Auch in dieser Saison wollen wir möglichst zeitnah von unseren Aktivitäten berichten.
Wir werden versuchen von jedem Spiel  Berichte ins weltweite Netz zu stellen, aber es kann auch mal ein
paar Tage dauern,bis alle Fotos und Texte online sind. Von den Höhepunkten werden wir aber nach wie vor
aktuell berichten!

Also klickt immer mal wieder rein....







1.FC Kaiserslautern - FSV Frankfurt 1:1



Knapp 40 Zugfahrer fanden sich am frühen Samstagmorgen am Treffpunkt im Hauptbahnhof zu Frankfurt/Main ein. Ziel des Ausflugs mit dem „Schönes Wochenende Ticket“: Kaiserslautern.

Von der Bundespolizei als unbedenklich eingestuft ging die Fahrt ohne Polizeibegleitung über Mainz und Bad Münster. Dies erwies sich fast als fataler Fehler, denn bereits ab Bad Münster gab es Ärger mit wenigen pöbelnden Lauterern. 2 zugestiegene Cops in zivil trennten die Gruppen. Ist doch eigentlich bekannt, dass im gesamten Umland FCK-Fans in die Züge Richtung KL steigen. In Kaiserslautern am Bahnhof angekommen, wunderten wir uns nicht schlecht, dass nicht ein einziger Polizist am Bahnsteig zu sehen war. Statt derer ein Empfangskomitee von 20 Hools und noch mal 50 – 60 vor dem Bahnhof. Das sind schon sehr gastfreundliche Leute in der Pfalz, kommen extra an den Zug, um ihre Besucher abzuholen.


Blickrichtung Westtribüne

Also erst einmal die Gruppe gesammelt und ab durch die Mitte zum Ausgang. Der erwartete Angriff blieb allerdings aus und mittlerweile tauchte auch die Bundespolizei auf. Hätte es wirklich auf dem Bahnsteig geknallt, wären die gekommen als alles wieder vorbei gewesen wäre. Lage völlig verpeilt, ganz schlechter Einsatz.

Vom Bahnhof aus wurden wir nun von der Landespolizei zum Betzenberg eskortiert. Also rauf auf den Hügel in dieses Monstrum aus Beton und mit merkwürdiger rot/orangener Fassade. Von innen ist das Stadion ja recht beeindruckend, aber von außen…   Und in die Landschaft passt der Klotz auch nicht unbedingt, aber uns muss es ja nicht gefallen. Glücklicherweise müssen wir da nicht allzu oft hin, obwohl wir die uns begrüßenden Menschen sofort ins Herz geschlossen haben.
Der Marsch zum Fritz-Walter-Stadion verlief ohne Vorkommnisse.

Der Fanbus des FSV war mit ebenfalls knapp 40 Leuten außergewöhnlich gut frequentiert und mit Autos und ICE dürften noch mal so an die 150 Bornheimer gekommen sein. Unterm Strich deutlich mehr als 200 Leute im Gästeblock. Stimmung auf unserer Seite war ok. Die Falken haben sich eine neue Trommel und ein Megaphon angeschafft. Was jetzt nicht heißt, dass die Capo Frage geklärt wäre, aber für den Support war es schon mal hilfreich. Ob überhaupt und wenn dann, wer – das wird alles irgendwann entschieden. Es gibt da schon ein gewisses Anforderungsprofil an einen Frontmann und die Fanszene muss dann mal schauen wer das dann erfüllen würde. Aber vorerst wird der Support weiter aus dem Block heraus stattfinden. Das heißt wir haben nicht nur einen Vorsänger, sondern jeder kann ein gar lustiges Liedlein anstimmen.


Trotz Verletzung die Haare offen!

Auf Seiten der Gastgeber war nicht allein die Zuschauerzahl enttäuschend. Auch wenn es „nur“ gegen den FSV Frankfurt ging, sind 28.334 Fans für den Tabellenführer eher schwach. Letztes Jahr waren es noch fast 38.000.

Ganz schwach in der 1. Halbzeit auch die Stimmung auf der Westtribüne. Das soll eure Hölle sein? Richtig laut wurde es immer nur, wenn der Schiri nicht nach dem Geschmack der FCK-Fans gepfiffen hat. Ansonsten mühte sich eine 50 – köpfige Nachwuchsultragruppe rechts unten auf der West, der Rest war viel Lethargie. Sehr schön war die Choreographie im Block 8.2 zum Geburtstag von Ottmar Walter vor Spielbeginn. Zur 2. Halbzeit folgten Anti Karlsruhe Spruchbänder. Da die FCK-Mannschaft im zweiten Durchgang etwas besser ins rollen kam, stieg auch das Stimmungsbarometer. Aber Hölle? Die fiel an diesem Samstag aus.


Runter ist immer leichter als hoch

Unser Team zeigte eine sehr ansprechende Leistung, die die Hoffnung auf den Klassenerhalt weiter am Leben hält. Mit etwas Glück wäre mehr drin gewesen, aber der Punkt ist allemal verdient.
So feierten wir im Block auch noch lange nach Schlusspfiff. Viele forderten noch mal die Mannschaft, aber die standen wohl längst unter der Dusche. So ging es dann gut gelaunt, flankiert von RLP-Cops in Richtung Bahnhof.


Tschüssikowski!

Da sich unsere Gruppe aber immer weiter auseinander zog, waren auf einmal am Ende keine Polizisten mehr und daruas folgend gab es 400 Meter vor dem Hauptbahnhof eine Schlägerei zwischen FCK- und FSV-Fans. Beide Seiten haben ganz gut ausgeteilt und mittendrin ein einzelner Polizist, der sich durch wildes Schwingen mit seinem Schlagstock die Leute vom Leib hielt. Dann kam noch ein Zivi mit Pfefferspray hinzu und zu guter letzt ein ganzer Schwung Grüner, die das Treiben dann beendeten. 1 Lauterer wurde festgenommen, von uns niemand. Erneut ein total unkoordinierter Polizeieinsatz. Die haben es nicht fertig gebracht eine kleine Gruppe von 40 Leuten in den Bahnhof zu geleiten. Harald, wo warst Du?
Bis da nächstes Jahr vielleicht die Eintracht spielt, müssen die aber noch sehr viel üben.


ihre-einstellung-interessiert-uns.de ......Ach was!  :-))

Die Bundespolizei hatte dann noch alle Hände voll zutun, um die Kontrahenten im Bahnhof zu trennen, aber mit 5 minütiger Verspätung rollte die Regionalbahn los. Jetzt waren allerdings reichlich Cops dabei, die uns erst in Mainz wieder verließen. Aber es blieb ab der Abfahrt aus Kaiserslautern alles ruhig. Von uns ging der Stress ja auch nicht aus.

Die Mannschaft hat sich beim Tabellenführer gut verkauft und wir haben das im und ums Stadion auch. Haben als kleine Fanszene Flagge gezeigt und möchten uns an dieser Stelle nochmals für die gewährte Gastfreundschaft bedanken.


Hat Kaiserlautern das Potential zum neuen Kassel.....?   :-)








FSV Frankfurt - Energie Cottbus 0:0
3200 Zuschauer, darunter c.a. 350 Gästefans



Freitag Abend 17.30 Uhr am Bornheimer Hang. Sanfter Nieselregen wandelt sich zu einem ordentlichen Regenguss. Der Richard-Herrmann-Platz vor dem Stadion wird zum wiederholten Male zur Schlammwüste und am einzigen trockenen Platz der Südtribüne, den Zugängen zur Geschäftsstelle und den Toiletten herrscht reges Treiben. Menschen mit nassen Haaren, voll geregneten Bierbechern und fürchterlich schmutzigen Schuhen.
Leider dürfte uns der nasse Schauer kurz vor Spielbeginn ein paar Zuschauer gekostet haben. So kamen dann 3.124 Leute ins Stadion und der  Großteil musste auch wetterfest sein.



Der Stimmung auf der Heimtribüne tat dies alles keinen Abbruch. Wie selten zuvor in dieser Saison hatte man von Beginn an das Gefühl ein Heimspiel zu haben. Dadurch dass in unserem Block hinter dem Tor diesesmal recht viele junge Leute standen und sich auch große Teile der restlichen Stehplatzbesucher dazu berufen fühlten unsere Mannschaft anzufeuern, war dies ein zufrieden stellender Support. Erfreulich war auch, dass die Wechselgesänge zwischen Block N und Block O immer besser klappen und sogar von der Haupttribüne laut vernehmbare Lebenszeichen kamen.

Unsere Mannschaft brannte bei dem torlosen Remis jetzt kein spielerisches Feuerwerk ab und verwöhnte seine Anhängerschaft nicht mit fußballerischer Leckerkost, aber sie haben gekämpft, sind gerannt und haben Willen gezeigt. Das wollen wir sehen und das wird auch honoriert. Lust- und Leidenschaftslosigkeit hingegen straft der Fußballfan ab – siehe Heimspiel gegen Fürth. Den einzigen Vorwurf, den man unserer Elf an diesem nassen Abend machen konnte, war die mangelhafte Chancenverwertung. Aber das ist zu verzeihen, denn vor ein paar Wochen hatten wir ja noch nicht einmal Chancen.



Obwohl Cottbus nun am östlichen Ende unserer Republik liegt, das Spiel Freitags abends stattfand und Energie nun wirklich alles andere als einen Lauf hat, kamen ca. 350 FCE-Fans nach Frankfurt-Bornheim. Den Zaun haben sie komplett mit den bekannten Fahnen (u.a. Hans-Meiser-Team) zugehängt. 4 große Schwenkfahnen flatterten im Block. Der Support im Vergleich zu anderen Gruppen eher bescheiden. Das Spiel ihrer Mannschaft war allerdings auch sehr enttäuschend. Wollitz raus!
Wir haben eine Festnahme eines Cottbussers im Türsteherformat an der U-Bahn mitbekommen. Ansonsten war es ruhig, bei dem Wetter hatte wohl nicht mal der krasseste Ost-Hool Bock auf Boxerei mit der Polizei.

Vertragen haben sich auch wieder alle im FSV-Block. Die Falken und Teile der SV-Fraktion haben sich ausgesprochen und jetzt herrscht wieder Frieden. So soll es sein unter FSV-Fans. Wenn es Probleme gibt, dann sollten wir darüber reden. Eine Lösung findet sich immer – Ohrfeigen wäre die schlechteste.

Ab der 80 Minute fühlte man sich doch stark an das Eröffnungsspiel gegen Werder Bremen vor 6 Monaten erinnert. Es begann in unglaublicher Intensität zu regnen. Jetzt wollen wir uns nicht populistisch  in den Chor derer einreihen, die nur auf das Stadion schimpfen. Aber wenn jetzt noch die neue Haupttribüne gebaut werden sollte, hat die Stadt Frankfurt fast 30 Millionen Euro in das Stadion investiert. Steuergelder. Dass bei dieser Investitionssumme 2/3 der Besucher bei Regenwetter nass bis auf die Haut nach Hause gehen, ist neben vielen weiteren architektonischen Fehlgriffen der absolute Clou. Wir werden diese demnächst einmal separat unter dem Titel „Schmuckkästchen oder Bausünde?“ auflisten.
Im Vergleich zum Bremenspiel, als wir uns ja zudem noch den Luxus von zwei Fanblöcken geleistet haben, wurde unverdrossen weiter gesungen und niemand ging vor Spielende aus dem Stadion. Es war nett, dass es nach dem Schlusspfiff im strömenden Regen noch viele helfende Hände beim Abhängen der Zaunfahnen gab. Die Fahnentaschen haben zusammen fast 40 Kilo gewogen und die Stoffe 2 Tage zum Trocknen gebraucht. Spaß gemacht hat`s trotzdem…






FSV Frankfurt - Karlsruher SC 2:1



War es ein gutes Omen? In der Woche vor dem Spiel einigten sich die Bornheim Bombs mit Teilen der FSV Fanszene über die Veröffentlichung einer Fan Hymne. So ist es nun definitiv sicher, dass Anfang April „Immer wieder FSV“ in Originalversion auf CD erscheint. SB`79 hat sich zu 50 % daran beteiligt. Es ist ein Lied von den Fans für die Fans. Der VK wird bei 6 Euro liegen und soll helfen die Produktionskosten zu decken. Wo Ihr die Scheibe dann bekommt geben wir zeitig bekannt. Als Bonus dazu wird es voraussichtlich am 10. April eine CD Releaseparty mit den Bornheim Bombs geben.



Das heißt jetzt natürlich nicht, dass das Lied automatisch bei den Heimspielen läuft. Aber der Verein hat die Möglichkeit den Titel zu spielen und wenn sich sehr, sehr viele das wünschen und diesen Wunsch auch zum Ausdruck bringen, geht vielleicht was. Es besteht auch kein Erklärungsbedarf gegenüber Sponsoren mehr, wenn einige Textpassagen nicht den Wünschen der Marketingabteilung entsprechen. Denn es ist ein Lied von den Fans für die Fans.

Der KSC gastierte am Hang. Mit ihm kamen gut 1.500 Badener. Viele mit Autos und Bussen – im Riederwald war noch lange nach Spielende Stau. Die Ultras kamen in einem Pulk von ca. 400 Zugfahrern. Darunter etwa 150 Kategorie B bis C Leute.
Das Ziel deren Begierde waren nicht unbedingt wir, sondern Eintracht Ultras, die bei solchen Spielen immer ganz gerne um unser Stadion schleichen. In der Bahn wurden aber auch FSV-Fans angepöbelt. Aber dabei blieb es. Die Cops hatten alles im Griff, es gab keine nennenswerten Übergriffe. Für die Karlsruher war die halbe Nordtribüne geöffnet und die war auch gut gefüllt. Der Zaun war ordentlich geschmückt und reichlich mittelgroße Schwenkfahnen lassen gute Zensuren für die Optik zu. Stimmungstechnisch waren die uns natürlich haushoch überlegen. Nicht umsonst zählt die Karlsruher Ultraszene zu einer der besseren in Deutschland. Recht abwechslungsreiches Liedgut, mal Dauergesang oder einfach nur Anfeuerung nach Old School Art. Das Repertoire lässt ebenfalls eine gute Benotung zu. Bisschen viel Schalalaa vielleicht...
Nur im letzten Viertel des Spiels ließ die Stimmung etwas nach. Unterm Strich war es ein guter Auftritt der Blau-Weißen.

   

Auf der Südtribüne hat man mal gesehen, was so möglich ist. Die letzte halbe Stunde hat das Publikum (auch auf den Sitztribünen) geschlossen hinter der Mannschaft gestanden. Jetzt ist das dann logischerweise kein superkreativer Support mit ellenlangen und 10 verschiedenen Liedern mit 18 Unterstrophen, aber die Mehrheit erreicht man nur mit den einfachen Gassenhauern und animiert die Leute damit zum mitmachen. Es ist sinnvoller wenn 500 Leute FSV, FSV brüllen, als wenn ein paar wenige ein Lied von Boney M. umtexten.

Der Block hat auch gut ausgesehen und damit meinen wir mal nicht die Doppelhalter von Hyundai – auch wenn es gut gemeint war. Zu den üblichen Fahnen hatten die Falken etliche Schwenker aus Müllsäcken in blau uns schwarz gebastelt. Dazu ein Spruchband „Alle gemeinsam für den Klassenerhalt."  Wir nähern uns langsam dem Zweitliganiveau. Ein wenig Meinungsverschiedenheiten gab es allerdings mit dem Umfeld unserer Stadionverbotler, die die jungen Leute im Block wohl etwas einschüchtern wollten. Wenn so etwas – auch nur ansatzweise – vorkommen sollte, dann wird es ganz massiv Ärger geben. Es entsteht hier gerade etwas und wir haben bereits gesagt, dass wir dies voll und ganz unterstützen…



Es war ein super Sieg unserer Mannschaft, es war eine tolle Stimmung unserer Fans. Und wenn wir dann bald unsere Heimsiege mit den Bornheim Bombs feiern können und nicht mit Tim Toupet ist die schwarz-blaue Welt ein Stück weit in Ordnung.

Vielen Dank an Bernd und Barbara Löser, bzw. an bnet für die tollen Fotos!






18.02.2010
Wir haben es geschafft!

++++++++Bornheim Bombs ab demnächst mit neuer FSV-Hymne+++++++++

Wie unsere Korrespondenten soeben vermelden, konnte letztendlich eine Einigung mit
den Bornheim Bombs erzielt werden.

Die komplette CD wird von der FSV-Fanszene finanziert, was uns erst durch das Entgegenkommen der Band
möglich gemacht wurde. Wenn wir alle an einem Strang ziehen, dürfte das Projekt problemlos für uns
zu stemmen sein.

Eine Veröffentlichung ist für die nahe Zukunft geplant.
Sobald wir mehr wissen, werden wir euch das sofort mittteilen!






FC Sankt Pauli - FSV Frankfurt  0:0
Millerntorstadion, 19901 Zuschauer (ausverkauft), darunter c.a. 130 Bernemer


Rückseite der Tribüne, auf der die Pauli-Ultras stehen

Ein halbes Jahr nach der Klassenerhaltsparty ging es für uns erneut Richtung St. Pauli.
Mit Flieger, Auto, Bus und ICE reisten c.a. 130 FSV-Enthusiasten am frühen Freitag Morgen nach Hamburg.
SB79 hatte sich bereits im Vorfeld ein Hotel in unmittelbarer Stadionnähe gebucht, und als die ICE-Fahrer mittags eintrafen, waren die Flugreisenden an der Hotelbar schon zünftig am Bechern.

Nach ersten netten Gesprächen mit der einheimischen Bevölkerung, ging es dann auf vereisten Wegen Richtung Gästeeingang. Sehr nette Ordner wollten am Eingang nicht einmal unsere Zaunfahnen näher untersuchen - "Wir vertrauen dir" - das ich so einen Satz mal von einer Securitykraft hören würde, hätte ich nicht gedacht!


   
Unser Hotel in unmittelbarer Stadionnähe - ein bisschen Komfort muss heutzutage sein!


  
Die Zufahrtswege  zum Gästeblock waren grob begehbar....

Im Stadion angekommen dann die nächste Überraschung - am Getränkestand vor dem Gästebereich standen nicht wenige Paulianer, die sich mit FSV-Schlachtrufen vergnügten - des Rätsels Lösung war wohl, dass sich die Jungs, wegen der ausverkauften Heimbereiche, mit Gästeblockkarten eingedeckt hatten und mit den Anfeuerungen für die Bornheimer die Einlassordner milde zu stimmen hofften.
Letztendlich fand jeder sein Plätzchen, in den umliegenden Blöcken wurde für die "Ticketbetrüger" aufgerückt und alle waren zufrieden.

   
Paulifans beim Einlauf.... ;-)


  
Die Mitgereisten waren durchweg prächtiger Laune........


..... was auch an den netten Nachbarn lag!

Die Stimmung war, wie immer am Millerntor, hervorragend - wir versuchten mit unseren 100 Leutz auch Stimmung zu machen - durch die Überdachung waren wir dann auch tatsächlich einige Male zu vernehmen.
Das 0:0 war eines der unterhaltsameren Art - starke Leistung unseres Teams, dass nicht nur kämpferisch zu überzeugen wusste.
Nach dem Spiel erst einmal die Zaunfahnen rüber ins Hotel gebracht und dann ging es mit ner größeren Meute, unter fachkundiger Führung eines Eingeborenen, auf den Kiez, wo man dann eine lustige, aber anstrengende Nacht verbrachte.
Erdbeer-Limer für Fuffzig Cent sorgte für die entsprechende Einstellung bei den feierwütigen Bernemern!

War wie immer sehr geil in der Hansestadt!


    
Der nette Ordner half die Fahne möglichst medienwirksam zu platzieren. Guter Mann!
Im Hintergrund die Baustelle für die neue Tribüne.



Kapitalismus einmal anders.









FSV Frankfurt - Alemannia Aachen 1:1
Zuschauer 3200, davon c.a. 600 Gästefans


Stehblöcke N und O


Der Richard-Herrmann-Platz vor der Südtribüne ist nicht unbedingt eine Sehenswürdigkeit, die man als Frankfurt Tourist unbedingt besucht haben muss. Bei Tauwetter oder starken  Niederschlägen sollte man ihn sogar als Einheimischer meiden. Eine Schlammlandschaft empfing den Stehplatzbesucher des Zweitligaspiels FSV vs. Aachen. Das Spielfeld allerdings in einem Top Zustand. Also schmutzigen Fußes auf die Betonburg in die Blöcke N und O.

Hinter dem Tor, wo sich der FSV-Mob versammelt auch gut zwei Dutzend Jugendliche, alle gewillt Stimmung zu machen. Mit uns zusammen waren wir dann fast 50 Leute, die zum Support bereit waren. Natürlich immer noch viel zu wenig, aber immerhin gibt es einen harten Kern, von dem der Gesang ausgeht.

Dieser harte Kern mühte sich redlich, aber auf der Südtribüne kann man mit diesem Potential nicht viel ausrichten. Richtig gut kam es erst rüber, als im letzten Viertel des Spiels der Großteil der Süd und weite Teile der Tribünen mitgezogen sind. Das hatte mal was von Zweitligaatmosphäre.


Blickrichtung Gästebereich

Mittlerweile sind die „Bornheimer Falken“ (neue Fangruppe, die Red.) dabei sich zu konstituieren. Mitglieder werden erfasst und ihren Platz im Block haben sie auch gefunden. Vielleicht eine neue Chance junge Leute zu binden, nachdem die Senseless Crew außen vor ist und lediglich zu den Spielen der U 23 geht. Natürlich werden wir auch Wert auf Zusammenarbeit und Zusammenhalt mit ihnen legen. Für die ganz junge Klientel ist SB`79 halt nicht die erste Adresse, daher unterstützen wir auch den Aufbau anderer Gruppierungen.

Wir spielen uns zwar nicht als Sittenwächter auf, wollen aber trotzdem darauf achten, dass im Block einige Regeln eingehalten werden und das Niveau nicht zu sehr abgleitet.

Insgesamt kamen 3.168 Zuschauer an den Bornheimer Hang, etwa 600 aus Aachen. Alle sahen ein gerechtes Remis. Der FSV in der 1. Halbzeit eindrucksvoll, im zweiten Durchgang teilweise hilflos. Warum?
Der Einsatz stimmte, aber das spielerische Element kam gerade in den zweiten 45 Minuten viel zu kurz. Aachen hatte Chance auf Chance. Wir hatten Patric Klandt und den Torpfosten.
Mit ein wenig Glück – das uns zur Zeit etwas abgeht – retten wir ein 1:0 über die Zeit. Aber da war ja noch Schiedsrichter Bandurski. Kurz vor Spielende ein höchst zweifelhafter Freistoß wegen Handspiels für die Gäste an der Strafraumgrenze. Flanke, Tor von Auer, 2 Punkte futsch.



Vielleicht klappt es  ja beim nächsten Mal....






SC Paderborn   -   FSV Frankfurt   0 : 2


....in spiritus sanctiii...

Dialog im FSV-Fanbus auf der Fahrt nach Paderborn um 8.55 Uhr am SB`79 Tisch.

Marco: Mike, trinkste nix?
Mike: Hab nix.
Marco: Willste was?
Mike: Ja!
Mike, Marco, Walli, Thomas: Prost.

      
Beten für den EFFESSVAU!

Das war der Start zu einer sehr außergewöhnlichen Auswärtsfahrt. Wie wir bereits berichtet hatten, chartern wir vorläufig erst mal keine eigenen Busse, sondern nutzen das Angebot des Vereins für 10 Euro zu reisen.

Leider hatten das auch von uns nur 6 Leute genutzt, damit aber trotzdem ein Drittel der Busbesatzung ausgemacht. Man muss kein Mathematiker sein, um zu errechnen, dass lediglich 18 FSV-Fans im Bus waren. Das darf eigentlich nicht sein, auch nach 10 Gegentoren in zwei Spielen nicht.
Der Bus war so ein Bistrogefährt mit Sitzgruppen, Gang Bang Lounge und Küche. Kam richtig geil und war saugemütlich.
Der Fahrer wählte ab Giessen eine Route über die Bundesstrassen. Eine Tour durch tief verschneite Landschaften. Traumhaft schön. Allerdings hatte man mehr das Gefühl, wir würden zum Skisprung Weltcup nach Willingen fahren, als zum Zweitligaspiel nach Paderborn. Zahlreiche gelbe Löcher im Schnee zeichneten unseren Weg.


Leise pieselts in'n Schneeee.... links der Mann vom ADAC...

Da es, wie gesagt, sehr gemütlich war, schmeckte natürlich auch das Bier ganz hervorragend. Irgendwann kam dann so ein Spaßvogel auf die lustige Idee, dass wir alle (SB´ler) Oberkörper frei machen, wenn der FSV mit 2:0 in Führung gehen würde. Da ja nun wirklich keiner damit gerechnet hatte, stimmten alle bedenkenlos diesem Vorhaben zu.



Eine elfköpfige Gruppe der Bornheimer Falken war mit der Bahn unterwegs. Wie der Zufall so wollte im selben Zug wie die OFC-Fans auf dem Weg zu ihrem Auswärtsspiel nach Osnabrück. Wir hatten schon die Befürchtung, die Jungs und Mädels kämen ohne Schuhe im Stadion an, aber die Bundespolizei trennte sie von den ca. 60 Offenbachern.

Das Energy Team Stadion zu Paderborn ist nagelneu und es ist hässlich. Klar, dass man für den finanziellen Aufwand von lediglich 12 Millionen Euro (soviel soll alleine unsere Haupttribüne kosten) keinen Tempel wie in Aachen bekommt. Aber das viel zu hohe Dach, die Rückwände der Tribünen hätte man auch für wenig Geld besser hin bekommen. So werden die meisten Besucher bei Regen trotz Rundumüberdachung nass, es zieht und die Stimmung wäre mit gesenktem Dach auch zu optimieren. 15.000 Zuschauer passen rein, 5.300 waren da - sah aber eher nach weniger aus.


Paderboring....

Alkohol gibt es angeblich im gesamten Stadion nicht zu kaufen. Bleifreies Bier, Glühwein ohne Wein und Kaffee waren im Angebot. Wenigstens hatte der Koffein, hatte aber trotzdem Scheiße geschmeckt.
Aufgrund der verschneiten Stehränge im Gästebereich erfuhren wir ein Upgrade und durften in den Sitzplatzbereich. 70 Bornheimer dürften es gewesen sein, was aufgrund der letzten Spiele sogar noch respektabel war. Die 25 Supporter von SB`79, den Falken und Umfeld haben das ganze Spiel über gesungen und gehüpft. Überhaupt war das von der FSV-Fanszene ein absolut vorbildlicher Auftritt, was wir von Paderborner Seite auch bestätigt bekamen. Keine Hurensohn Gesänge, keine „Deine Mutter Uh,uh,uh“. Alles sehr sympathisch, so dass uns niemand den Erfolg missgönnte.

     
Bernemer Block mit Zaunis

Und wie aus heiterem Himmel kam da auf einmal, quasi als Belohnung dafür,  ein Verkäufer mit großem Tank auf dem Rücken in dem richtiger Glühwein war. Sofort war der Kerl umlagert und das Zeug becherweise gehortet. Wir wussten ja nicht, ob der noch mal wieder kommt.
Da der Paderborner Block nach der frühen Führung des FSV in der 17. Sekunde (!) recht ruhig war, konnten wir uns öfters mal ganz gut in Szene setzen. Neben der Freude über das schöne Tor von Cidimar erwuchs die Befürchtung, dass wir mit 2:0 in Front gehen könnten. Denn da war ja noch das Versprechen aus dem Bus.

      
Die Anzeigetafel war gut druff! ;-)  Die anderen Bornis weniger...

Überhaupt spielte unser Team wie ausgewechselt. Sie haben gekämpft, teilweise ordentlich gespielt und vor allen Dingen: Sie sind gelaufen!
Es kam uns natürlich sehr entgegen, dass die Paderborner Stürmer auch allerbeste Torchancen ausließen und unsere Abwehr – wahrlich nicht das Prunkstück der Mannschaft – heikle Situationen unbeschadet überstand.

Und so passierte, was wir befürchtet hatten. Das 2:0 für unsere Jungs. Also Oberkörper frei bei minus 3 Grad. Zum Glück waren nur noch 5 Minuten zu spielen.

     
Einsatz im Block und auf dem Feld - weiter so!

Nach dem Abpfiff schnell anziehen, mit der Mannschaft feiern und ab an den Bus. Biiiiier her.

Im Bistrobus mit Blick auf dieses merkwürdige Stadion war logischerweise beste Laune. Telefonisch holte man sich schnell einen Stimmungsbericht aus dem Binding Eck. Die Kneipe war randvoll und die FSV`ler bestens gelaunt ob des Auswärtssieges und der begnadeten Körper.
Und es werden sich nicht wenige geärgert haben, nicht dabei gewesen zu sein – denn es war eine ganz besondere Auswärtsfahrt.







FSV Frankfurt   -   SpVgg. Greuther Fürth   0 : 5


Wir ham die Schnauze voll!!

Das war der bisherige Tiefpunkt. Eine völlig überforderte FSV-Mannschaft geht sang- und klanglos im eigenen Stadion mit 0:5  unter. So bewerben wir uns direkt für ein Mandat in der 3. Liga. Das ist kein Zweitligafußball, das ist Unvermögen pur. Diese Truppe ist auf dem besten Weg sich auch noch die allerletzten Sympathien bei den wenigen treuen Zuschauern zu verspielen. Was da im Sommer so alles verpflichtet wurde, kann alles wieder auf Reisigs Resterampe und nach Möglichkeit bis zum 31. Januar  verkauft werden.

Offiziell waren 3.050 Zuschauer im Stadion. Ca. 150 aus Fürth, die haben während des ganzen Spiels supportet und ständig die Schwenkfahnen im Einsatz. Der Block sah dadurch und durch die vielen Fahnen an den Wellenbrechern für die Größenordnung gut aus. Lediglich die Zaunfahnen dürften mal ein Update erfahren, denn die Banner von den Fürther Freunden hingen schon vor über 20 Jahren am Zaun des altehrwürdigen Ronhofs. ;-)


Block N

Zu Spielbeginn war dann auf der Südtribüne reges Treiben. Überraschend, denn falls es in Vergessenheit geraten sein sollte, wir sind die Woche zuvor  bereits in Duisburg mit 0:5 unter die Räder gekommen.
Also, wie gesagt, es waren relativ viele Leute im Block – auch junge Fans. Und bis zum 0:2 haben wir wirklich alles gegeben und ganz gut Stimmung gemacht.
Es hat sich auch mit den Bornheimer Falken eine neue Gruppe gebildet, die immer mitsingen und auch Gesang anstimmen. Gute Sache, allerdings ist uns etwas unklar, wie die auf ihren Namen gekommen sind.

    
Falken.....                                                                                                                      ....und der Seeadler!

Nach den zwei Gegentreffern, die wir wieder mustergültig vorbereitet haben, wuchs der Unmut im Block zusehends. Es musste nun etwas geschehen – so kann das einfach nicht weitergehen, dass die Mannschaft so eine Scheiße baut und wir noch munter dazu weitersingen.


Blick von "draußen". Im Hintergrund sind die Fädder zu erahnen.

Es reifte der Gedanke zur Halbzeit das Stadion zu verlassen und das Spiel von außen, auf der Freitreppe der Gegentribüne, durch den Zaun zu verfolgen. Nach dem Pausenpfiff wurden also  umgehend die Zaunfahnen abgehängt und cirka 60 Leute verließen die Südtribüne. Von besagtem Platz aus haben wir dann richtig Gas gegeben. Die gesamte 2. Halbzeit wurde gesungen und da die Freitreppe überdacht ist, kam das richtig laut rüber. Neben reichlich Unmutsäußerungen wurde aber auch richtig supportet und Stimmung gemacht. Bei der Polizei herrschte rasch hektische Betriebsamkeit. Es wurde telefoniert, gefilmt und aufmarschiert.
Mit jedem Gegentor wuchs unser Eck und es waren zum Schluss über 100 Leute. Nach dem 0:4 und dem 0:5 flüchteten wir uns dann in Sarkasmus und Ironie. Neben „Oh, wie ist das schön“ wurde noch die Humba gemacht. Was bleibt uns sonst noch übrig?


Protest auf der Freitreppe neben der Südkurve

Es war eine absolut notwendige Protestaktion, die von den Medien dankbar aufgegriffen wurde. Da sie zudem verbal nie ausfallend oder gar gewalttätig war, erhielten wir dafür viel Zustimmung.
Wir erfuhren nach dem Spiel, das die Polizei allen Ernstes vor hatte die Freitreppe (angeblich Fluchtweg – aber nicht abgesperrt) räumen wollte und das im letzten Moment verhindert wurde. Man muss kein Prophet sein, um festzustellen, dass dies einen bitteren Eklat gegeben hätte und man muss sich allen Ernstes fragen, was die Cops da wohl geritten hat. Mit Sicherheit wären wir nicht freiwillig gegangen…


Wiiir sind Bornheim!

Nach dem Spiel blieb ebenfalls alles ruhig  und auf der Haupttribüne saß ein gewichtiger Mann wie in Trance. Bernd Reisig. Bei all den vielen Verdiensten, die er sich um unseren Verein erworben hat – die elf Figuren auf dem Platz sind seine Mannschaft. Und er weiß es!



HINSETZEN!





MSV Duisburg   -   FSV Frankfurt   5 : 0


Das war er also noch nicht – der erhoffte Start einer furiosen Aufholjagd in der Rückrunde. Gnadenlos schlecht und fast chancenlos gingen wir bei keineswegs berauschend spielenden Duisburgern unter. Lediglich eine Phase in der 1. Halbzeit stimmte uns hoffnungsvoll. Da hatten wir sogar eine Torchance. Genauso miserabel  wie unsere Mannschaft (mit gefühlten 10 Coulibalys auf dem Feld) agierte  Schiedsrichter Marco Fritz. Dessen unrühmlicher, aber höchst unterhaltsamer Höhepunkt war einen Ball, der von der Latte 1,3 m ins Feld sprang als Tor zu werten. Es ist davon auszugehen, dass er so schnell kein Zweitligaspiel mehr leiten wird. Jetzt weiter auf ihn einzuhacken, wäre unfair denn der ist jetzt eh der Depp der Liga und damit genug gestraft. Außerdem hätten wir auch mit einem vernünftigen Referee nix geholt.



Unser Bus setzte sich um kurz nach 9 Uhr morgens in Bewegung, nachdem wir  wie üblich auf die Verspäteten warten mussten. Leider nur zu 2/3 besetzt. Als ob die Leute geahnt hätten, was auf sie zu kam. Aber im Bus erst mal Sekt und Bier vom Fass als Neujahrsbegrüßung. Gute Stimmung! Aber leider war es vorerst der letzte SB`79 Bus, da wir bei einer so schwachen Auslastung keinen eigenen Bus kostendeckend betreiben können. Bis die Nachfrage wieder größer wird, werden wir zunächst mit dem Bus des FSV fahren. Der wird vom Verein subventioniert und kostet nur 10 Euro pro Nase. Erfreulich ist die Tatsache, dass bei uns trotz doppeltem Fahrpreis mehr Leute mitgefahren sind als im Vereinsbus.  Unserer Klientel ist unser Bus eben schon ein paar Euro wert. Vielen Dank auch an die, die über den Fahrpreis hinweg noch etwas dazu gegeben haben. Aber auf Dauer reicht es nicht – die Mannschaft spielt uns nicht nur die Südtribüne, sondern auch noch den Bus leer.



Nachdem wir uns mit der freundlichen Fahrerin geeinigt hatten, die Toilette auch ohne Wasserspülung benutzen zu können (es war wegen Frostgefahr kein Wasser eingefüllt worden), lief auch das Flensburger wieder in den gewohnten Mengen. Vorher war doch eine gewisse Zurückhaltung zu spüren. Zu groß war die Furcht vor dem unangenehmen Gefühl Wasser lassen zu müssen und dafür keine Möglichkeit vorzufinden.
Für die Rückfahrt hatten wir die neue Stephan Weidner DVD im Gepäck. Das Soloprogramm kommt saugeil. Sogar den Zweiflern zu Beginn gefiel das Werk dann am Ende auch. Normalerweise gehören auch die Onkelz zum musikalischen Standardprogramm auf unseren Reisen, aber nach dem Ding von Kevin Russell auf der A66 hatten da nicht wenige keinen Bock drauf. Aber auch ohne Heilige Lieder kam die Mucke im Bus prima.

Trotz der winterlichen Straßenverhältnisse kamen wir so überpünktlich in Duisburg an, dass wir noch einige Bierchen am Bus zwitschern konnten, denn im Gästebereich gibt’s keinen Alk zu kaufen. Der andere Nachteil an der Wedau ist, dass es keine Möglichkeiten gibt Zaunfahnen aufzuhängen. Wir konnten unsere SB`79 Fahne lediglich in Oberrang auf den Sitzen auslegen. Nicht mal am Wellenbrecher war es uns möglich, man ist sehr vorsichtig in Duisburg.
Aber ansonsten ist das Stadion natürlich klasse. Absolut stimmungsfreundlich mit der nicht allzu hohen Rundumüberdachung. Sogar wir mit unseren 100 Leuten konnten uns akustisch ein paar mal in Szene setzen. Aber der Aderlass in unserer Szene nach den vielen Stadionverboten macht sich schon bemerkbar. Aber alles Jammern hilft nicht, da muss halt der Rest sein Bestes geben. Und auswärts klappt das erstaunlicherweise besser als zu hause. Was nicht nur an unserem Stadion liegt…



Dazu gibt es noch zu vermelden, dass wir künftig keinen Capo auf dem Zaun haben werden. Einerseits gibt es keine Ultras mehr bei uns im Block, andererseits brauchen wir bei den wenigen Leuten momentan keinen Vortänzer. Sollte sich das wieder  ändern, denken wir natürlich wieder über einen Megafonmann nach. Diese Entscheidung haben wir gemeinsam mit der Senseless Crew getroffen und damit steht das erst einmal so geschrieben. Der Support soll jetzt wieder aus dem Block heraus kommen und jeder kann sich da einbringen.

Nachdem es 0:3 stand, sind die ersten schon an den Bus gelaufen. Nach jedem Gegentreffer wurden es mehr. Da gab es wenigstens was anständiges zu bechern und man hat sich so einiges erspart. Wer dennoch so masochistisch war und bis zum Schluss ausgeharrt hatte, konnte dann das kurioseste Tor der Bundesligageschichte miterleben. Da es der Treffer zum 0:5 war, regte sich von uns auch niemand so recht darüber auf.

10.107 Zuschauer. Die Duisburger Kohorte im Mittelteil der Hintertortribüne machte dauernd Dampf und schaffte es oft, dass auch die benachbarten Fans ordentlich mit supporteten. Da kamen hin und wieder schon ein paar ordentliche Dezibel zusammen. Aber es ist ja fast überall wo wir spielen im Heimblock Partylaune (einzige Ausnahmen: Oberhausen und Koblenz).



Südtribüne oder Haupttribüne?
Wir haben nach unserem letzten Treffen beim FSV Frankfurt angefragt, ob es möglich wäre unseren Fanblock wieder auf den äußeren Block der Haupttribüne zu verlegen, um die schlechter werdende Stimmung zu verbessern. Dort stünden wir unter einem Dach und wären somit um ein vielfaches lauter, als auf der ungünstigen Südtribüne.

In einem Gespräch wurde uns dann erläutert, dass die Idee grundsätzlich gut sei. Das ganze ist aber organisatorisch nicht umzusetzen. Die Gründe sind vielschichtig und wurden uns erläutert. Zudem kommt, dass die Polizei dem mit Sicherheit nicht zustimmen würde, da ein Block komplett für Gästefans reserviert sei und es keine bauliche Trennung auf der Haupttribüne gibt.

Wir müssen das so akzeptieren und halt versuchen auf der ungeliebten Südtribüne so gut es geht zu singen und zu tanzen…






TuS Koblenz - FSV Frankfurt 0:1
Wegen der günstigen Verbindung und weil sich ein Bus an einem Freitagabend für uns eher nicht rentiert, fuhr man also erstmals in dieser Saison mit dem Zug.
Gut 40 FSV-Fans, begleitet von zwei Beamten der Bundespolizei, machten sich dann auf zu einer kurzweiligen Fahrt nach Koblenz.

Mit an Bord waren auch unsere Stadionverbotler, die sich aus Solidarität mit Verein und Mannschaft entschlossen unsere Farben, zumindest auf den Koblenzer Straßen, zu vertreten.

Am Stadion angekommen, wurde am Gästeeingang zunächst noch eine Person mit laut Polizei gültigem(?) Stadionverbot aussortiert....
Der junge Mann war uns vorher noch nie unangenehm aufgefallen, weshalb sich auch hier die Frage nach einer gewissen Willkür bei der Vergabe von Stadionverboten stellt.

Über diese Thematik wird wohl leider noch des öfteren zu sprechen sein.

  
Im Block waren dann erstmal nur die Zugfahrer - minus der Ausgeschlossenen - der Fanbus steckte noch im Stau und kam dann mit erheblicher Verspätung an.

Schlussendlich waren dann c.a. 120 FSV'ler im Gästeblock und die Stimmung war nach der Führung natürlich hervorragend!

     
Schrieb ich schon dass es kalt war? Minus 12° - das Bier gefror einem förmlich in den Händen, was aber einige Hartgesottene nicht davon abhielt, der freien Oberkörperkultur zu frönen.... :-)

Nach dem Spiel kam die Mannschaft zum Feiern an den Zaun und wirkte, zum ersten Mal in dieser Saison, richtig ausgelassen!

  
Die Rückfahrt, unter Anleitung der netten Schaffnerin Bea aus Sachsen, verlief dann sehr freudetrunken und lautstark -  so muss das sein!





FSV Frankfurt U23 - Offenbacher Kickers U23  2:0
600 Zuschauer, darunter etwa 200 farbenblinde
Hochverdienter Sieg unserer jungen Wilden!
Bisschen Gepöbel vor, während und nach dem Spiel - die Sicherheitskräfte hatten aber letztendlich alles im Griff.




FSV Frankfurt   -   Rot-Weiß Ahlen   0 : 0



Nach dem Besuch diesen Spiels hat der Besucher den Eindruck, dass diese beiden Mannschaften in der nächsten Saison wieder gegen einander spielen werden. Allerdings nicht mehr in der 2. Bundesliga, sondern eine Etage tiefer.

Das war dermaßen miserabel und phasenweise war der Tabellenletzte aus Ahlen noch torgefährlicher als wir. Wie schon beim letzten Heimspiel gegen Rostock fehlte die nötige Einstellung, Kampf und Leidenschaft. Das mindeste, was man im Abstiegskampf erwarten sollte. Laufbereitschaft? Fehlanzeige! Dass dann auch noch die einfachsten Pässe über kurze Distanz nicht den Mitspieler finden und Freistösse aus aussichtsreicher Position kläglich vergeben werden passt ins Bild. Wir haben zwei Spieler in der Mannschaft, die haben schon Champions League gespielt, andere haben Bundesligaerfahrung – aber zu sehen ist davon Null.

     

Für so eine Leistung brauchen die nicht vorher ins Hotel gehen oder mit dem Luxusbus ins Stadion fahren. Da können die auch mit uns im Regionalexpress nach Koblenz fahren. Der FSV spart Geld und schlechter spielen werden sie auch kaum. Also, wir treffen uns um 14.45 Uhr im Hauptbahnhof. Wenn wir dann bei der TuS gewinnen sollten, dürft Ihr noch  zu Mc Donalds gehen – als Belohnung.

Es war das erste Spiel, nachdem die Senseless Crew 8 Stadionverbote vom SV Wehen Wiesbaden erhalten hatte. Wie berichtet bleibt die ganze Gruppe nun den Spielen der ersten Mannschaft fern, nur 2 Leute waren im Stadion und haben ein großes Transparent gegen die Stadionverbote aufgehängt.
Es war in Vergangenheit nicht immer jedermanns Geschmack, was von der Senseless Crew in Sachen Support kam. Doch für unseren Block waren sie schon enorm wichtig, auch wenn die Gruppe zahlenmäßig relativ klein war.
Wir hatten im Vorfeld  beschlossen erst einmal keinen Capo auf den Zaun zu setzen, sondern aus dem Block heraus zu supporten.



Es war klar, dass wir den Ausfall einer kompletten Ultragruppe nicht kompensieren können. Hätte die Mannschaft sich allerdings den Arsch aufgerissen, wäre von der Südtribüne sicherlich mehr gekommen. So war es ganz, ganz schwach.
Auf ähnlichem Niveau bewegen sich die Ahlener. Das waren insgesamt vielleicht 50 Leute, wovon 20 immer schön geträllert haben. Aber auch in diesem Bereich beide Seiten nicht zweitligatauglich. Zuschauer: 4.100.



Den Zaun vor unserem Block haben wir nun wieder mit den großen Zaunfahnen des letzten Jahres bestückt. Sieht gut aus! Darüber auch von uns ein Spruchband gegen willkürliche Stadionverbote. Momentan läuft es einfach gegen uns…





FC Augsburg   -   FSV Frankfurt   2 : 0



Um kurz vor zwölf setzte sich SB`79 in zwei Kleinbussen vom Bornheimer Hang aus in Bewegung. Ziel: Augsburg. Obwohl den meisten schon klar war, dass es dort recht wenig zu ernten gibt, hatten wir doch unterschwellig die Hoffnung auf einen Punktgewinn.

Diese Hoffnung hatte bis zur 4. Minute Bestand, da pfefferte der FCA bereits das erste mal fulminant gegen unseren Torpfosten. Um die unerträgliche Spannung aus diesem Bericht zu nehmen, Augsburg gewann hochverdient mit 2:0 und wir kamen auch deshalb so glimpflich davon, weil die Gäste nach der Pause das spielen praktisch aufgaben und den Sieg nur noch verwalteten.



Also, wie gesagt, mit viel Bier und Weihnachtsgebäck ging es via A661, A3, A 7 und 8 zum Zielort. Auf der Hinfahrt schon der erste Anfall von Übelkeit – es sollte aber der letzte bleiben. So richtig schlecht wurde uns allen dann nur noch beim Spiel. Mehr als pünktlich, weil ohne Stau erreichten wir die neue Impuls Arena. Parken für 5 Euro.

Das Stadion ist nagelneu und es ist sehr schön. Der Zuschauer bekommt recht viel Komfort für sein Geld. Rundherum überdacht, sanitäre Anlagen top. Nur ein Urinal war zugereiert, aber da hätten wir einen Tatverdächtigen…
Etwa ein Drittel Stehplätze, das erfreut natürlich den Fußballfreund aus der Kurve. Im Grunde ist die Impuls Arena ein Duplikat des neuen Aachener Stadions, wobei das Aachener optisch noch schöner ist. Diese neue Generation der mittelgroßen Stadien (Duisburg, Aachen, Augsburg) macht Spaß, da die Arenen sehr stimmungsvoll sind. Nostalgiker hingegen fühlen sich darin wahrscheinlich nicht sehr wohl.



Allerdings sind 10.097 Zuschauer für so einen Tempel und die ambitionierte Mannschaft nicht all zu viel. Der Heimblock der Augsburger auf der großes Stehtribüne hat einen harten Kern von etwa 400 Leuten. Die haben gut gesungen, teilweise haben auch mal mehr mit eingestimmt, aber von den anderen Tribünen kam nichts. Guter Zweitliga Durchschnitt.



Unser kleines Häuflein umfasste ca. 40 Leute. Wir waren auf der Hintertortribüne, weil der FCA wegen uns nicht den ganzen Gästeblock öffnen wollte. Kann man durchaus verstehen.

Da gegen Mitglieder der Senseless Crew 8 Stadionverbote nach dem Testspiel in Wehen ausgesprochen wurden, kommt jetzt die komplette Truppe nicht mehr zu den Zweitligaspielen, sondern die gehen jetzt zur U23 in der Hessenliga. Folglich, waren auch keine Ultras in Augsburg. Also ab jetzt halt ohne das Gedöns mit Capo, Megaphon usw. Von Vorteil ist das ganz bestimmt nicht, denn wir rangieren stimmungsmäßig eh schon am Tabellenende – und jetzt auch noch das!
Wir haben gesungen, so gut wir konnten. Ob man uns gehört hat, wissen wir nicht. Wahrscheinlich ein paar mal als es ganz ruhig im Stadion war.

Nach dem Spiel bekamen wir auf dem Parkplatz Besuch zweier Augsburger Gesandter, die wissen wollten, ob wir nicht Lust auf ein 10 gegen 10 oder 15 gegen 15 hätten. Wir haben denen dann in der gebotenen und uns anhaftetenden Freundlichkeit mitgeteilt, dass sie sich möglichst zügig von unseren Bussen entfernen sollen. Dieser Bitte haben sie dann auch Folge geleistet.

Schnell noch eine Tanke aufgesucht, alle Vorräte aufgefüllt und dann die Karren nach Frankfurt gehetzt. Komischerweise fanden sich auch nachts um halb eins immer noch ein paar, die partout singen mussten, auch wenn darauf mittlerweile nicht mehr jeder Lust hatte.


Bernemer Brünnchen geschlossen!

Es gehörte zur Berger Strasse in Frankfurt-Bornheim wie das Uhrtürmchen und der Hohe Brunnen. Die Gaststätte Bernemer Brünnchen in der Berger Str. 251.
Seit vielen Jahrzehnten betrieb Erwin Koch das kleine Lokal, das jahrelang das Stammlokal von Schwarz-Blau `79 war. Zahlreiche „Feindflüge“ wurden von hier aus gestartet. Der Zweitligaaufstieg 1982 tagelang gefeiert. Viele Krüge geleert und widerliche Kartoffelpuffer gegessen.



Jetzt hat die Wirtschaftskrise im wahrsten Sinne des Wortes die Kneipe erwischt. Erwin ist pleite! Selbst ein aufwendiger Umbau im vergangenen Jahr konnte nicht mehr helfen, die Gäste blieben einfach aus, die Deckel wurden nicht bezahlt und so wird aus der Bierkneipe vermutlich ein schickes Speiselokal.





FSV Frankfurt   -   FC Hansa Rostock   0 : 1
Bornheimer Hang, 4086 Zuschauer, c.a. 800 Gästefans



Wo 800 Rostocker Fans auftauchen, ist auch immer ein großes Polizeiaufgebot vor Ort. Oftmals nicht ohne Grund. In Bornheim blieb es dank dieser Präsenz bis auf ein paar Kleinigkeiten auch relativ ruhig.

Das war aber auch das einzig Positive an diesem scheiß Abend. Zunächst einmal wurde unser neues FSV-Lied nicht mehr gespielt. Der Verein und die Band „Bornheim Bombs“ konnten sich finanziell leider nicht einigen und so tönte anstatt „Immer wieder  FSV“, „You`ll never walk alone“ aus den Lautsprechern. Wenig originell, da dies dutzendfach an jedem Wochenende in bundesdeutschen Stadien geschieht. Wir hoffen, dass die Situation noch nicht total verfahren ist und Verein und Band sich noch handelseinig werden. Wäre jammerschade, wenn nicht. Die im Raum stehenden Zahlen wollen wir nicht kommentieren

Desweiteren schweben 8 angekündigte Stadionverbote für die Senseless Crew wie ein Damoklesschwert über der Südtribüne. Beim Testspiel in Wehen hatte es vor knapp 3 Wochen ein wenig Trouble mit jüngeren Wehener Fans gegeben, der allerdings von diesen provoziert wurde. Ein wenig Gepöbel, ein paar Ohrfeigen und der Spuk war vorbei.
Später kam allerdings die Wiesbadener Polizei ins Spiel und stellte Personalien fest. Aber nur die der Frankfurter. Alles weitere ist heutzutage nur noch Formsache. Stadionverbot hat man schneller wie eine Erkältung, nur macht man 3 Jahre damit rum.

Für die Senseless Crew als Gruppe sind 8 Stadionverbote kaum zu verkraften und für die ohnehin dürftige Stimmung im Block haben sie schlimme Folgen.
Von Stimmung zu schreiben wäre lächerlich, denn es gab keine an diesem Freitag Abend. Das lag natürlich auch an eine katastrophalen Leistung unserer Mannschaft. Ein böser Rückfall in schon überwunden geglaubte Zeiten!



Zur zweiten Halbzeit verließen unsere Ultras dann den Block und wollten so ihren Protest ausdrücken. So stehen wir auch als Fanszene nach diesem Spieltag komplett mit dem Rücken zur Wand. Unsere Gruppe jugendlicher Fans im Block steht am Scheideweg. Wohin, wenn die Senseless Crew nicht mehr ins Stadion darf. Wenn dann 20 junge Leute fehlen, fällt das bitterböse ins Gewicht. SB`79 ist alleine nicht in der Lage für einen ordentlichen Support zu sorgen. Unsere Leute sind teilweise  bei den Spielen leider  viel zu viel mit anderen Dingen beschäftigt, als zu supporten.

Und zu alldem kommt halt diese stimmungsfeindliche Tribüne. Wenn ein Verein da nicht einen Stamm von 200 bis 300 aktiven Fans hat, kannste das Stadion nicht ordentlich beschallen. Und davon sind wir weit entfernt.

Keine guten Aussichten also für die nahe Zukunft. Zwar werden wir unseren Weg weiter gehen, aber immer wenn wir ein paar Steine aus dem Weg geräumt haben kommt schon wieder der nächste Steinschlag. Es läuft nicht gut auf der Südtribüne…




Rot-Weiß Oberhausen   -   FSV Frankfurt   1 : 3


Es geht also doch noch. Nach elf (!) Auswärtsniederlagen in Folge, endlich wieder ein Erfolgserlebnis in des Gegners Stadion. Und das obwohl wir mit dem eigenen Bus unterwegs waren (wir berichteten über unsere persönliche Bilanz).

Um Punkt 8 Uhr traf sich unsere Reisegruppe am Bornheimer Hang zum Frühstück. Wir hatten ein leckeres Buffet aufgebaut. Brot, Brötchen, selbstgebackener Kuchen (Danke Natalie). Wurst, Käse, Eier. Saft, Kaffee und natürlich Bier vom Fass. Also die beste Grundlage für einen erfolgreichen Tag.

     
Lecker Buffet!                                                                                    Das junge Glück beim Hochzeitsbrunch

Der Bierverkauf im Bus rollte sehr zur Zufriedenheit des Unternehmers an und mit den Bornheim Bombs  kam Stimmung ins Gefährt. Eine Vollsperrung der A3 bei Köln zwang uns zu einem kleinen Umweg incl. Stau, so dass wir bei dem Blick auf die Uhr eine Raucherpause streichen mussten, um pünktlich am Stadion zu sein. Es gab auch keinerlei Proteste, die Notwendigkeit der Maßnahme leuchtete auch dem härtesten Nikotin-Junkie ein.

Den Gästeparkplatz haben wir dann auch ohne Polizeieskorte gefunden, wir waren ja erst vor einem halben Jahr hier. Das Prozedere das gleiche, hinten am Kanal entlang zum Gästeeingang. Unaufgeregte Ordner hingen unsere Zaufahnen auf, abwechslungsreiche Verpflegung. Vollbier.

In unserem Block noch bis kurz vor Spielbeginn sehr, sehr viel Platz. Da haben wohl doch einige bei Köln noch im Stau gestanden. Das gute Dutzend Zugfahrer um die Senseless Crew kam auch erst kurz nach dem Anpfiff. Die Zahl der Bornheimer steigerte sich dann auf ca. 120.

    

Bei herrlichem Wetter kamen fast 7.200 Zuschauer ins alte Niederrheinstadion. 17 Grad und Sonnenschein. Die Emscher Kurve war sehr gut besucht, was auch auf eine Freikartenaktion für Oberhausener Grundschulen zurück zu führen ist. Auf jeden Fall eine anständige Kulisse und der Wechselgesang besagter Kurve mit dem Oberhausener Fanblock auf der Gegentribüne hörte sich ausgezeichnet an.

   

Überhaupt muss man dem RWO-Block ein gutes Niveau attestieren, denn zum einen machten die gute Stimmung – auch wenn es gegen Spielende deutlich ruhiger wurde. Zum anderen verzichteten sie bei der Verlesung der Aufstellung unserer Mannschaft auf das unsägliche und vielerorts übliche „Arschloch“. Auch sonstige Beleidigungen blieben aus. Und wir haben diese in unserem Block auch sofort im Keim erstickt.

      
Haupttribüne                                                                                                                       Aktiv gelebte Fankultur!  ;-)

Wir hatten das in der letzten Saison schon geschrieben, dass Rot-Weiss ein Verein ist, der die selben Sorge und Nöte wie der FSV hat und uns von SB`79 eigentlich sympatisch ist.



Auf der Rückfahrt konnte erst einmal niemand glauben, dass wir tatsächlich gewonnen hatten. Ungläubiges Staunen! Auch war es bei weitem nicht so laut wie gewöhnlich, was auch daran lag, dass sich die meisten im Stadion sehr verausgabt hatten. Denn dort haben wir recht gut supportet und das über das gesamte Spiel hinweg. Und mit 100 Leuten haben wir auch ordentlich Lärm gemacht. Manch einer hat dann auch nur ein wenig geschlafen, da war wohl zuviel Carolus Doppelbock im Spiel…

Bornheimer Joggingmode im Spätherbst 2009




Die neuen, hochwertig bestickten, SB`79 Strickmützen sind da.
Preis 20 Euro (Members & best friends only)!






FSV Frankfurt   -   Arminia Bielefeld   0 : 0

EFFESSVAU!!!

An diesem nasskalten Samstag Mittag bekamen die Stehplatzbesucher unter den 4.100 Zuschauern das Manko unseres Stadions aufgezeigt. Es fehlt zumindest auf der Südtribüne, also dem Heimbereich, ein Dach. In kaum einer modernen Fussballarena stehen die Fans ungeschützt – am Bornheimer Hang leider schon. Es gibt nirgendwo einen überdachten Bereich, wo man mal vom Regen geschützt ein Bier trinken kann. So drängelt sich es bei Regenwetter in der Halbzeit vor und auf dem Klo.



Neben der ungünstigen Anstoßzeit, Samstag um 13 Uhr und dem sportlichen Misserfolg ist dies auch ein Fakt, der Zuschauer kostet. Von der schlechten Stimmung ohne Dach wollen wir jetzt mal gar nicht sprechen. Aber Komfort braucht man jetzt in den Herbst- und Wintermonaten nicht erwarten. Immerhin wurden Regenponchos für 2 Euro verkauft.

  
Hoch die schwarze Fahne...                                                                   Die beiden wollten unbedingt aufs Bild!

Aus Ostwestfalen waren etwa 700 Leute nach Bornheim gekommen und die dachten wohl, dass der 9. Sieg in Folge nur eine Formsache wäre. Aber der FSV war die bessere von zwei mäßigen Mannschaften und verdiente sich das 0:0 redlich. In der Schlussphase wurde es auf der Südtribüne richtig laut und auch von der Gegentribüne kam zaghafte Unterstützung. Wir folgern daraus: Wenn die Mannschaft engagiert spielt, dann kommt auch das Publikum. Bei leidenschaftslosem Gekicke nicht.


Bielefelder Stimmungskern

Unsere Ultras hatten zum Spielbeginn ein Spruchband mit dem Text „Lebst Du Fussball intensiv“ hochgehalten und die Bielefelder ergänzten den Satz mit ihrem Spruchband „dann droht Stadionverbot im Kollektiv“. Eine gute Aktion beider Gruppen zum aktuellen BGH-Urteil um Stadionverbote. Es ist leider zu befürchten, dass durch diesen Richterspruch Stadionverbote noch willkürlicher verhängt werden können.


Stadionzugang auf Bewährung, aber schon wieder frecher Blick - der Gilli!

Nach dem Spiel ging dann die Arbeit erst richtig los: Schwenk- und Zaunfahnen trocknen!





Union Berlin - FSV Frankfurt 1:0


Am Freitag stand die Partie gegen den 1.FC Union Berlin auf dem Stundenplan, ein Grund also mal wieder unser aller Hauptstadt einen Wochenendbesuch abzustatten.

Da der Freitagabendstermin bei knapp 600km Anreise nicht gerade für jeden machbar ist, stellte man sich frühzeitig auf individuelle Anreise per Kfz ein, auch das Hotel wurde früh gebucht.
Da auch noch diverse Familienbesuche und Treffen mit Freunden anstanden, verzichtete man auf eine Unterkunft in Stadionnähe, um uns einen 3-tägigen Köpenick-Shuttle zu ersparen und buchte statt dessen im „bösen“ Westen der Hauptstadt mitten auf dem Kurfürstendamm.

Start in FFM war um 9.00 Uhr. Die Hinfahrt verlief bis zum Potsdamer Dreieck hervorragend, danach aber eher schleppend bis gar nicht – Stau rund um Berlin – Baustellen am Freitagnachmittag sind nicht gut für meinen Blutdruck.....

Durch Connys Bleifuß errreichte man das Hotel trotzdem schon um kurz nach drei, User Levdy wartete bereits im Foyer – seine Gattin kränkelte, sodass sich dann drei Bornheimer auf den Weg zur Alten Försterei machten.

In der S-Bahn traf man dann auch noch ein Fanclubmitglied, das sich kurzfristig am Morgen noch in einen Flieger setzte, um dem Spiel beizuwohnen. Auch die Senseless Crew meldete sich per Telefon, dass einige Jungs spontan mitgereist seien.  Erste Begegnungen mit den Unionern verliefen durchweg positiv. Leider erfuhren wir dann, dass sich Kollege Thommy auf der Rückreise von München doch etwas verspätet hatte und es wahrscheinlich nicht zum Spiel schaffen würde.
Dafür meldete sich kurz darauf die hessische Rostockfraktion in Person von User Pfütze – wir sollten zur Abseitsfalle, einer Kneipe in Stadionnähe kommen.
Unsere Frage nach dem Weg dorthin wurde uns von freundlichen Unionern in aller Ausführlichkeit erklärt – „Immer der Meute nach!“

    

Der Weg von der S-Bahn Station zum Stadion gestaltete sich sehr oldschoolig – langer Marsch durch dunkle Gassen umgeben von Union-Volk – ich mag das. Die ganze Stadionumgegend atmete einen gewissen Flair aus, nix mit weichgespülter, zubetonierter Arena-Atmosphäre!

Nachdem man User Pfützinger eingesammelt hatte ging es durch Matsch, Bachläufe und Geröll zum Stadion, das schon von weitem, durch das Flutlicht begünstigt, einen imposanten Eindruck vermittelte.

Innen angekommen war man beeindruckt von dem, was die Union-Fans in den zurückliegenden anderthalb Jahren geleistet haben – ein wunderschöner, reiner Fussballground mit einer Stehgegengerade vom feinsten – Fussballatmosphäre pur!



Im Gästeblock angekommen wunderte man sich erst einmal darüber, dass mehr als 70 Leute im Block standen (habe bei 68 aufgehört zu zählen...),
die Hälfte davon aber eher unbekannt, aber trotzdem, wie es sich gehört, mit schwarzblauen Schals ausgestattet. Wir schnell die Zaunfahnen aufgehängt und dann ging es auch schon los mit Fussball.

13.587 Zuschauer bildeten einen würdigen Rahmen für ein Zweitligaspiel an einem Wochentag. Das Spiel wurde von beiden Seiten wenig intensiv geführt – Union ging irgendwann mit 1:0 in Führung und versuchte dann hauptsächlich das Ergebnis zu verwalten. Von unserer Seite kann man wohl vom bisher besten Auswärtsauftritt künden, richtig zwingend war es aber leider nicht, was von unserem Team kam. Von der Stimmung her auf unserer Seite sehr mau, was wohl auch darin begründet lag, dass wir uns doch sehr auf den Riesengästeblock verteilten und auch viele unbekannte Gesichter nicht gerade den Ultragedanken hoch leben ließen.



Die Stimmung auf Unionseite kann ich hier nur mit einem Gedanken meinerseits beschreiben – N E I D!

Die Gesänge kamen teilweise von allen drei Heimtribünen und es wurde mitunter sehr laut und manchmal auch brachial angefeuert. Auch die Dauergesänge wirkten in keiner Weise langweilig, sondern eher gänsehautfördernd. In dieser Saison haben wir bereits die hochgelobten Fanszenen in z.B. Aachen, Karlsruhe und Düsseldorf erleben dürfen und ich muss sagen, dass die gegen die Stimmung an der Alten Försterei bei weitem nicht anstinken können – einzig Kaiserslautern kann an manchen Tagen diesen Support noch toppen! Ansonsten habe ich eine derartige Stimmung höchstens noch an wirklich guten Tagen von der Offenbacher Fanszene in Erinnerung. Stehgegengerade rulez!
Doch etwas verwunderlich, dass uns von nicht gerade wenigen Berlinern gesagt wurde, dass die Stimmung wohl eher nicht so dolle war. Krass!!

Großes Kino das Ganze und man kann jedem wahren Fussballfan nur dazu raten, sich ein Abendspiel an der Alten Försterei zu gönnen!

In den letzten 10 Minuten hatte unser eingewechselter Neu-Brasilianer Cidimar noch drei Dinger auf dem Fuß, die er jedoch nicht verwerten konnte. Also ging es erstmal wieder mit 'ner Auswärtsniederlage im Gepäck Richtung „Abseitsfalle", wo unterdessen die anderen Joner eingetrudelt waren, deren man zu treffen gewillt war.


Conny und Pfütze

Unter der ständigen Bewachung von User Pfütze, der wie es schien User Nur der FSV zünftig abfüllen wollte, traf man dann an der Abseitsfalle, Sektion Getränkebude wieder ein.

Ein wunderbares Bonmot lieferte dann auch Userin BSV Eintracht (die Conny...) mit der Aussage „Ich hab im Auto auf dem Hinweg nur geblasen“, was unter den umstehenden, zumeist männlichen Betrunkenen, für ein großes Hallo und bei User SB79 für Schulterklopfen sorgte....

Geil, dass sich User Zentis und Userin Konfitüres Tochter + Kumpels auch noch einfanden, wenn man 600km auseinander wohnt weiß man solche seltenen Trefffen doch sehr zu schätzen! Leider waren wir für das anschließende Dritte Wahl Konzert im SO36 nicht mehr ganz Türstehertauglich, so dass wir auf einen Wiedersehenstrunk mit User Thommy verzichten mussten.

@ Thommy Kwh.: Roll on Kumbl, man sieht sich spätestens in Belfast oder an einem beliebigem Ostseestrand!

Der Rückweg in den güldenen Westen gestaltete sich dann auch noch mehr als abwechslungsreich....

In der S3 sahen sich c.a. 6 Bornheimer + Symphatisanten (Pfütze) einem 50-köfigen Berliner Mob gegenübergestellt. Nach diversen Schmähgesängen, unsere Familienverhältnisse insbesondere mütterlicherseits betreffend, musste sich der Großteil der Kategorie B bis C-Kandidaten doch mit User Nur der FSV's verbalem Widerstand zurechtfinden... war schon imposant, der alte Mann!

      

Dann wurde User Pfütze (zurecht) noch als Ropirat gefeiert - „Ich mag die Rostocker“, so der Kommentar einer Unionkutte!

Als geborene Gastgeber ließen sich die Unioner später auch nicht lange bitten und schlugen kurzerhand die gläsernen Trennscheiben in der S-Bahn ein, um unsere Unterhaltung zu gewährleisten und den Backtrip kurzweilig zu gestalten – gut dass wir nicht gewonnen hatten....

User Pfütze musste dann irgendwann raus, nachdem er unseren S-Bahn-Wechselgesang mit den anwesenden Flugreisenden unterstützt hatte, respect...!

Weg zum Hotel danach unspektakulär.

Auf der Heimreise in die hessische Provinzmetropole versuchte ich meinen alten Zeitrekord zu toppen, den ich aber mit knapp 4,5 Stunden für 570 km leicht verfehlte.

Fazit: Berlin ist eine Reise wert!







FSV Frankfurt   -   TSV 1860 München   3 : 2



Na also, es geht doch. Der erste Saisonsieg gibt uns wieder Hoffnung. Gegen enttäuschende Löwen zeigte der FSV endlich mal eine ansprechende Leistung über die gesamte Spieldauer hinweg. Die zwei Gegentreffer in der Schlussphase wollen wir mal nicht überbewerten, denn hält Patric Klandt den ersten 60er Treffer geht das Spiel 3:0 aus. Aber auch unser Torwart darf mal einen Fehler machen, und dann lieber bei einer 3:0 Führung als beim 0:0. Ist ohnehin unser überragender Spieler.



Trotz ganzer zwei Punkte und dem letzten Tabellenplatz kamen über 5.000 Zuschauer an den Hang. Davon ca. 1.200 aus München. Die Gästetribüne (Nord) war nur zur Hälfte geöffnet, aber dieser Bereich war voll. Zudem noch eine halber Block auf der Haupttribüne für 60.

Deren Support war sehr ansprechend, mehr als 500 Münchener waren ständig aktiv. Teilweise auch mit optischen Einlagen, so dass der Block auch schon mal in blau und weiß getaucht war. Aus einer Gruppe von 50 Ultras wurde in der ersten Halbzeit Rauchpulver gezündet, wird die Vereine wieder eine kleine Summe kosten. Der Stadionsprecher tat seine Pflicht und wies darauf hin, dass dies verboten sei. Soso!



In den zweiten 45 Minuten wurde es aber auch auf der Nordtribüne ruhiger. Erst nach Spielende wurde es wieder lauter – da wurden aber Mannschaft und Trainer ausgezählt.

Wir haben endlich die seit Ewigkeiten bestellte zweite große Schwenkfahne bekommen und jetzt sieht der Block in Verbindung mit vielen kleineren Fahnen schon mal klasse aus. Auch der Zaun ist mittlerweile fernsehtauglich, da es sich eingebürgert hat, dass wir unsere Fahnen dort aufhängen können. Wäre auch kindisch, wenn nicht, da die Gästeanhänger ihre Zaunfahnen sogar über die geheiligte Werbebande hängen dürfen.



Sollte irgend eine Fangruppe Fahnen oder Stöcke benötigen, so können wir Supportersart wirklich nur empfehlen, wenn man sehr, sehr viiiiel Zeit und Geduld hat. Viele mails und Telefonate waren nötig, bis wir unsere längst bezahlte Ware vom Mannheimer Versand erhalten haben. Und das nicht zum ersten mal. SB`79 wird in Zukunft sein Equipment aus anderen Quellen beziehen – auch wenn diese eventuell teurer sind.

Nach dem Spiel wollten einige Anhänger der 60er ihren Spielern an den Kragen. Durch den Einsatz von mobilen Sicherheitszäunen und Polizeikette konnten Übergriffe auf den Mannschaftsbus jedoch verhindert werden.








Fortuna Düsseldorf   -   FSV Frankfurt   4 : 1



Die Hoffnung währte nur eine Halbzeit! Nach dem Seitenwechsel egalisierten die Gastgeber unsere Führung, lagen dann nach einem äußerst zweifelhaften Elfmeter vorne, der Rest ist wie immer. Seit März ist unsere Mannschaft nunmehr ohne jeden Auswärtspunkt – immerhin gelang diesmal das erste Auswärtstor der Saison.

Noch katastrophaler ist die SB`79 Auswärtsbilanz. Seit dem Aufstieg in die 2. Bundesliga 2007 haben wir bei allen Auswärtsspielen, bei denen wir einen Bus gechartert haben (das waren einige) nicht einen einzigen Punkt geholt. Dem zu Folge sind wir wohl der erfolgloseste Fan-Club Deutschlands. Aber wir werden nicht müde weiter durch die Republik zu reisen und machen das so lange bis wir punkten.

     

Bei diesen Statistiken ist es umso erfreulicher, dass auch  unser Bus nach Düsseldorf wieder restlos voll war. Aber mittlerweile ist eigentlich die Hin- und Rückfahrt der wirkliche Höhepunkt, das Spiel erfreut schon lange niemanden mehr. Der Weg ist das Ziel könnte man sagen.
Also Stimmung im Bus genial, die neue Hymne von den Bornheim Bombs wurde ohne Ende geschmettert. Das Bier lief kistenweise. Zur Einstimmung auf Düsseldorf wurde die passende DVD vom Livekonzert der Toten Hosen in der damaligen LTU-Arena geschaut.
Speziell auf der Hinreise konnte man noch eine gewisse Euphorie und Zuversicht spüren, in die andere Richtung später massiv  Enttäuschung und Verärgerung.

    

In D angekommen ging es vom Gästeparkplatz P2 ohne irgendwelche Polizei oder Ordner zur Esprit Arena, dem früheren Rheinstadion. Von außen erinnert die komplett verschließbare Arena eher an ein zu groß geratenes Möbelhaus. Das Innere hat so ein wenig den Charme eines Einkaufszentrums. Nachdem man die Glasfront passiert hatte, war man an den Cateringständen und den Eingängen zu den Blöcken – aber alles im geschlossenen Raum. Im Winter sehr angenehm! Verpflegung: 0,4l Warsteiner Pils (war ok.) und Alt (Geschmackssache) für 3,50 Euro.

  

Im Stadion selbst wird man durch die steilen Ränge und die wuchtige Dachkonstruktion beeindruckt. Der nüchterne Beton und die grauen Stahlträger werden durch die bekannten bunten Schalensitze kompensiert. Wobei wir auch schon beim einzigen Manko wären. Es gibt keine Stehplätze. Gerade für den Gästebereich sollte die Stadiongesellschaft immer genügend Ersatzschalen vorrätig haben, da es sich manche Gruppen zum Sport machen diese zu zerlegen.
Aber sonst ein echt geiler Tempel – fast so schön wie das Waldstadion.

    

19.100 Besucher, das entspricht dem Schnitt bei Fortuna. Der Fanblock im Eck ist in etwa 500 Mann stark und wie es der rheinischen Frohnatur entspricht waren die auch gut am singen. In der zweiten Hz. hat bei der Sturm- und Drangphase der Hausherren das Stadion richtig gekocht und da hat man sich versucht vorzustellen, wie es beim Aufstieg gewesen sein muss. Als Fortuna im letzten Spiel der vergangenen Saison vor 52.000 Fans gegen Werder II gewonnen hat.
Fazit: Stadion und Fans bundesligatauglich.

   

Aus Frankfurt kamen immerhin auch 200 Leute mit. Es war auch eine 30 Mann starke Gruppe mit dem Zug unterwegs. Doppelt so viele wie sonst. Die hatten vom Bahnsteig bis Stadion und zurück Polizeieskorte und kamen zwar betrunken aber unbeschadet wieder in Frankfurt an. Stimmungsbarometer: 1. – 45. Minute akzeptabel. Ab der 46. Minute flaute es stark ab, wenig Impulse aus der Ultragruppe.

Es gab nach dem Schlusspfiff verständlicherweise Diskussionen, wie man der Mannschaft gegenüber unseren Unmut für ihre Leistung ausdrücken kann. Die Bandbreite ging von Busblockade bis hin zum Empfang in Frankfurt.
Wir haben das den Leuten ausgeredet, da wir glauben dass die Mannschaft natürlich nicht absichtlich verliert, sondern im Moment einfach nicht besser kann. Beispiele aus der Vergangenheit haben gezeigt, dass eine Busblockade nichts bringt. Das hat Jena vor zwei Jahren und Wehen letzte Saison in Frankfurt gemacht und beide sind im selben Jahr abgestiegen. Da kommen dann die Spieler an, labern dir irgend einen Quark aufs Ohr, weil sie schnell heim wollen. Die Fanmasse glaubt die Grütze und zieht dann eine Stunde ab und glaubt Wunder, was sie bewirkt hat. Nein, den Bus zu blockieren ist nicht die Lösung.

Aber wenn die Scheiße auch unter dem neuen Trainer so weiter geht, sollten wir über eine kreativere Form des Protestes nachdenken. Soviel Spaß wir auch auf unseren Touren haben, ein Sieg wäre auch mal nicht schlecht.

    





FSV Frankfurt    -   1. FC Kaiserslautern   1 : 1

Beste Saisonleistung und nur wegen Schiedsrichterassistent Pflaum ein Unentschieden gegen den hohen Favoriten aus der Pfalz. Der hatte nämlich ein Tor des FCK gesehen, das keines war. Der Ball war deutlich sichtbar nicht hinter der Torlinie, doch der Trottel an der Linie hob die Fahne. Das ist das Pech, das Du hast, wenn Du Letzter bist. Ansonsten ein respektabler Auftritt des FSV; der etwas Hoffnung für die Zukunft macht.



9.700 Zuschauer – fette Kulisse. Gut die Hälfte aus dem Kartoffelanbaugebiet. Die Nordtribüne – ausverkauft und komplett rot-weiß. War mitunter sehr laut, was da akustisch rüberschwappte!

Die Senseless Crew hatte in der Woche vor dem Spiel zu einem 20-minütigem Stimmungsboykott aufgerufen und den Block in dieser Zeit verlassen. Wir haben uns zwar mit den Jungs ausgetauscht, aber  bewusst darauf verzichtet ein eigenes Statement abzugeben. Es sollte jeder, auch unsere eigenen Leute, für sich selbst entscheiden, ob sie sich daran beteiligen wollen oder nicht. Wobei die Idee grundsätzlich nicht verkehrt war, nur der Zeitpunkt und unsere Voraussetzungen waren alles andere als günstig. Spötter und unsere Kritiker würden jetzt behaupten, es fällt eh gar nicht auf, wenn da 20 Minuten lang keiner singt. So schlimm ist es natürlich nicht.



Es haben sich ca. 35 Leute vor dem Stadion versammelt, die dann zur 20. Minute in den Block kamen. Aber auch von jenem Zeitpunkt an, war die Stimmung auf der Südtribüne ganz, ganz schlecht. Objektiv betrachtet, dürfte diese Aktion also verpufft sein. Nur das Spruchband am Zaun „20 Minuten Schweigen für 20 verschenkte Punkte“ fiel größer auf.



Für richtig geile Laune sorgten 10 Minuten vor dem Anpfiff die Bornheim Bombs mit der Live Premiere unserer neuen FSV-Hymne. Die Jungs traten im Frühjahr auf unserer 30 Jahre SB`79 Feier auf und haben jetzt für den FSV ein Lied gemacht, das kommt richtig fett. Schade nur, dass durch den Boykott und durch die fehlende Ankündigung des Gigs seitens des Vereins das Publikum nicht so richtig mitging. Sonst wird jeder Scheiß angekündigt und veröffentlicht, aber dieser Auftritt wird zum Staatsgeheimnis gemacht. Blödsinnig.



Wenn Lautern in Frankfurt spielt, ist das immer ein Risikospiel. Die mögen uns nicht und wir die schon gar nicht. Aber auch wenn von unserer Seite kaum Gefahr ausgeht, etliche Kategorie C Jungs von der Eintracht  lauerten in Bornheim und rund um das Stadion. Die Lauterer Busse fuhren ab Eissporthalle, da mussten die FCK- Fans nur ein kurzes Stück laufen. Größere Angriffsfläche boten die Zugfahrer, die zum Ostbahnhof doch einen größeren Fußmarsch in Kauf nehmen mussten. Doch die Cops hatten die Lage unter Kontrolle, ständig kreiste ein Hubschrauber der Bundespolizei. Unentdeckte Zusammenrottung war praktisch unmöglich. Nachdem die Abteilung "Gegenseitige Körperverletzung, in beidseitigem Einvernehmen" bereits die St. Pauli Fans am Ostpark attackieren wollten, waren die Ordnungskräfte nun doppelt wachsam.

Auf der Pressekonferenz nach dem Spiel trat unser Trainer Tomas Oral von seinem Amt zurück und die alles entscheidende Frage war nun: Was wird aus Schröder? Die allseits beliebte Fußhupe der Trainergattin. Verliert er die Zugangsberechtigung für den VIP-Raum? Wie kommt das Hündchen damit klar nicht mehr im Rampenlicht zu stehen? Fliegt seine Stoffausführung nun aus dem Fanshop? Fragen über Fragen.  Wir werden sehen…




Energie Cottbus   -   FSV Frankfurt   3 : 0


Zwei Leute von SB`79 machten sich auf die beschwerliche Reise in die Lausitz. Am Freitag morgen um 8 Uhr per Zug Richtung Cottbus. Vom Bahnhof dann mit dem Taxi ins Stadion der Freundschaft.
Circa 9.000 Zuschauer, der überwiegende Teil aus Cottbus. Der Rest war ein 17 Mann starker Gästeblock. 3 Mann von der Senseless Crew trafen mit dem Auto ein. Die Stimmung war gigantisch – 10 Leute haben gesungen. Da hatten es die 500 FCE-Supporter auf der Heimtribüne natürlich schwer. Aber die waren dann doch einen Tick lauter.
Über das Spiel wollen wir lieber kein Wort verlieren. Die einzig gute Aktion hatte die Mannschaft nach dem Schlusspfiff, da kam sie an den Zaun und schenkte den Allertreuesten ihre Trikots.
Am Samstag abend gegen 18 Uhr war dann die Odyssee beendet. Und liebe Eltern, wenn ihr eure Kinder vor den Folgen von Alkoholmissbrauch warnen wolltet, hättet ihr ihnen um diese Zeit die zwei Reisenden von SB`79 gezeigt.

Der Mitreisende M. (Name der Redaktion bekannt) schaffte es übrigens, nach dem Besuch dieses Etablissements, im Hotelaufzug einzuschlafen - maximum respect für diese Aktion! :-)))



Karlsruher SC   -   FSV Frankfurt   2 : 0
Die 5. Niederlage im 6. Spiel - so langsam tendiert die Geduld Richtung Nullpunkt. Vor 16.977 Zuschauern im Wildparkstadion waren wir erneut verdienter Verlierer, konnten nur eine Halbzeit Paroli bieten und haben zum dritten mal in Folge auswärts kein Tor erzielt. Die logische Konsequenz der geschilderten Tatsachen ist das Ende der Tabelle.
   
Unser Bus war für einen Freitag Nachmittag recht gut ausgelastet, aber es waren insgesamt nur etwa 120 Frankfurter in dem riesigen Gästeblock. Bewacht von etwa genauso vielen Ordnungskräften. Die Beteiligung war für so ein Spiel viel zu wenig, aber aufgrund der bislang dargebotenen Saisonleistungen  wiederum nicht verwunderlich. Unsere kleine Schar mühte sich unentwegt mit dem Support, obwohl wir schon nicht allzu hoffnungsschwanger ins Badenerland gefahren sind. Nach dem zweiten Gegentreffer zogen es die meisten dann aber vor das Spiel im Sitzen zu verfolgen. H. Knüller (Name geändert, die Red.) schlief sogar, aber das hatte andere Gründe.
Gegen eine der besten Ultraszenen in Deutschland haste natürlich einen schweren Stand. Dazu kommt, dass diese unter der überdachten Gegentribüne einen optimalen Standort haben. Auch in der ersten Halbzeit, die aus Karlsruher Sicht ebenfalls nicht berauschend war (0:0), wurde die Mannschaft bundesligareif unterstützt.
Kontakt unsererseits mit KSC-Fans gab es keinen. Unsere Busse wurden direkt an den Gästeblock geleitet, fuhren in der Halbzeit ins Stadion und nahmen uns nach Spielende da wieder auf. Von dort dann direkt auf die Autobahn. Nur 3 versprengte Karlsruher kamen mal in unsere Nähe und teilten uns gesanglich mit, dass wir nun nach Hause fahren können. Das hätten wir ohne diese Helden sonst auch nicht gewusst.
Die Sicherheitsmassnahmen in Karlsruhe sind stark überzogen. Leibesvisitationen am Stadioneingang sind ja in Ordnung. Aber dann auch noch mal am Block und das jedes mal nach dem Pinkeln und Bier holen wieder, erschien uns etwas viel. Ins Stadion darfste so gut wie gar nichts mitnehmen. Wir waren froh dass keine unserer weiblichen Fahrgäste ihre Menstruation hatte, denen hätten sie wahrscheinlich noch die Tampons abgenommen.
Immerhin gab es Rothaus Pils mit Alkohol - das hat auch gut geschmeckt. Da W. Glied (Name geändert, die Red.) 5 Feuerwürste gegessen  hat, schienen auch die genießbar zu sein. Sonst hätte er nach der dritten aufgehört.
Eine Besonderheit erlebten wir nach dem Abpfiff  am Bus. Wer diesen einmal betreten hatte, durfte ihn dann nicht mehr verlassen. Zur Kontrolle wurden 4 Ordner am Bus platziert. Das hatten wir noch nie erlebt, doch diese Aktion rundete den Karlsruher Kontrollwahn noch mal so richtig ab. Es kann ja sein, dass die Ordnungskräfte mit Eintracht Fans sehr schlechte Erfahrungen gemacht haben, aber dass von uns nicht so fürchterlich viel Gefahr ausgeht dürfte kein Geheimnis sein.




FSV Frankfurt - FC Sankt Pauli  2 : 3
Stadion am Bornheimer Hang, 8.577 Zuschauer, darunter c.a. 4.000 Gäste
Beim letzten Heimspiel gegen den Tabellenersten (das Wort Führer hören sie am Millerntor nicht gern), kam es gleich zu mehreren Saisonpremieren.
Zum ersten Mal in dieser Spielzeit konnten wir einen Rückstand ausgleichen. Zum ersten Mal sind wir sogar in Führung gegangen, das erste Mal haben wir mehr als ein Tor geschossen. Dann mussten wir leider zum ersten Mal einen Ausgleich hinnehmen und dass wir dann wieder in Rückstand gerieten war nix neues.
In der ersten Halbzeit konnten wir das Gesehene kaum fassen. Unsere Mannschaft kämpfte, spielte mit, das sah richtig nach Fussball aus. Übrigens auch das erste Mal 2009/10. Aber nach einer Stunde stellte sie die Offensivbemühungen komplett ein und die Herrlichkeit war erst einmal vorbei. Der 3:2 Sieg für Pauli deshalb hoch verdient.
  
Gut aufgelegte FSV-Fans in der Südkurve!
8.577 Zuschauer lasteten unser Stadion zu über 80% aus. Etwa 4.000 Pauli Fans und Sympathisanten. Die Nordtribüne war komplett in Hamburger Hand, die Stimmung wie gewohnt klasse. Aber auch die Südtribüne mit den FSV-Anhängern zeigte sich sehr engagiert, so dass dies insgesamt für einen guten Rahmen eines Zweitligaspiels sorgte. Natürlich gab es zwischen uns und dem politisch doch sehr einseitig orientierten Anhang vom Kiez keinen Ärger. Aber Fantrennung nach dem Spiel geht anders, liebe Polizei. Wir erwarten da noch ganz andere Fangruppen.



Noch besser gelaunte Paulianer auf der Nord.... :-(




TATAAAA!!!
Am 08.09.2009 wurde unser Mitglied HG - besser bekannt als tätowierter Malermeister - 50 Jahre alt. Man sieht es nicht und man merkt es nicht, er zählt zu den Fitteren im Fan-Club. Glückwunsch und Respekt! Hans-Günter, wie er eigentlich heisst kommt aus einer alten FSV-Familie, dem Merkelschen Randalegeschlecht. Die gehen schon seit Generationen an den Hang. Sein Sohn Kolya ist unser jüngstes Mitglied.




Alemannia Aachen - FSV Frankfurt 3 : 0
Den nächsten sportlichen Offenbarungseid leistete sich unsere Mannschaft im nagelneuen Aachener Stadion vor 23.078 Zuschauern. Speziell die erste Halbzeit ließ selbst die eingefleischtesten FSV-Anhänger das Schlimmste befürchten. In zweiten Durchgang sah es etwas rosiger aus, allerdings nur weil die Gastgeber sich aufs nötigste beschränkten. Das hat für uns aber allemal gelangt. Es bleibt dabei: Saison 2009/10: 1 Punkt, 1 Tor.
Zu Beginn des Spiels versuchten die mitgereisten 150 Bornheimer ihre Mannschaft  aufzumuntern, aber im zweiten Spielabschnitt wurde teilweise der Unmut laut. Nach Abpfiff gab es erste “Trainer raus”-Rufe, die zwar nicht repräsentativ sind, aber unüberhörbar waren. Das ist halt die Gesetzmäßigkeit im Fussball, dass sich der verärgerte Fan ein Ventil für den angestauten Frust sucht. Allerdings ist bei dem Zustand der Mannschaft Kritik an der sportlichen Leitung angebracht.
Wenn wir mal das Spiel ausklammern, hatten wir dennoch einen geilen Tag. Unser Bus vollbesetzt, einen coolen Fahrer und das Bier für 1 Euro. Acht Kasten hat er verkauft! Stimmung auf der Hin- und Rückfahrt wie im Festzelt. Das übliche musikalische Unterhaltungsprogramm. Und im Rahmen einer gesunden Selbstironie wurde im Bus auf dem Heimweg ein Spieler so richtig gefeiert: Sami Coulibaly, der Neuzugang aus Mönchengladbach und in allen 4 Saisonspielen schlechtester Spieler auf dem Platz. Leistungsverweigerung wird eben auch belohnt. Und wir haben ein Idol…                                          
Wir müssen fairerweise sagen, dass man die katastrophalen Leistungen zwar nicht nur an einem Spieler festmachen darf. Aber etwas Laufbereitschaft und Einsatz darf man vom Spitzenverdiener wohl erwarten.

Der neue Tivoli in Aachen ist ein absoluter Knaller. Wir behaupten mal, das schönste Stadion in Liga 2.
30.000 Zuschauer fasst es, rundherum überdacht und neben hellem Beton in den Vereinsfarben gehalten.
Die Heimtribüne erinnert so ein wenig an die Südtribüne in Dortmund. Komplett mit Stehplätzen und komplett in schwarz-gelb. Sah beeindruckend aus. Der Support Mittelpunkt liegt direkt hinter dem Tor in einem 200 Mann starken Block, phasenweise haben auch 500 Leute und mehr mitgemacht. Aber die gesamte Tribüne zusammen, das gab es viel zu wenig. Von der Stimmung her nicht besser, aber auch nicht schlechter als im alten Stadion. Für uns weniger schön: Die Tore wurden auf den zwei Videowänden noch mal gezeigt.

Der Gästebereich ist jetzt ebenfalls richtig klasse. Wir denken auch hier ans alte Stadion: Schlecht gesehen, ungeschützt im Wind und Regen. Jetzt: Ein komfortabler überdachter Block, ausreichend Toiletten (für die alten Scheißhäuser  in der letzten Saison wollten sie sogar Entgelt) und gutes Catering - im Gästeblock noch mit Bargeld. Da wir uns beim letzten Gastspiel in Aachen gut benommen hatten, kamen wir auch in den Genuss von alkoholhaltigem Bier. Vielen Dank für den Vertrauensvorschuss - das nächste mal gibt’s Hütchen  ;-)   Da alles seinen Preis hat, liegen die Stehplatzkarten mit 14 Euro am oberen Limit.

   
Hier stürzte der Pauli-Fan ab                                              Das doofe Reitstadion in unmittelbarer Nachbarschaft  ;-)
Die Stelle, an der ein St.Pauli Fan bei der Stadionpremiere abstürzte und sich lebensgefährlich verletzte ist durch ein Netz und zahlreiche Ordner gesichert. Eigentlich verwunderlich, dass niemand diese Unfallquelle im Vorfeld und bei der Stadionabnahme erkannt hatte.

Fazit: Ein Tag voller schöner Eindrücke (Stadion), guter Laune (Fahrt) und Enttäuschung (Spiel). Und weil es so schön war fahren wir nach Karlsruhe wieder mit dem Bus.

Nachtrag:
Auch auf den Raststätten und Parkplätzen entlang der A1 Hamburg-Bremen weiß man, was sich gehört! ;-)




FSV Frankfurt   -   SC Paderborn   0 : 0
Ein 0:0 ist in der Regel immer das was man von ihm erwartet: Ein Scheißspiel. So auch in diesem Fall.
Zwar haben wir unseren allerersten Punkt der Saison geholt, aber gegen den Aufsteiger hatten wir gerade nach der blamablen Vorstellung in Fürth etwas mehr erwartet. Die Abwehr hielt dieses mal dicht, aber das große Problem liegt im Sturm. So bleibt für die Statistik nach 3 Spieltagen: 1 Punkt und 1 Tor.

Mit knapp 3.800 Zuschauern dürften wir im Moment unser Stammpublikum haben. Der so genannte harte Kern also. Für die 2. Bundesliga immer noch zu wenig, aber wenn man bedenkt, welche Zuschauerzahlen wir noch vor 2 Jahren hatten ist das schon ganz ok. Und im kleinen FSV-Stadion sieht diese Kulisse auch nicht so dramatisch aus, wie im riesigen Waldstadion. Außerdem ist das ausbaufähig.
Die Südtribüne hat die Mannschaft immer wieder lautstark unterstützt. Das war das erfreulichste an diesem Freitag Abend. Der Vorsänger hat auch in punkto Zuschauermotivation anscheinend einen Fernkurs belegt und  war eine Belebung für den Supporterblock.
Aus Paderborn kamen etwa 120 Leute. 2 Zaunfahnen, ein paar kleine Schwenkfahnen und einen für die Größe der Gruppe angemessenen Support. Natürlich kein Vergleich zu Gladbach oder Duisburg.



Spvgg Greuther Fürth - FSV Frankfurt 4:0
Playmobilstadion, 6300 Besucher, darunter c.a. 130 Bernemer

Außer Klandt wollten wir niemanden am Zaun sehen....

Das Steakbrötchen in Fürth für 3 Euro Fuffzisch hat auch dieses Jahr hervorragend geschmeckt.


Bornheim in Ballbesitz... ein seltenes Bild...





FSV Frankfurt   -  MSV Duisburg   1 : 2
Es gab wieder einen gemeinsamen Supporter Block am Bornheimer Hang. Allerdings nicht aufgrund einer angeblichen Telefonkonferenz vom FSV-Geschäftsführer Bernd Reisig. Wir wissen nicht mit wem der gute Mann fernmündlich kommunizierte, auf jeden Fall nicht mit Vertretern von SB`79 oder der Senseless Crew.
Wie auch immer, es standen alle hinter dem Tor. Dass es nur zu einem Teilzeitsupport gereicht hat, ist erst mal zweitrangig. Es ist natürlich auch richtig blöd gelaufen - nach 4 Minuten schon 0:1 hinten. Nach dem 0:2 war es dann ganz schwierig die Leute zu motivieren. Aber wir haben schon mal einen Anfang gemacht. Demnächst müssen wir noch kompakter stehen und jeder einzelne noch einen Zahn zulegen.
Richtig Stimmung kam nach dem späten Anschlusstreffer in der 85. Minute auf. Da hat man dann ansatzweise gesehen, was auf der Südtribüne möglich ist und wer dann alles mitmacht, wenn der Funke vom Spielfeld auf die Ränge überspringt. Die Leute singen dann zwar keine mehrstrophigen Lieder, aber die kurzen und gängigen Sachen gehen auf jeden Fall.
Wir haben zu Spielbeginn ein 20 Meter Spruchband “24. Mai 2009 - Danke Duisburg” hoch gehalten. Damit wollten wir uns dankbar zeigen, dass der MSV am letzten Spieltag der vergangenen Saison in einem für ihn bedeutungslosen Spiel den VfL Osnabrück schlug und uns somit den Klassenerhalt sicherte. Aus eigener Kraft hätten wir es nämlich nicht gepackt. Noch dazu haben sie unsere ganz “speziellen Freunde” aus  Osnabrück in die Relegation geschickt (die sind ja dann auch abgestiegen).

MSV-Block
Unter den fast 4.800 Zuschauern waren gut und gerne 700 Duisburger. Deren Supporterblock - ca. 300 Leute - hat durchgehend malocht und nicht nur einmal die ganze blau-weisse Anhängerschar mitgerissen. Guter Gesang und Schwenkfahneneinsatz. Rund ums Stadion blieb alles friedlich.




DFB-Pokal, 1. und letzte Runde

FSV Frankfurt   -   Borussia Mönchengladbach   1 : 2
Das war ja gar nichts. Weder auf dem Platz noch auf den Rängen. Völlig unverständlich, dass unsere Mannschaft beim “Spiel des Jahres” so leidenschaftslos spielt und nicht ansatzweise Siegeswillen zeigte. Mit dem 1:2 waren wir gegen Gladbach, die nicht einmal alles geben mussten, auch noch bestens bedient. Wenn der Torwart der beste Spieler einer Mannschaft war, wie in unserem Falle wieder einmal Patric Klandt, so sagt das einiges über deren Spiel aus.
Das sportliche Geschehen zu analysieren  ist nicht unsere Aufgabe, sondern das was um den Sport herum geschieht. In den Fanblöcken und rund ums Stadion.
Die Kulisse mit 9.750 Besuchern war prima, hätte man nicht schon Tage vorher lesen können, dass es nur noch ein paar Stehplatztickets gibt und die Begegnung wahrscheinlich ausverkauft sein würde, hätte man die restlichen 750 Karten auch noch  losschlagen können. Aber immerhin, fast ausverkauft bei Schwimmbadwetter.
Nun hat unsere Mannschaft nicht gerade so gespielt, dass das Publikum vor Begeisterung ausflippt, aber alles was an Unterstützung  von den Tribünen für den FSV kam, war mangelhaft. Dafür gibt es eine ganze Reihe von Gründen, die wir jetzt mal kurz darstellen möchten. Sie sind keine Entschuldigung, sondern einfach nicht weg zu diskutierende Tatsachen:
-Gladbacher Fans. Knapp die Hälfte der Zuschauer waren VfL-Anhänger. Die komplette Nordtribüne und einige Blöcke auf der Haupt- und Gegentribüne - alles Borussen, von nah und fern. Und wenn die Wind gemacht haben, wurde es richtig laut. Der ca. 300 Mann zählende Ultrablock war ununterbrochen aktiv und deren Capo hat richtig gut Gas gegeben. Dieser Verein zählt immerhin zu den beliebtesten in Deutschland. Also, unter diesen Voraussetzungen hat man es als kleine Fangruppe ohnehin schon schwer.
-Getrennte Standorte.  Wie schon beim Eröffnungsspiel gegen Bremen, stand die Senseless Crew erneut getrennt vom Rest des Fanblocks. Es ist schon alleine wegen der baulichen Gegebenheiten (8 Meter breite Einfahrt teilt den Block) kein gemeinsamer Support möglich. Ganz abgesehen davon, dass es ohnehin unsinnig ist, wenn sich unsere kleine Schar noch zweiteilt. Es ist wichtig, dass unser Frontmann in der Mitte der Tribüne sitzt/steht, wie auch immer, wo ihn alle sehen und alle gleichzeitig dasselbe singen. Nur so erreicht er zudem auch jene Leute, die nur ab und zu mal mitmachen. Und das sind auch nicht so wenige. Zu all den Unseligkeiten hatte unser Ersatzvorsänger, der ursprüngliche befindet sich im Urlaub, am Samstag auch eher einen schlechten Tag erwischt.
-Mangelnde Mitmachbereitschaft.  Wir können nicht von den unorganisierten FSV-Fans im Stadion erwarten, dass die Stimmung machen, wenn nicht einmal unsere eigenen Leute und die aus unserem Umfeld willens oder in der Lage sind, vernünftig zu supporten. Es wird ja von unseren Leuten, die in der Regel alle keine 18 mehr sind, nicht erwartet 90 Minuten Ultra like durchzusingen und zu hüpfen. Aber nur das SB`79 T-Shirt spazieren tragen und mit dem Bierbecher rum zu stehen geht auch nicht. Dafür haben wir andere Ansprüche, wir fordern da schon mehr Engagement.
-Jugendliche Fans.  In der vergangenen Saison hatten wir im Waldstadion einen riesigen Zulauf an sehr jungen Fans im Block. Die teilweise sehr gute Stimmung, wäre ohne diese neuen Anhänger gar nicht möglich gewesen. Mit der Quantität und Qualität der Leute aus Block 38 wäre auf der neuen Südtribüne sehr viel möglich.
Aber auf einmal sind die meisten dieser Nachwuchshoffnungen nicht mehr da. Warum weiß niemand so recht. Und wir haben wieder unser niedriges Niveau wie zu Beginn der Regionalligasaison  2007/2008 erreicht. Mit diesem sind die alten Probleme wieder aufgetaucht: Zu wenige Leute, zu hohes Durchschnittsalter und kaum Aktionen.
-Fehlendes Dach. In dieser besagten Spielzeit 07/08 konnten wir uns akustisch gegenüber den Gastvereinen auch oft nur behaupten, weil wir unser Domizil auf der Haupttribüne im Block E hatten. Und somit ein Dach über dem Kopf, und damit einen gewaltigen stimmungstechnischen Vorteil. Diesen Vorteil haben wir leider nicht mehr. Das macht sich unheimlich bemerkbar, ist aber momentan erst mal nicht zu ändern.
Fazit:
Wir sind kilometerweit davon entfernt der 12. Mann zu sein und der erhoffte Heimvorteil in unserem neuen Stadion ist zur Zeit allenfalls ein Wunschdenken. Wir geben alle ein ganz katastrophales Bild ab.
Wir müssen jetzt neu beginnen, und unser Vorteil ist, dass es nur besser werden kann. Denn noch so ein paar  peinliche Auftritte wie gegen Bremen und Gladbach, die von der Presse zerrissen wurden, wollen wir uns nicht erlauben.
Als erste Maßnahme müssen alle Hardcore Supporter hinters Tor. Egal ob Ultra oder Schluckspecht. Alle zusammen! Und der Mann mit dem Megaphon direkt davor. Sonst haben wir Null Chance. Den Support müssen wir wieder mit Trommeln garnieren. Das hat in der Rückrunde doch auch gepasst.
SB`79 und die Senseless Crew müssen die Leute besser motivieren.                                                   
Hier noch mal für alle, die die Trennung der Fangruppen nur im Internet verfolgt haben und um Gerüchten vorzubeugen: Wir hatten nie Streit untereinander. Die Senseless Crew wollte in ihrem Eck ihre eigene Ultrakultur ausleben. Dass dieses Projekt gescheitert ist, dürften sie mittlerweile eingesehen haben. In der Mitte des Blocks sind sie willkommen und gut aufgehoben. Dass wir keine Ultras sind und nicht pausenlos singen und tanzen werden sie als gegebenen Umstand hinnehmen. Allerdings müssten sich dann Leute, die sich durch permanentes Fahnenschwenken gestört fühlen und lieber eine freie Sicht aufs Spielfeld genießen möchten einen anderen Platz suchen. Aber so etwas pendelt sich rasch ein.
Wenn wir erst einmal ein Stimmungsnest mit 50 Leuten haben, springt der Funke auch schnell mal auf weite Teile der Südtribüne über. Leute, da stehen so viele FSV`ler die nur mal drauf warten, dass es richtig losgeht. Nur bislang kam ja nichts Zählbares. Und wenn die Blöcke N und O erst mal rocken, machen automatisch Teile der Gegentribüne Alarm. Dort sitzt mit dem Fan-Club “Die wa(h)ren Helden” auch ein gutes Stimmungspotential. Vielleicht klappt es dann auch wieder mit den jungen Fans…
Optisch werden wir den Block auch noch etwas aufpeppen.
Die Saison wird lang und hart. Fast jeder Verein gegen den wir spielen hat eine größere Fanszene. Das ist aber für uns kein Neuland, sondern eher eine Herausforderung. Wir wissen jetzt umso mehr, dass es bei uns auf den einzelnen ankommt und man nicht wie bei den großen Clubs Teil einer Masse ist.
Also fangen wir gleich gegen Duisburg an und machen den Ligaauftakt zum Heimspiel! Haut rein, Leute!





FSV Frankfurt   -   Werder Bremen   1 : 2
Eröffnungsspiel des Frankfurter Volksbank Stadions / Bornheimer Hang
Endlich wieder zu Hause! Nach einem Jahr Gastspiel im Waldstadion nun die lang ersehnte Rückkehr ins heimische Terrain. Der DFB-Pokalsieger Werder Bremen war zu Gast. Und gleich im ersten Spiel ein ausverkauftes Haus - 10.480 Zuschauer, darunter etwa 1.000 Bremer Fans. Die meisten wohl aus dem näheren Umland.
Es ist sehr schön geworden, eine richtig tolle Fußballarena mit angenehm vielen Stehplätzen. Doch gerade in diesem Bereich gibt es den einzigen Kritikpunkt, denn die Nord- und die Südtribüne sind nicht überdacht. Die unwetterartigen Regenfälle am Donnerstag abend (der HR musste sogar seine Live Übertragung abbrechen) zeigten das Dilemma der Stehplatzbesucher. Die waren komplett durchweicht. Vielleicht sind ja noch ein paar Meter Dach und einige Stahlträger übrig, wenn im nächsten Jahr die Haupttribüne  neu gebaut wird. Ansonsten ein Stadion zum verlieben - auch wenn man kein FSV-Fan ist.
Unser neuer Standort ist nun die Südtribüne, da die Seckbacher Kurve (Nordtribüne) auf behördliche Anordnung  zum Gästebereich umfunktioniert wurde. Angeblich lassen sich da die Fangruppen besser trennen. SB´79 und Umfeld haben dann auch direkt hinter dem Tor Platz genommen. Viel Unmut in der Fanszene zog sich die Senseless Crew (FSV-Ultragruppe) zu, da die sich in das der Gegentribüne zugewandte Eck verzogen und dort lieber ihr eigenes Ding machen wollten. Das Resultat war ein zerpflückter Fanblock sowie ein Scheiß-Support aus zwei verschiedenen Richtungen und Irritationen bei neutralen Besuchern. Das war gar nix - nix halbes und nix ganzes. Bis zum Pokalspiel gegen Mönchengladbach sollte da eine Lösung gefunden werden, sonst sieht das langfristig nicht gut aus. Wir sind einfach eine zu kleine Fanszene, um uns auch noch aufspalten zu können. Passiert das weiterhin machen wir uns nur noch lächerlich mit zwei 30 Mann Fanblöcken. Das hatten wir vor 8 Jahren schon einmal und damals haben auch alle erkannt, dass es nur gemeinsam funktioniert. Es sollte um das Wohl des Vereins und seiner Fanszene gehen und nicht um die Interesse einer einzelnen Gruppe.
Aufgrund der Vermarktung (ist notwendig, wir sehen es ja ein), gibt es leider kaum Möglichkeiten und Plätze um Zaunfahnen aufzuhängen. Das gilt für den Heim- wie auch Gästebereich. Allerdings ist ansonsten vom DH, über Schwenkfahnen, Trommeln und Megafon alles erlaubt.
Richtig geil war kurz vor Spielbeginn die Schalparade zum Klassiker “You`ll neuer walk alone” live gespielt von Michael Hirte auf der Mundharmonika. Jeder Besucher bekam bei Einlass einen FSV-Schal geschenkt (!) und  dieser sollte dann eben bei jenem Lied hoch gehalten werden. Sah oberkrass aus und wer dabei keine Gänsehaut bekam ist im Fußballstadion fehl am Platz. Der Rest des Rahmenprogramms war sehr dürftig, der Star war das Stadion samt Flutlicht. Das Feuerwerk nach dem Spiel interessierte von denen die im Monsunregen standen die wenigsten, da die einfach nur noch nach Hause wollten.
Dass organisatorisch bei so einer Premiere nicht alles rund läuft ist verständlich. Und dafür lief es auch recht reibungslos ab. Aber eine halbe Stunde Wartezeit am Getränkestand und kein Bier mehr in der 2. Halbzeit ist nicht hinnehmbar. Da muss zügig nachgebessert werden, sonst bleiben viele Zuschauer weg. Kämen im VIP-Bereich die Häppchen nicht schnell genug, würde man auch in Windeseile eine Lösung finden.
Ganz schlechte Noten bekam die Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF). Die ließ nämlich ihre Fahrgäste buchstäblich im Regen stehen. Zum Ende einer solchen Großveranstaltung setzten die nicht etwa Sonderzüge ein. Nein, die Bahnen fuhren fahrplanmäßig. Alle 20 Minuten eine. Und das obwohl das Verkehrsmittel U-Bahn für dieses Event noch stark beworben wurde. Das Ergebnis war ein hoffnungslos überfüllter Bahnsteig mit klatschnassen Menschen.

Insgesamt trotzdem ein schöner Abend, aus dem alle Beteiligten jetzt nur noch ihre Lehren ziehen müssen…



Zur Einstimmung auf die neue Saison gibt es für euch ein paar aktuelle Stadionbilder, auch vom Spiel in St.Pauli gibt es neue Pics!

Das neue Frankfurter Volksbank Stadion am Bornheimer Hang!


Heimbereich von der neuen Gegentribüne aus gesehen


Gästebereich Nordtribüne


Gästeblock im Seckbacher Eck


Noch einiges bleibt zu tun....








Saisonfinale in Hamburg

FC St. Pauli   -   FSV Frankfurt   2 : 0

Hurra, Hurra - die Bernemer sin' da!
Samstag früh um viertel nach Neun begann für 5 SB`79 Mitglieder aus den östlichen Stadtteilen Frankfurts an der U-Bahnhaltestelle Enkheim die Reise mit der U4. Ab an den Hauptbahnhof, Treffpunkt mit dem Rest der Reisegruppe. In den Taschen so das Nötigste, was man an Wäsche und Körperpflegeprodukten so braucht. Ferner noch viele bunte Flaschen, zum Teil gut gekühlt.
Gegen 10 Uhr waren dann alle Intercityfahrer beisammen und ab in den Zug. 33 Leute, die mit Ausnahme von Retep Redienhcs (Name von der Redaktion geändert) unglaublich viel Durst hatten. Als ob die Deutsche Bahn AG dies vorher gesehen hätte, kam im Stundentakt ein freundlicher Angestellter mit einem großen Müllsack und sammelte das Leergut ein. Es lief alles sehr gesittet ab.
     
Alles sehr gesittet.... :-)
Bei der Ankunft in Hamburg nutzten aber die ersten Protagonisten bereits die Breite des Bahnsteiges. Egal, erst mal ins Hotel - einchecken! Den Wert einer Immobilie macht bekanntlicherweise die Lage aus. Dieses Hotel müsste daher eigentlich unbezahlbar sein. Direkt gegenüber vom Stadion Millerntor gelegen, 10 Minuten Fußweg auf die Reeperbahn. Perfekte Auswahl, Danke Conny. Über das zweite Kriterium einer Immobilienbewertung, die Ausstattung, sehen wir mal großzügig hinweg. Aber für 4 Stunden schlafen, einmal duschen und dreimal Kacken hat es gelangt.

Uffgeregte FSV-Fans 2 Stunden vor dem Anpfiff
Also Tasche aufs Zimmer und ab die Post. Bundesliga gucken gehen. Nach einigem Suchen gerieten wir dann auf  der Reeperbahn 36 an eine geile Kneipe. Sugar hinter dem Tresen hatte alles gut im Griff und die Getränke kamen zügig. Bundesligastimmung im voll besetzten Raum. Immer mehr Schwarz-Blaue trudelten ein, zudem 4 Mitarbeiter der FSV-Geschäftsstelle, deren Namen uns alle bekannt sind - zwei davon waren auch auf unserer 30 Jahre Feier. Die sind uns an diesem Wochenende noch öfters über den Weg gelaufen. Gute Jungs!
   
Le Hotel Figgaröö!
Der Rest des Abends ist schnell erzählt. Aufnahme von fester Nahrung und dann ab auf den Hans-Albers-Platz. Sehr illustere Gestalten haben wir dort gesehen. Nutten, Transen, schräge Vögel. Das volle Programm und wir mitten drin. Der Höhepunkt des Abends war dann im Peggy Sue, einer absolut genialen Musikkneipe auf dem Kiez. Vollgas bis 3 Uhr.
Die Nachtruhe wurde auf unterschiedliche Art und Weise verbracht. Der eine schlief im sitzen, der andere auf dem Klo. Mancher gar nicht.
Beim morgendlichen Besuch auf dem Fischmarkt waren wir noch arg gezeichnet. Das erste Bier wollte so gar nicht munden, aber es muss ja sein.  Dieses Gefühl hatte sich aber bis 2 Stunden vor Spielbeginn gelegt. Die Kneipe “Libero” unweit unseres Hotels war die Bornheimer Anlaufstelle. Und siehe da, es schmeckte schon wieder.


Begeisterte, aber auch nervöse FSV'ler...
Im Stadion war der linke Block der Haupttribüne unser Bereich. 350 FSV`ler waren mit PKW`s, Bus und dem Zug angereist. Die Senseless Crew war im Dutzend mit dem Wochenendticket per Regionalexpress nach Hamburg gefahren.
Das Millerntor war restlos ausverkauft und die Stimmung wie immer einzigartig. Es ging für St. Pauli um gar nichts mehr, sie konnten sich tabellarisch weder verbessern, noch verschlechtern. 8. Platz! Aber das Publikum feierte ihre Mannschaft, als ob sie noch aufsteigen könnte. Lediglich die vielen, vielen Spruchbänder der Pauli Ultras könnte man kritisieren. Nach dem dritten wusste man schon nicht mehr was auf dem ersten stand. Es waren schätzungsweise 10 oder 12 davon.


Millerntor!
Aber auch der FSV-Block war das ganze Spiel über sehr aktiv. Der Support in der zweiten Halbzeit war einfach unglaublich. Die letzten 25 Minuten wurde komplett und sehr lautstark durchgesungen. Selbst das stimmungsverwöhnte Pauli Publikum war durchaus beeindruckt von den 350 verrückten Frankfurtern.
Nachdem Schlusspfiff spielten sich unvergessliche Szenen ab. Die Heimfans feierten lautstark ihre und unsere Mannschaft. Und wir feierten unsere und die ihre Truppe. Die Millerntortruppe kam sogar vor unseren Block.

You'll never walk alone!!!


Die sehr netten Junx und Mädelz von der Nordtribüne!
Leider spielte unsere Mannschaft nicht mit. Nach dem Spiel kamen sie zwar mit einiger Verzögerung  vor unseren Block und machten auch mal die Welle. Aber einigen Spielern merkte man doch an, dass sie lediglich einen Pflichtbesuch absolvierten. Ruck zuck verkrümelten sie sich wieder in die Kabine anstatt diese sensationelle Atmosphäre einzuatmen. Erst nachdem wir mit der Heimmannschaft gefeiert hatten, kamen noch mal 5 (!) Spieler raus und nahmen an der Party in schwarz/blau/braun/weiss teil. Das ist einfach nicht zu begreifen, gerade nach der Unterstützung bei den letzten Spielen. Wenn es Profifußballern zu suspekt ist, mit ihren Anhängern zu feiern, sollten sie sich mal einen anderen Job suchen.

      
Unser jüngster Fan auf St. Pauli                                                       Die Emotionen kochten hoooch...!              
Aber unserer Stimmung tat das keinen Abbruch, denn trotz der 0:2 Niederlage, konnten wir die Klasse halten. Die super Gastfreundlichkeit und das friedvolle Miteinander haben uns zudem stark beeindruckt. Auf dem Fanfest gegenüber dem Stadion mischten sich die Gruppen munter und es war nicht ein einziger Polizist dort.

Entspannte Stimmung nach dem Kick
Dieser FC St. Pauli ist schon sehr außergewöhnlich. Der ganze Stadtteil lebt diesen Verein. So muss das wohl vor vielen, vielen Jahren in Bornheim gewesen sein. Die Fankultur ist unvergleichlich. Da kommen Mainz und Freiburg nur in die Nähe.
Bis wir um 19.24 im ICE Richtung Frankfurt saßen, wurden im Schanzenviertel noch einige Astra, Becks und Co. gegurgelt. Wir hatten eine oberfette Zeit in Hamburg und es hat eine ganze Weile gedauert alle neu gewonnenen Eindrücke zu verarbeiten.


Wo bleibe die annern Foddos?

Hier sinn se:


Bei Sugar am Tresen


  
Hans-Albers-Platz



Lustige Heimfahrt!




FSV Frankfurt   -   FC Ingolstadt 04   1 : 1
Es ist eigentlich unglaublich. Da haben wir die Mega Chance gegen den bereits abgestiegenen FC Ingolstadt am vorletzten Spieltag den Klassenerhalt perfekt zu machen und müssen am Ende noch froh darüber sein, dass wir nicht verloren haben.
Wahrscheinlich braucht die Mannschaft den Kitzel bis zur letzten Runde, anders ist die schlechte und unmotivierte Leistung nicht zu erklären. Wir können auf diesen Kitzel gern verzichten. Der FCI spielte recht unbeschwert auf und ging völlig verdient in Führung. Einzig unser Ausgleich und die Resultate aus Osnabrück und Rostock nähren unsere Hoffnung vom Klassenerhalt aus eigener Kraft. Dazu wird sich die Mannschaft aber gewaltig steigern müssen.
Es kamen zwar wieder nur 4.600 Besucher, aber die Unterstützung für die Mannschaft - speziell im ersten Durchgang - war grandios. SB`79 hat vor dem Spiel 700 Heftchen mit dem Aufruf zum Support verteilt. Hauptsponsor Hyundai hatte wieder Klatschen und Bang Bang (nicht zu verwechseln mit Gang Bang) unters Volk gebracht. Das Resultat war ein wirklich gut beschalltes Waldstadion.
Erfreulich war auch, dass es keine der in letzter Zeit viel diskutierten Schmähgesänge im Block 38 gab. Vielleicht löst sich das Problem von alleine, ansonsten werden wir mit der Senseless Crew gemeinsam korrigierend eingreifen.
Aus Ingolstadt kamen exakt 44 Fans.
Und die hatten - obwohl wie erwähnt bereits abgestiegen - ihren Spaß. Supporteten munter, mit und ohne freiem Oberkörper und hatten Gefallen am Spiel ihrer Mannschaft.
Nach dem Spiel wurde aus Protest der gesamte Frankfurter Hauptbahnhof lahm gelegt und die Gleise besetzt. Allerdings nicht von enttäuschten FSV-Fans, sondern von Tamilen, die gegen  den Bürgerkrieges in Sri Lanka demonstrierten. So wurde mancher Fußballfreund  auf der Heimreise noch einmal auf eine Geduldsprobe gestellt. Ob die Tamilen dafür jetzt Stadionverbot erhalten haben, entzieht sich unserer Kenntnis.
Nun muss beim Saisonfinale auf St. Pauli ein Punkt her, um ganz sicher in der Klasse zu bleiben. Eine Situation, die wir hätten vermeiden können. Aber der Bornheimer ist ja Leid gewohnt und so fahren wir trotzdem frohen Mutes nach Hamburg. SB`79 fährt bereits am Samstag mit dem ICE (ist schon ausgebucht). Die Senseless Crew trifft sich Sonntag morgens um 5 Uhr und reist mit dem Wochenendticket. Außerdem chartert der Verein einen Bus. Sicher werden noch viele mit dem Privatauto kommen, aber bitte fahrt nicht ohne Ticket für das Spiel. Das Millerntor ist längst ausverkauft und Karten für den Gästebereich sind nur noch bis Dienstag auf der FSV-Geschäftsstelle am Bornheimer Hang erhältlich. Also unbedingt vorher eine Karte kaufen…!

War hoffentlich das letzte Spiel in der Schüssel...






FSV Mainz 05   -   FSV Frankfurt   2 : 1
20.000 Zuschauer! Ein fast ausverkauftes Stadion am Bruchweg nahezu komplett in rot-weiß eingetaucht. Doch da unten im linken Eck der Gegentribüne im Gästebereich der Block in schwarz-blau. Ungefähr wie das gallische Dorf, umgeben von den Römern. Gut 400 Bornheimer versuchten den Mainzern zu trotzen.
Das Mainzer Szenario war schon beeindruckend. Wie in Aachen hielten die meisten Besucher beim Klassiker “You`ll neuer walk alone” einen Vereinsschal hoch. Bei fast allen Standardsituationen für die 05er standen die Fans von ihren Plätzen auf und feuerten ihre Mannschaft an. Das Publikum allgemein objektiv und fair. Die Stimmung bundesligareif. Lediglich in der Zeitspanne zwischen unserem Ausgleich und der neuerlichen Mainzer Führung war eine große Verunsicherung zu spüren, die teilweise Grabesstille zur Folge hatte.
Leider fehlte unserer Mannschaft in der ersten Halbzeit ein Zaubertrank, denn die Spieler erstarrten fast vor Ehrfurcht, ließen den Gastgebern ungeheuerlich viel Platz und gingen mit viel Glück nur mit einem 0:1 Rückstand in die Pause. Nach dieser zeigte auch unser FSV endlich Fußball, verlor allerdings unnötig aber nicht unverdient.
Dem Aufruf von SB`79 und der Senseless Crew zur Zugfahrt waren etwa120 Leute gefolgt. Am Bahnhof schon ohne Ende Bundespolizei, wohl auch weil Eintracht Frankfurt am selben Tag gegen Werder Bremen spielte. Ebenso  in der S-Bahn reichlich Cops, aber bis auf einige Urinvergehen kaum Nennenswertes passiert. In Mz teilte sich die Gruppe in diejenigen, die mit dem Bus ins Stadion fuhren und denjenigen die zu Fuß gingen.
Nach 15 Minuten und weiteren Urinattacken auf Mainzer Buschwerk und Bäume gelangten wir an den Gästebereich. Der Kiosk und der Vorplatz erinnerten wegen der Eingitterung eher an eine JVA, als an ein Stadion - doch diese Käfige gibt es ja vielerorts.
Das Treiben im Block war das ganze Spiel über recht passabel. Ein paar Becherwürfe und Anti Gesänge trübten das Bild ein wenig. Es sind in letzter Zeit ein paar Dinge eingerissen, die wir intern diskutieren müssen. Bei aller Begeisterung und Emotionen müssen wir darauf achten, dass das Niveau im Block nicht ins Bodenlose sinkt. Gerade einigen neu hinzu gekommenen müssen wir klar machen, was geht und was nicht.
Nach 2 Personalienfeststellungen wegen der fliegenden Trinkgefäße verließen wir dann Rheinland-Pfalz wieder mit der S8, stets behütet von der Polizei. Wie das Küken von der Henne. Es gab keine bekannt gewordenen Störfälle mit Mainzern, Bremern oder Eintracht-Fans.



FSV Frankfurt   -   MSV Duisburg   0 : 0

Zuschauer: 4.800
Gästefans: 400
Tore: wie im Hinspiel Fehlanzeige

Eigentlich hätte der Sieger FSV Frankfurt heißen müssen. Eigentlich, aber der FSV nutzte auch seine hochkarätigsten Torchancen nicht und da die Duisburger kaum welche hatten, ist das torlose Remis die logische Konsequenz.

  

Es gibt auch nicht wirklich viel zu schreiben von diesem Kick. Die Kulisse war wieder einmal überschaubar. Der Duisburger Anhang zahlenmäßig im unteren Drittel der bisherigen Gästetabelle - aber doch durchgängig und lautstark aktiv. Die feierten vor 2 Jahren noch genau am selben Ort den Aufstieg in die Bundesliga, das können sie sich dieses Jahr spätestens seit dem vergangenen Sonntag abschminken.

     








SC Freiburg   -   FSV Frankfurt   4 : 1
Es bleibt dabei,  auswärts holen wir sonntags in dieser Saison gar nichts. Beim Tabellenführer kamen wir mit 1:4 unter die Räder und durften uns auch über die Höhe der Niederlage nicht beschweren. Das Spiel der Breisgauer war immer einen Tick schneller, unter dem Strich gar eine Klasse besser. Außer einer recht passablen Anfangsoffensive und einem wieder mal überragenden Torwart Patrick Klandt hatte der FSV wenig zu bieten.
   
Es war ein optimaler Rahmen für einen Fußballnachmittag. Die Badenova Arena, ein schmuckes Stadion mit reinem Fußballcharakter, war mit 20.100 Besuchern sehr gut gefüllt. Das Stadion, das viele noch als Dreisamstadion kennen, ist wunderschön gelegen und mit 4 überdachten Tribünen, die direkt ans Spielfeld grenzen, tauglich für gute Stimmung. Die kam von der Nordtribüne auch während des gesamten Spiels. Dass sich die Tribünen während des Spiels gegenseitig mit Sprechchören begrüßen ist eigenartig, aber ganz originell. Gänsehautfeeling auf jeden Fall beim Badener Lied vor dem Anpfiff. Zum Hexenkessel reicht es allerdings nicht, da es der Südbadener im allgemeinen etwas ruhiger angehen lässt.
Aus Bornheim kamen zwar keine Menschenmassen nach Freiburg, aber so ca. 150 Leute durften sich im Gästekäfig bewegen. Zaunfahnen durften nur vor der Nachbartribüne auf dem Boden ausgelegt werden - hinter der Werbebande. Megaphon passe` - egal, war eh kaputt! 2 Dutzend schwarz-blaue karierte Handschwenker hat man uns dann großzügigerweise genehmigt. Erfreulicher war, dass sich eine größere Gruppe junger FSV-Fans mit Wochenendticket in den Breisgau gefahren ist.
Der Support war so lala. Wir hatten schon bessere Auftritte. Bis auf ein paar verbale Neckereien mit dem Nachbarblock blieb es friedlich. Der einzige Arbeitsnachweis der Frankfurter Zivis bestand darin einen Stadionverbotler aus dem Block zu holen.
Auf der Rückfahrt, genau wie bei der Anreise, wieder Party im SB`79 Bus, der dieses mal leider nicht voll war. Aber das und auch das Ergebnis, tat der guten Laune keinen Abbruch. Vom Arbeitslosen bis zum tätowierten Malermeister sangen und tanzten alle mit. Und auch der Busfahrer hatte seine Freude - er hat sein ganzes Bier verkauft.
Lobenswert war noch die Aktion von unserem Mitglied Mike D. (Name der Red. bekannt). Nach durchzechter Samstag Nacht schlief der gute Mann auf dem Weg zur Busabfahrt in der S-Bahn ein und erwachte wesentlich später in Dietzenbach. Als unser Bus längst auf der Autobahn Kilometer schrubbte, fuhr Mike D. zum Hauptbahnhof, löste sich von seinen letzten 70 Euro für 61 Euro ein ICE Ticket und war noch vor uns am Stadion. Das ist Einsatz!!!




FSV Frankfurt   -   1.FC Nürnberg   2 : 1
Das war ein Wochenende! Erst die oberfette 30 Jahre SB`79 Party am Samstag abend (siehe extra Bericht) und dann der unerwartete Heimsieg gegen den “Club”.
Es war eine reine Invasion, die aus dem Frankenland kam. Gut 10.000 Nürnberger Fans füllten den kompletten Unterrang der Ostribüne und erstmalig wurden auch Teile des Oberrangs für die Gäste geöffnet. Das sah schon richtig gut aus, die ganze Kurve in rot-schwarz. Entgegen unserer Erwartungen durften auch reichlich Zaunfahnen, Schwenker und DH`s mitgebracht werden. Denn als der FCN das letzte mal im Waldstadion gastierte (2008 bei Eintracht Frankfurt) zündeten die Clubfans reichlich Feuerwerk und sorgten für eine lange Spielunterbrechung. Also eine sehr aussagekräftige Bewerbung für Sanktionen und Verbote.
    
Doch um es mal vorweg zu nehmen, es blieb alles friedlich. An allen neuralgischen Punkten war ausreichend Polizei postiert. Es hörte sich auch sensationell an, denn nicht nur der Ultrablock hat supportet, sondern wirklich alles was aus Nürnberg kam hat gesungen und geklatscht. Der absolute Topsupport in dieser Saison bei unseren Heimspielen.
Über 16.000 Zuschauer bedeuteten dann auch Saisonrekord für den FSV. Enttäuschend ist leider die Resonanz bei Frankfurter Publikum. Natürlich sind 6.000 FSV-Fans bei einem Heimspiel schon eine gute Hausnummer. Vor 3 Jahren hatten wir manchmal keine 600, also hat sich das verzehnfacht. Aber Fakt ist, dass die Mannschaft, die jetzt 7 Heimspiele in Folge gewann, mehr Zuspruch verdient hätte. Anscheinend geht der Bornheimer nicht ins Waldstadion. Und so müssen wir halt mit der Tatsache leben, dass wir bei Heimspielen gegen Vereine mit großem Anhang (Mainz, 1860, FCK, Aachen usw.) immer Auswärtsspiele haben. Da hilft jetzt auch kein lamentieren, sondern wir sollten das positive in den Fokus rücken.
Es dürften mittlerweile gut 100 sehr junge Fans im Block stehen. Die singen und schwenken Fahnen während des ganzen Spiels. Sogar gegen übermächtige Gegner. Darüber steht mit SB`79 auch noch mal eine beachtliche Anzahl an Leuten die Stimmung machen. Und auch hier noch mal ein Zeitschwenk zurück um 36 Monate. Da waren wir 20. Diesen Status quo haben wir im Laufe dieser Saison schon mehrfach beschrieben, damit diese gute Entwicklung sich ins Gedächtnis einbrennt.
Denn es ärgert uns maßlos wenn das DSF uns ständig hinstellt, als wären wir nur 10 Fans und würden praktisch unter Ausschluss der Öffentlichkeit spielen. Der Gipfel war wieder am Sonntag, als berichtet wurde, dass von den 16.000 Zuschauern 15.000 aus Nürnberg kamen und praktisch nur vereinzelt Frankfurter im Stadion wären.
Auch das klagen einiger Spieler oder Verantwortlicher in der Öffentlichkeit über die Zuschauerzahl und Dominanz der Gästefans motiviert nicht unbedingt diejenigen, die etwas tun. Wir müssen halt noch zwei Spiele im Waldstadion überstehen und nächste Saison sieht das in unserer alten Heimat schon anders aus.
Sportlich scheint uns das WM-Stadion mittlerweile zu liegen. Wie geschrieben 7. Sieg in Folge, der Klassenerhalt ist greifbar nahe. Es war aufgrund einer überragenden 2. Halbzeit ein verdienter Erfolg und der Frankfurter Teil des Publikums war hellauf begeistert. Und siehe da, auch die können richtig laut sein, wenn alle zusammen anfeuern…



30 Jahre SB`79 Feier

Stage Bottles PK
Was für eine Party - einfach geil! Diese Feier hat alle unsere bisherigen in den Schatten gestellt. Es kamen über 150 Leute in den VIP Raum des FSV-Stadions und sorgten für einen Rekordbesuch bei unseren Veranstaltungen. Als einer der ältesten noch aktiven Fan-Clubs in Hessen wollten wir mal so richtig mit allen unseren Freunden Geburtstag feiern, daher haben wir uns auch ein ordentliches Programm ausgedacht.
Nachdem Kolya, mit 10 Jahren unser jüngstes Mitglied, die Gäste begrüßt hatte, traten als erste Band des Abends die Bornheim Bombs auf. Und die haben den Hang so richtig gerockt. Ihr Song “Bornheim” taugt zur neuen Hymne der FSV-Fans, den mussten sie auch gleich zweimal spielen. Die Jungs waren wirklich großartig. Melodischer Streetpunk mit deutschen Texten.
  
Kolja                                                                             Die Bornheim Bombs!
Anschließend betraten die Stage Bottles die Bühne und über die muss man ja eigentlich kein Wort verlieren. Sie wurden ihrem Ruf als lokale Szenegröße wieder mal gerecht und wir waren stolz sie präsentieren zu können.
Als Schwarz-Blau im Jahre 1979 gegründet wurde, hätte niemand damit gerechnet, dass es uns 30 Jahre später noch gibt. Und es hätte erst recht keiner geglaubt, dass dies nach 3 Jahrzehnten mit so einem Event gefeiert wird.
Thekenteam - ihr seid die Besten, Mädelz!
Vielen Dank an: die Flensburger Brauerei, den FSV Frankfurt für die Überlassung des Raumes, die Bornheim Bombs und die Stage Bottles, an Conny, Isabell und Gaby für den tollen Service, Andi für die Flyer, SB`79 Streetwear für geile neue Fanartikel und an alle die zum gelingen der Party beigetragen haben.
Speziellen Dank an jeden einzelnen, der uns auch nach 30 Jahren unterstützt. Ohne Euch wäre das alles nicht möglich. Wir gehen weiter unseren Weg!
  
Prominenz...

Weitere Fotos folgen.



Aachen   -  FSV Frankfurt   2 : 0

Die Bernemer sind da!
Da gab es nix zu meckern. Der Sieg für Aachen ging 100%ig in Ordnung, der FSV hat nach vorne einfach zu wenig auf die Reihe bekommen. War es in der ersten Halbzeit noch ein intensives Spiel, in dem die Bornheimer ihr Heil in Kontern suchten, so wurde nach der Pause nur noch das Tor von Patrick Klandt berannt.
Es muss für jeden Fußballer ein Erlebnis der besonderen Art sein im stimmungsvollen Tivoli vor über 20.000 Fans zu spielen. Von allen Tribünen kommt die Unterstützung und der überwiegende Teil der Zuschauer trägt schwarz-gelbe Fanutensilien. Der Stimmungsherd ist der etwa 300 Mann starke Fanblock auf der überdachten Gegentribüne. Die haben fast das ganze Spiel Gas gegeben. Der Capo agiert ohne Megafon, das ist den Gästefans auch nicht erlaubt. Man darf gespannt sein, ob sich diese Atmosphäre auch ins neue Stadion überträgt.

Gegengerade
Natürlich ist der Tivoli - der übrigens wesentlich älter als der Bornheimer Hang ist - in die Jahre gekommen. Das Stadion ist baufällig und bietet kaum Komfort. Die Sicht im Gästeblock ist miserabel, Vermarktungsmöglichkeiten gibt es zu wenig. Einige Bauelemente sind sogar noch aus Holz. Also den Anforderungen des modernen Profifußballs nicht gewachsen. Aber doch hat es Charme und Tradition. Es ist Kult und lebt durch die beschriebene Atmosphäre.

Proppenvolle Tribünen
Im Gästeblock fanden sich über 200 Schwarz-Blaue ein. War ein ordentlicher Mob, der u.a. mit 2 Bussen angereist war. Die Senseless Crew zog die Bahn vor und so reisten 10 Ultras begleitet von 3 Zivilcops im Regionalexpress nach Aachen.
In der ersten Halbzeit ging das mit dem Support auch recht gut, im der zweiten wurde nur noch das nötigste getan. Lag wohl auch daran, dass unsere Ultras nicht ihren besten Tag hatten.
Das Bier im Gästebereich war alkoholfrei und die Bratwurst war beschissen. Die Krönung war aber, dass die Toilettenbenutzung 30 Cent kosten sollte. Das gab es auch in noch keinem anderen Stadion.
Nach dem Spieler wurde ein FSV-Spieler vom Aachener Publikum begeistert gefeiert. Mit stehenden Ovationen und Ehrenrunde. Alexander Klitzpera, hatte bis kurz nach Saisonbeginn 6 Jahre für die Schwarz-Gelben gespielt, war dann nach Unstimmigkeiten mit Trainer Seeberger zum FSV gewechselt. Schön, dass es im kalten Fußballgeschäft noch Menschlichkeit gibt. Richtige Orginale und langjährige Publikumslieblinge gibt es leider immer weniger.



FSV Frankfurt - FC Augsburg 2:1


Festung Waldstadion! Der 6. Heimsieg in Serie beschert uns die Punkte 31, 32 und 33. Kein Spiel, was die 4.021 Zuschauer vom Hocker riss, aber wen interessiert das schon.

Eigentlich schade, dass nicht mehr Besucher den Weg ins Waldstadion gefunden haben, aber bei bestem Osterwetter hatten wohl viele etwas anderes vor. Aber wir sind die Geisterkulisse ja mittlerweile gewohnt.

  

Der Gästeblock war recht gut gefüllt. Wir denken mal dass es so um die 500 Schwaben waren, darunter etwa 50 Supporter.
Im Block 38 kamen die 50 neuen Schwenkfahnen zum Einsatz und das sah schon mal prima aus. Ebenso war der Support anständig, auch wenn der Block nicht so voll war wie gegen Wehen-Wiesbaden.



Auf dem Videowürfel wurde vor, während und nach des Spiels unser 30-Jahr Feier Plakat gezeigt. Das wir das noch mal erleben dürfen…






    








Hansa Rostock - FSV Frankfurt 2:0

10.000 Frankfurter in Rostock  ;-)



Ein überschaubare Gruppe machte sich auf den Weg an die rund 600 km entfernte Ostsee.Zu den 5 Zugfahrern gesellten sich insgesamt 17 Supporters im Gästeblock auf der Südtribüne im wirklich beeindruckenden Ostseestadion. Mit 17.000 Zuschauern war dies gut gefüllt und durch die enge, steile Bauweise kam der Support der Rostocker Fans auch fett rüber. Unser Support beschränkte sich auf gelegentliche FSV-Rufe, was ja auch gegen 17.000 Kehlen kein Wunder ist.


Ostseestadion

Spielerisch fehlte dem FSV der letzte Wille zum Anschluss, die Folge waren 2 Gegentreffer der auch nicht viel besseren Rostocker.

Am Bahnhof zum Empfang massig Polizei, die uns aber trotz sichtbarer Schals und Shirts keinerlei Beachtung schenkten. So fuhren wir mit einer Gruppe Rostocker in der S-Bahn Richtung Stadion, beim anschließenden Fußmarsch hängten sich sofort wieder einige sportlich gekleidete jüngere Rostocker an unsere Fersen. Aber offensichtlich sind FSV-Fans in diesen Breitengraden so exotisch, dass rein gar nichts passierte. Angesichts unserer "Übermacht" auch nicht verwunderlich... ;-)

Auch nach dem Spiel konnte man sich beim Umtrunk am chinesischen (!) Kiosk frei bewegen, immer wieder von staunenden Rostockern "bewundert", wenn es "10.000 Frankfurter" durch die Straßen hallte. Die Rostocker waren einfach nur zufrieden gewonnen zu haben und dass ihre Kogge nicht schon heute gesunken ist.


Die treuesten der Treuen!

Am Bahnhof auf der Rückfahrt bot die Polizei dann doch noch eine Kette zwischen uns und den Rostockern auf, naja, für irgendwas mussten sie auch schließlich da sein.

Vielen Dank an Fanclubmitglied Ruben aus Lübeck für Fotos und Bericht!



FSV Frankfurt  -  SV Wehen-Wiesbaden 2:1
Es mag manchem FSV-Fan eine Genugtuung sein, die Wasserfiltertruppe so gut wie sicher in die 3. Liga geschossen zu haben. Letztendlich zählen aber nur die 3 Punkte. So wie der 1. FC Kaiserslautern bei unserem letzten Heimspiel nicht wie ein Aufstiegsaspirant spielte, traten die Wehener auch nicht unbedingt wie eine Mannschaft auf, die sich mit allen Mitteln gegen den drohenden Abstieg stemmt. Auch daher gelang uns der 5. Heimsieg in Folge, hingegen musste der SVWW die siebte Ligapleite in Serie hinnehmen.
  
Das ließen sich nach Schlusspfiff dann auch 50 Wehener Anhänger nicht mehr gefallen und veranstalteten eine Sitzblockade vor der Ausfahrt ihres Mannschaftsbusses. Unter Beobachtung von zwei Beweissicherungskameras der Polizei und eines Fernsehteams (gefundenes Fressen) verkündeten sie ihren Unmut gegen ihre Mannschaft und eine Wiesbadener Tageszeitung. Blieben dabei aber friedlich.
Die letzte Sitzblockade im Waldstadion gab es übrigens in der vergangenen Saison von Fans des FC Carl-Zeiss Jena nach einem 0:5 gegen den SV Wehen-Wiesbaden, der zu dieser Zeit für einige Spiele im Stadtwald zu hause war. Das Wiesbadener Stadion befand sich noch im Bau. So kehren sich die Dinge manchmal um.
Aus der Landeshauptstadt doch noch recht viele Fans. Für einen Tabellenletzten im Abwärtstrend war das ganz ordentlich  - auch wenn es immerhin ein Derby war. Wir schätzen mal auf 600 im Gästebereich, darunter ein “schwarzer Block” von 60 - 70 jüngeren Ultras. Aber auch die haben irgendwann, ob der schlechten Leistung ihres Teams, resigniert.
5.024 Zuschauer ist jetzt keine Hammerkulisse, aber die waren teilweise richtig laut. Auf der Gegentribüne wurde ordentlich Alarm gemacht. Auch im Block 38 hat sich einiges getan. Wieder kamen sehr viele supportwillige junge Fans. So viele wie selten zuvor. Und so war auch die Stimmung überdurchschnittlich gut. Gegen Ende des Spiels hat sogar das ganze Stadion die Mannschaft unterstützt und das hörte sich schon sehr brachial an. Eine gute Maßnahme war eine Senseless Crew Zaunfahne an einem Wellenbrecher als untere Begrenzung, so dass alle dicht zusammen und nicht im Block verteilt standen.
Wir werden weiter für die Zukunft arbeiten. Neue Schwenkfahnen sind bestellt, eine Trommel ist jetzt bei jedem Heimspiel. Wenn wir jetzt einen Großteil der jungen Leute an den FSV binden können und vielleicht noch einige für die Auswärtsspiele gewinnen, hat unsere Szene einen großen Schritt getan.