, schwarze und blaue Plastikfähnchen geschwenkt. Wenn auch im Abendhimmel das schwarz ein wenig unterging, so sah das ganze doch beeindruckend aus. Über den Fanblock wurde das große Blocktrikot gezogen.
Finanziert wurde die Aktion durch einen Sponsor (Württembergische) und man kann das ruhig mal erwähnen, denn weder auf den Pappen oder den Fahnen war deren Logo aufgedruckt. Also, ein sehr unaufdringliches Sponsoring. Aus eigener Kraft hätten wir so eine kostspielige Aktion nicht stemmen können. Neben dem tollen optischen Bild, war es auch unheimlich wichtig, diejenigen Besucher, die zwar zum FSV hielten, aber (noch) keine Fans des Vereins sind interaktiv einzubinden. Auch so baut man Beziehung und Gemeinsamkeit auf.



4. Die Stimmung
Da wurden sich in der Presse und diversen Foren wieder die Mäuler zerrissen, über die mangelnde akustische Unterstützung. Sicherlich bekommen wir es nicht hin, dass wir den Bornheimer Hang zum Hexenkessel machen, wenn er randvoll ist. Dafür ist unsere Szene einfach zu winzig und das fehlende Dach über unserem Standort lässt uns ohne größere Wirkung in den Himmel schreien.
Das Ganze ist zudem auch ein Rechenbeispiel: Wir haben z.Zt. einen Stamm von etwa 3.000 Fans. Wenn wir dann mal dieselbe Anzahl Gästefans subtrahieren kommen wir auf ca. 4.500 Gelegenheitsbesucher, Von denen kann man nicht erwarten, dass sie für Stimmung sorgen. Die rufen hier und da mal mit und als es gegen S04 ging waren sie richtig laut. Genauso, als der FSV am Drücker war. Aber Dauersupport geht mit dieser Klientel halt nicht - aber wir sind dennoch froh wenn sie zu uns kommen.
Daher hinkt der Vergleich zur Eintracht, Offenbach usw., denn wenn deren Häuser ausverkauft sind, haben die auch 80-90 % eigene Fans im Laden und schon mal ganz andere Voraussetzungen.
Unseren 50 - 70 Leuten hinter dem Tor war das Mühen sicherlich nicht abzusprechen, aber der Funke auf den Rest des Stadions ist einfach nicht übergesprungen. Aber wir geben trotzdem nicht auf und gehen unseren Weg weiter.
Übrigens war der Schalker Support trotz ihrer Masse auch nicht gerade überwältigend, geschweige denn kreativ. Aber wie gesagt, war für die auch nur ne Pflichtübung.



5. Das Spiel
Unsere Mannschaft hat erst in der 2. Halbzeit realisiert, das hier was geht. Leider haben wir unsere Chancen nicht genutzt und das Schalker Traumtor, resultierend aus einer Einzelaktion, entschied letztendlich das Spiel. Wir raus mit Applaus, S04 weiter seine Form suchend.

6. Das Catering
Der Caterer hat endlich mal aus der Vergangenheit gelernt und genügend Personal abgeordnet. Die Wartezeiten für Bier, Würstchen & co. hielt sich in Grenzen. Das kulinarische Angebot war Standard. Fettige Wurst, Pommes wie immer.

7. Der Polizeibericht
Es gab keine, aber auch überhaupt keine Vorkommnisse. Nicht einmal ein Schwarzfahrer oder Falschparker. Auch auf den Bahnsteigen, in den Zügen wo Frankfurter und Gelsenkirchener Fans gemischt waren, blieb alles friedlich.



8. Das Fazit
Das stimmungsvolle und ein Tor für die Heimmannschaft hatte zu einem wirklich gelungenen Pokalabend gefehlt. Aber die Mannschaft hat sich dem Publikum gut präsentiert und viele Sympathien gewonnen.
Im Gegensatz zum Pokalspiel gegen Mönchengladbach anno 2009 sind auch wir FSV-Fans ganz passabel aufgetreten und haben gezeigt, dass es eine kleine, aber feine Fanszene am Bornheimer Hang gibt.

Daher stellen wir fest: Deutliche Steigerung zum Vorjahr in allen Bereichen!